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Mayer gewinnt Finale von Halle

Sport - Mayer gewinnt Finale von Halle

Florian Mayer hat beim Rasenturnier in Halle/Westfalen seinen zweiten Titel auf der ATP-Tour gewonnen. Der 32-Jährige setzte sich im Finale gegen Alexander Zverev mit 6:2, 5:7, 6:3 durch.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.06.2017, 17:00

Mit einem Endspiel-Erfolg über Federer-Bezwinger Alexander Zverev hat Routinier Florian Mayer beim Rasen-Turnier im westfälischen Halle seine Rückkehr auf die Tennis-Tour gekrönt. Gegen Zverev gewann der Bayreuther eine spannende Partie 6:2, 5:7, 6:3.

Damit meldet sich der 32-Jährige nach einer langen, verletzungsbedingten Leidenszeit eine Woche vor Wimbledon-Beginn unter den Top 100 der Welt zurück. Nach einem Sehnenanriss an den Adduktoren und einer monatelangen Zwangspause tritt er erst seit Mitte April wieder auf der Tennis-Bühne auf.

Spannung bis zum Schluss

Nach 1:55 Stunden verwandelte der Wimbledon-Viertelfinalist von 2004 und 2012 seinen fünften Matchball. Damit verhinderte er den ersten Titelgewinn von Zverev. Schon bei 5:4 im zweiten Satz vergab er zwei Chancen, das Finale für sich zu entscheiden. Für den größten Erfolg seiner Karriere und den Sprung von Weltranglistenplatz 192 auf 80 bekam Mayer ein Preisgeld von 386.925 Euro. Seinen zuvor einzigen ATP-Titel hatte er vor fast fünf Jahren in Bukarest gefeiert.

Zverev darf sich mit 181.720 Euro trösten - und damit, dass er nun erstmals unter den Top 30 geführt wird. Damit wird der Senkrechtstarter beim Rasen-Klassiker in Wimbledon gesetzt und geht den größten Stars der Branche erst einmal aus dem Weg. "Ich bin überzeugt, dass er in die Top Ten kommt, aber er will mehr erreichen", prognostizierte Roger Federer. Der Schweizer hatte sich dem jungen Norddeutschen im Halbfinale geschlagen geben müssen. "Ich finde, er ist ein Super-Talent. Er arbeitet hart und sehr seriös."

Im zweiten deutschen Endspiel der 24-jährigen Turnier-Geschichte der Gerry Weber Open wirkte Deutschlands große Tennis-Hoffnung Zverev anfangs sehr nervös. Deswegen knüpfte der 19-Jährige vor 11 500 Zuschauern auf dem ausverkauften Center Court nicht an seine Leistung aus dem Halbfinale an. Nach nur 24 Minuten war der erste Satz weg.

Nervenstärke und Kampfgeist

Im zweiten Durchgang ging es hin und her. Zverev nahm seinem Rivalen direkt im ersten Spiel den Aufschlag ab. Mayer kam zurück - und war bei 5:4 nur einen Punkt vom Matchgewinn entfernt. Aber Zverev bewies Nervenstärke und Kampfgeist, schaffte doch noch den Satzausgleich. In einem engen Spiel fiel die Vorentscheidung mit dem Break zum 4:2. Zu Null nahm Mayer dem jungen Rivalen den Aufschlag ab. Danach machte der Bayreuther den Sieg gegen den sich tapfer wehrenden Zvererv unter Dach und Fach.

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