BVB zittert - Barca vor dem Aus

Achtelfinal-Hinspiele der Fußball-Champions-League

Borussia Dortmund bangt um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Bei Benfica Lissabon hat der BVB trotz bester Torchancen mit 0:1 verloren. Ein Debakel erlebte der FC Barcelona: 0:4-Niederlage bei Paris St. Germain.

Borussia Dortmund stand sich bei Benfica Lissabon wieder einmal selbst im Weg. Pierre-Emerick Aubameyang, der schon in der Anfangsphase eine hundertprozentige Chance vergeben hatte, scheiterte in der 58. Minute mit einem Handelfmeter. Der Gabuner zielte auf die Tormitte, Benfica-Keeper Ederson blieb einfach stehen und parierte.

Auch Ousmane Dembelé (23.) ließ eine Einschussmöglichkeit aus kurzer Distanz ungenutzt. Als Raphael Guerreiro noch im Liegen eine Hereingabe hinbekam, kam Aubameyang (38.) einen Schritt zu spät. Die schlampige Chancenverwertung war aber auch das einzige BVB-Manko.

Deutlich überlegen

Das Spiel hatte die Borussia im Griff. Die Einstellung war wieder auf Champions-League-Niveau, der Ballbesitz im überdeutlichen Plusbereich. Glück hatte Benfica zudem, dass Schiedsrichter Nicola Rizzoli nicht auf Elfmeter entschied, als der sonst überragende Torwart Ederson (40.) an der Strafraumkante Dembelé auflaufen ließ.

Doch alle Überlegenheit war kurz nach dem Wiederanpfiff Makulatur. Der ehemalige Gladbacher Bundesliga-Profi Kostas Mitroglou bestrafte in der 48. Minute einen Stellungsfehler von Sokratis nach einem Eckball.

Nie aufgegeben

Immerhin: Dortmund steckte nicht auf. Aubameyang kam aber wieder nicht an Ederson vorbei (51.), Marco Reus (55.) und Lukas Piszczek (55.) scheiterten am Brasilianer.

Der Gipfel der Fahrlässigkeiten folgte mit Aubameyangs vergebenem Strafstoß. BVB-Trainer Thomas Tuchel nahm den Fehlschützen wenig später aus dem Spiel. Dortmund mühte sich weiterhin vergeblich. Auch der eingewechselte Christian Pulisic (84.) scheiterte an Ederson.

Bis weit in die erste Halbzeit hinein war die Lage vor der Arena angespannt. Zahlreiche Dortmund-Fans kamen wegen technischen Problemen an den Kartenlesegeräten nicht ins Stadion. Die Bitte der Dortmunder, das Spiel später anpfeifen zu lassen, wurde von der UEFA nicht erhört. Laut BVB-Fanabteilung kam es zu gewalttätigen Aktionen der portugiesische Polizei gegen einzelne Dortmund-Fans.

Draxler trifft

Julian Draxler im Spiel gegen FC Barcelona
Julian Draxler im Spiel gegen FC Barcelona

Paris Saint-Germain hat angeführt von Julian Draxler den Champions-League-Mitfavoriten FC Barcelona düpiert. Der französische Meister kann sich nach dem 4:0 (2:0) im Rückspiel am 8. März beste Chancen auf das Weiterkommen ausrechnen. Beim Duell der deutschen Torhüter Kevin Trapp (Paris) und Marc-André ter Stegen (Barcelona) traf Ángel di Maria an seinem 29. Geburtstag doppelt für die Gastgeber (18./55. Minute). Winter-Neuzugang Draxler (40.) und Top-Torjäger Edinson Cavani (72.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

In einer rasanten Partie setzten die Pariser dem Favoriten von Beginn an mächtig zu. Zwar waren die Katalanen mit ihrer Weltklasse-Offensive um Lionel Messi, Luis Suarez und Neymar angetreten, doch für die Glanzlichter sorgten die Hausherren.

Freistoßtreffer

Vor allem der quirlige Draxler war ein ständiger Unruheherd für die Gäste-Abwehr. Nach 17 Minuten konnte Samuel Umtiti den deutschen Mittelfeldspieler nur mit einem Foul stoppen. Der Argentinier di Maria ließ mit seinem Freistoß aus 18 Metern ter Stegen keine Chance. Dem in der Mauer stehenden Suarez war der Ball über den Kopf gerutscht.

In der Folge überließ Paris den Gästen die Spielgestaltung, blieb bei Kontern aber weiter gefährlich. Als Messi im Mittelfeld den Ball verlor, bediente Marco Verratti mustergültig den im Strafraum freistehenden Draxler, der cool mit einem straffen Schuss vollendete. Und die Franzosen hatten noch nicht genug. Zehn Minuten nach Wiederbeginn schloss di Maria einen weiteren Blitz-Angriff mit einem herrlichen Schlenzer in den linken Torwinkel ab. Cavani machte dann das Debakel für Barcelona perfekt.

Die Pariser sind damit auf dem besten Weg, sich für die beiden Viertelfinal-Pleiten gegen Barcelona von 2013 und 2015 zu revanchieren. Julian Draxler sprach im ZDF-Interview von einer "unglaublichen Nacht." Für das Messi-Team war es die höchste Europapokal-Niederlage seit dem 0:4 beim FC Bayern im Halbfinale 2013.

Fakten zur Champions League 2016/17

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