Sie sind hier:

Becker nicht mehr Djokovic-Trainer

"Haben gemeinsam entschieden, unsere Zusammenarbeit zu beenden"

Das Aus nach drei erfolgreichen Jahren: Der langjährige Weltranglisten-Erste Novak Djokovic und Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker haben sich getrennt.

Boris Becker - Novak Djokovic
Erfolgreiches Ex-Duo: Boris Becker und Novak Djokovic. Quelle: imago

Das teilte Djokovic am Dienstagabend mit. "Nach drei sehr erfolgreichen Jahren haben Boris Becker und ich gemeinsam entschieden, unsere Zusammenarbeit zu beenden", erklärte der Serbe auf seiner Homepage und in sozialen Medien. "Wir haben unsere gemeinsame Ziele vollends erreicht. Ich möchte ihm für seine Kooperation und Leidenschaft, sein Teamwork und Engagement danken", so Djokovic.

Es sei nun an der Zeit, sich "für die kommende Saison neue Ziele zu setzen", erklärte der 29-Jährige. Zuvor hatte bereits die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Wie die Zeitung berichtet, soll Djokovics Nähe zu Pepe Imaz, einem spanischen Mentaltrainer und Ex-Profi, ausschlaggebend für die Trennung gewesen sein. Becker soll daher die ihm angebotene Vertragsverlängerung abgelehnt haben. Imaz gehört laut Djokovic schon länger zum Team, zuletzt gewann er offensichtlich immer mehr Einfluss.

Trennung mit Ansage

Mit Becker hatte Djokovic zweimal die Australian Open, zweimal in Wimbledon sowie einmal die French Open und US Open gewonnen. Zuletzt verlor er aber Platz eins in der Weltrangliste an den Schotten Andy Murray.

Die Trennung hatte sich schon seit Wochen angebahnt. Djokovic vermied Aussagen zur gemeinsamen Zukunft. Becker, dessen Vertrag auslief, zog im Gespräch mit englischen Medien bereits eine Art Fazit. "Ich habe die vergangenen drei Jahre sehr genossen", sagte der dreimalige Wimbledonsieger: "Ich war in meinem Element und werde auch zukünftig in meinem Element sein. Ich bereue nichts. Es war eine unglaubliche Zeit."

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Becker und Djokovic. Das war anfangs überraschend, lange rätselhaft, aber fast immer erfolgreich. Bis zum letzten halben Jahr ihrer Partnerschaft nach dem historischen Triumph in Roland Garros, bis Djokovic in Wimbledon, bei Olympia und einigen anderen Turnieren auf Normalmaß schrumpfte, seinen riesigen Vorsprung in der Weltrangliste verspielte und schlussendlich von Murray vom Thron gestoßen wurde. Den Absturz konnte auch Becker nicht verhindern, obwohl der Mentor, so bezeichnet er sich selbst, früh warnte.

Nach Djokovics Aus in Wimbledon kritisierte Becker die lasche Trainingseinstellung seines Schützlings, zeigte gleichzeitig aber auch Verständnis, immerhin hatte Djokovic kurz zuvor in Paris seinen letzten noch fehlenden Grand-Slam-Titel gewonnen. Als sich seine Konkurrenten in Halle/Westfalen und im Londoner Queen's Club auf den Saisonhöhepunkt vorbereiteten, besuchte Djokovic Imaz in Marbella, um in der Meditation nach "Liebe, Glück und Harmonie" zu suchen.

Becker schien diese Art der Vorbereitung auf sein Wimbledon zu irritieren. Nun also die Trennung, die weniger plötzlich kommt als Beckers Unterschrift beim Team Djokovic im Spätherbst 2013. Der Erfolg an Djokovics Seite verlieh dem ewig 17-jährigen Leimener wieder Autorität. An Beckers Sachverstand auf und neben den Tenniscourts der Welt bestand nie ein Zweifel, und so sollte der Erfolgs-Trainer Becker auch in Zukunft auf der Tour gefragt sein. Vorerst widmet er sich jedoch wieder seiner Poker-Leidenschaft. Bei den Australian Open zu Beginn des Jahres soll er laut "Bild" aber auf jeden Fall dabei sein. Als TV-Experte.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.