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Solskjaer träumt vom nächsten Wunder im Camp Nou

Champions League | Viertelfinale am Dienstag

Juventus Turin und der FC Barcelona gehen als Favorit in die Viertelfinal-Rückspiele der Champions League am Dienstag. Die Kontrahenten Ajax Amsterdam und Manchester United ziehen ihre Hoffnung derweil aus vergangenen Heldentaten.

Champions League: Manchester United beim Training im Camp Nou
Warmmachen für das Spiel in Camp Nou: Manchester United beim Training
Quelle: reuters

Ole Gunnar Solskjaer weiß, wovon er spricht. "Es wird nicht entschieden sein, bevor wir nicht 90 Minuten im Camp Nou gespielt haben", sagt der einstige Bayern-Schreck vor seiner Rückkehr mit Manchester United ins legendäre Stadion des FC Barcelona.

Synonym für große Comebacks

Ole Gunnar Solskjaer
Ole Gunnar Solskjaer kehrt als Trainer von Manchester United zurück an den Ort seines größten Triumphes.
Quelle: dpa

Dort hatte der damalige Stürmer Solskjaer den Münchnern 1999 mit seinem Tor (93.) den "Sekundentod" versetzt, als Teammanager will er am Dienstag (21 Uhr) im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League das nächste "Wunder von Barcelona" schaffen. Wie damals liegt United 0:1 zurück. "Barcelona verliert normalerweise nicht zu Hause", weiß Solskjaer, "aber wir können dafür sorgen". Wie im Achtelfinal-Rückspiel bei Paris St. Germain, als sein Team das 0:2 aus dem Hinspiel noch sensationell drehte (3:1).

Ole Gunnar Solskjaer trifft am 26. Mai 1999 gegen Bayern München
Solskjaers Tor für die Ewigkeit am 26. Mai 1999 gegen Bayern München.
Quelle: imago

Solskjaer - allein der Name des Norwegers steht als Synonym für große Comebacks. "Ich glaube nicht an Schicksal, aber daran, dass du bekommst, was du verdienst", sagt er. Im Interview mit dem Sportdender ESPN ergänzt er: "Ich werde Schmetterlinge im Bauch haben und kann es kaum erwarten, bis es losgeht. Das ist die größte Bühne ..." Und dort hatte er vor 20 Jahren seinen größten Auftritt, als er United nach dem Ausgleich durch Teddy Sheringham (90.+1) mit der Rückennummer 20 zum Triple schoss.

"Wir werden diese Bilder im Kopf haben"

"Wir werden diese Bilder im Kopf haben", sagt Mittelfeldspieler Juan Mata, "wie er das Tor gefeiert hat, den Jubel von Sir Alex Ferguson." Solskjaer werde in seiner Ansprache "sicher davon erzählen - und wir werden versuchen, den United-Fans dort eine weitere großartige Nacht zu bescheren". Doch das wird wohl noch schwieriger als im Achtelfinale. "Barca ist nicht PSG", sagt Romelu Lukaku, "sie sind auf einem anderen Niveau".

Ajax Amsterdam schöpft seine Zuversicht im Rückspiel bei Juventus Turin (Hinspiel 1:1) derweil aus dem berauschenden 4:1-Sieg im Achtelfinale bei Real Madrid. Zudem kann das zuletzt angeschlagene Supertalent Frenkie de Jong wohl auflaufen. "Ich denke, dass er spielen kann", sagte sein Berater Ali Dursun vor dem Abflug in Richtung Italien.

Offensiv, aggressiv und hinten stabil

De Jong ist der zentrale Baustein in der Ajax-Achse. Sie beginnt in der Abwehr mit dem 19 Jahre jungen Kapitän Matthijs de Ligt, geht im Mittelfeld über de Jong und den 21-jährigen Donny van de Beek weiter und endet im Angriff bei Hakim Ziyech, Dusan Tadic und David Neres. "Ich glaube, dass wir jedem gezeigt haben, dass wir auf dem gleichen Level wie die anderen Teams spielen", sagte de Jong."

Das hat in dieser Saison nicht nur Real zu spüren bekommen, auch der FC Bayern München war in der Gruppenphase nicht über zwei hart erkämpfte Remis gegen Amsterdam hinausgekommen. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine Weiterentwicklung des von Rinus Michels in den 70er-Jahren eingeführten totalen Fußballs. Die hochtalentierte Elf des niederländischen Tabellenführers spielt offensiv und aggressiv - verliert aber auch in der Defensive nur selten die Balance.

"Schwieriges Spiel gegen beeindruckendes Team"

Juve-Trainer Massimiliano Allegri erwartet "ein schwieriges Spiel gegen ein sehr beeindruckendes Team". Nicht zuletzt dank des "ewigen" Cristian Ronaldo ist man bei der Alten Dame nach dem 1:1 im Hinspiel in Amsterdam aber zuverichtlich. 41 seiner 125 Treffer in der Königsklasse erzielte der Portugiese ab dem Viertelfinale und unterscheidet sich in dieser Hinsicht auch deutlich von seinem Dauerrivalen Lionel Messi vom FC Barcelona. Der Argentinier hat in keinem seiner jüngsten zwölf (!) Viertelfinalspiele getroffen. Seit dem Triumph 2015 schied Barca immer in dieser Runde aus.

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