Dortmund in Monaco ausgeschieden

Fußball - Champions League

Die BVB-Spieler gehen nach dem Spiel in Monaco zu ihren Fans

Sport | UEFA Champions League - Dortmund in Monaco ausgeschieden

Das Halbfinale der Champions League findet ohne deutsche Beteiligung statt. Nach Bayern München ist auch Borussia Dortmund durch eine 1:3 Niederlage bei AS Monaco ausgeschieden. Die erste Partie hatte der BVB mit 2:3 verloren.

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Die Partie beim Überraschungsteam, das im Achtelfinale schon Manchester City aus dem Wettbewerb geworfen hatte, begann denkbar ungünstig für die Borussia. Shootingstar Kylian Mbappé brachte den Tabellenführer der Ligue 1 nach einer Unsicherheit von Roman Bürki schon in der dritten Minute in Führung. In der 17. Minute erhöhte Falcao auf 2:0. Nach Wiederbeginn erwischte der BVB den besseren Start und konnte durch Marco Reus verkürzen (48.). Für Monaco gab es mit längerer Spieldauer immer bessere Konterchancen. Eine davon nutzte Valere Germain zur Entscheidung (81.).


Überraschende Aufstellung

Damit steht erstmals seit acht Jahren kein Bundesligist im Kampf um Europas Fußball-Krone in der Runde der besten Vier. Dortmund hatte zuletzt 2013 das Halbfinale erreicht. Monaco träumt derweil vom zweiten Finaleinzug in der Champions League nach 2004. Der achtmalige deutsche Meister aus Dortmund hatte zur Unterstützung extra den bei dem Anschlag vor einer Woche an Arm und Hand verletzten Marc Bartra einfliegen lassen. Der Spanier richtete vor dem Anpfiff einige Worte an die Mannschaft. "Marc bekommt heute die letzte halbe Minute in der Kabine. Mal sehen, was er daraus macht", verriet Trainer Thomas Tuchel vor dem Spiel.


Seine Mannschaft hatte der Coach mit einigen Überraschungen auf den Rasen des Stade Louis II geschickt. Kapitän Marcel Schmelzer und Ousmane Dembele saßen nur auf der Bank, für sie rückten der länger verletzte Erik Durm und Europameister Raphael Guerreiro in die in einem 3-4-2-1-System angeordnete Startformation. Für Verärgerung bei Tuchel sorgte vor Spielbeginn das Verhalten der Polizei. Diese hinderte den BVB-Mannschaftsbus ohne Angaben von Gründen an der Abfahrt zum Stadion. "Wir wussten nicht, was los war. Diese Viertelstunde sorgt dafür, dass wir nicht an Fußball denken konnten, obwohl wir eigentlich gut auf das Spiel vorbereitet waren", sagte Tuchel.


Partie begann mit Verspätung

Als die Begegnung mit fünfminütiger Verspätung begann, leisteten sich die Gäste in der Anfangsphase haarsträubende Fehler. Durm ließ Benjamin Mendy laufen, auch Lukasz Piszczek griff den Außenverteidiger nicht an. Dessen Schuss ließ Torhüter Roman Bürki vor die Füße von Mbappe prallen, der aus kurzer Distanz einschob. Das erst 18 Jahre alte französische Wunderkind hatte schon im Hinspiel doppelt getroffen. Nach dem Gegentor musste der BVB mindestens drei Treffer erzielen - und gegen die nicht immer sattelfeste Abwehr der Gastgeber ergaben sich Chancen. Reus scheiterte an Torhüter Danijel Subasic (10.), Nuri Sahin schlenzte einen Freistoß an den Innenpfosten (14.).

Doch gegen die offensivstarken Monegassen, die in der Liga in 32 Spielen bemerkenswerte 90 Tore erzielt haben, offenbarte auch die BVB-Defensive große Probleme. Beim zweiten Gegentreffer durch Falcao ließ Weltmeister Matthias Ginter den Star-Stürmer der Gastgeber unbedrängt einköpfen. Tuchel hatte genug gesehen und korrigierte nach 27 Minuten seine Aufstellung. Für den schwachen Durm kam Dembele, das System wechselte in ein 4-2-3-1. Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Schmelzer für den bis dahin guten Sahin und der BVB zum Anschluss. Eine schöne Vorarbeit von Dembele verwertete Reus. Dortmund bewies Moral und spielte beherzt nach vorne. Monaco blieb bei den Kontern aber stets gefährlich, Germain überwand 22 Sekunden nach seiner Einwechslung Bürki zum 3:1.

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