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UEFA: Mehr Investments und Gehaltsobergrenze

Čeferin über Super League, Financial Fair Play und Rassismus

von Markus Harm

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin will mehr Investments bei europäischen Vereinen und eine Gehaltsobergrenze einziehen. Der Super League erteilt er weiterhin eine Absage.

Videolänge:
3 min
Datum:
08.12.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.02.2022

"Dieses Projekt ist der größte Quatsch in der Geschichte des Fußballs“, sagt der Chef des europäischen Fußballverbands Čeferin im Interview mit ZDF-Sportreporter Markus Harm, mit Blick auf die geplante aber vorerst gescheiterte Super-League bestehend 20 internationalen Topklubs.

Besonders die Unterstützung der EU und der EU-Kommission spiele eine entscheidende Rolle, um sich dieser erstmals im April dieses Jahrs aufgebrachten Idee entgegenzustellen. Das Voranstellen kommerzieller Interessen durch ein solches Projekt "würde den Fußball in seiner jetzigen Form töten".

"Kannibalistisch gegenüber dem Frauenfußball"

Auch bezüglich des Vorschlags von FIFA-Chef Giovanni Infantino, die Fußball-WM künftig alle zwei Jahre auszutragen, hat Čeferin eine klare Meinung: Es sei "ein riesiger Schwachsinn". Eine solche Entscheidung sei "kannibalistisch gegenüber dem Frauenfußball, […] anderen Sportarten [… und] auch den Olympischen Spielen". Zwar würde auch UEFA finanziell davon profitieren, aber darauf könnte man diesem Fall gut verzichten. 

Angesprochen auf mögliche Veränderungen des eigenen Financial Fair Play Systems deutet Čeferin an, dass höhere Investments für alle Vereine in einem neuen stabilen Rahmen unumgänglich seien. Auch Gehaltsobergrenzen angepasst an die jeweiligen Vereinseinnahmen würden kommen und Klubverschuldungen würden akzeptiert werden.

Finanzielle Einbußen für deutsche Klubs

Das wäre für deutsche Mannschaften mit finanziellen Einbußen verbunden: Die sogenannte 50+1-Regel beschränkt die Möglichkeiten von Investoren, da ihr zufolge der Mehrheit der Vereinsanteile in den Händen der Klubmitglieder liegen soll. Mit den Konsequenzen müsse man selbst umgehen deutet der UEFA-Chef an. Er selbst ist zwiegespalten was diese Regelung im deutschen Fußball betrifft – "es gibt Vor- und Nachtteile".

Hinsichtlich Rassismus im Fußball ist sich Čeferin sicher: "Diese Extremisten haben überhaupt nichts übrig für den" Sport. Oftmals würde dieser nur als Bildfläche gesellschaftlicher und politischer Probleme genutzt, vor allem in der aktuellen Zeit.

Rassismus aus Stadien verbannen

Außerdem bekennt er, dass die UEFA sich bei der EM im vergangenen Sommer besser hätte positionieren können. Über ein härteres Durchgreifen müsse jedoch "die unabhängige Disziplinarkommission entscheiden". Mit Blick auf einen extrem geringen Anteil von "dummen Idioten" in Stadien, reiche es aber Zuschauerverbote auszusprechen – "hart und für mich die richtige Entscheidung", so der UEFA-Präsident im ZDF-Interview. Nur ein Schritt, um Rassismus aus den Stadien zu verbannen.

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