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BVB verliert bei Inter - RBL ringt Zenit nieder

Fußball - Champions League | Gruppenphase - 3. Spieltag

Borussia Dortmund hat auf dem Weg in die K.o.-Runde der Champions League einen Rückschlag hinnehmen müssen: Der BVB unterlag bei Inter Mailand nach schwacher Leistung mit 0:2 (0:1). Gruppengegner Barcelona gewann hingegen 2:1 (1:0) in Prag. Auch Liverpool siegte souverän 4:1 (1:0) bei Genk. Zuvor gewann RBL 2:1 (0:1) gegen Zenit St. Petersburg. Zeitgleich verlor Ajax Amsterdam zuhause gegen den FC Chelsea mit 0:1 (0:0).

Axel Witsel
Ein niedergeschlagener Axel Witsel beim Spiel Inter Mailand gegen Borussia Dortmund.
Quelle: Imago

Inter Mailand - Borussia Dortmund 2:0 (1:0)

Jede Menge Ballbesitz, aber kaum Torgefahr - Borussia Dortmund hat nach einer taktischen Lehrstunde die gute Ausgangslage in der Champions League leichtfertig verspielt. Beim 0:2 (0:1) bei Inter Mailand musste der entthronte Tabellenführer der Gruppe F im dritten Spiel die erste Niederlage hinnehmen und steht vor dem Rückspiel gegen die gnadenlos effektiven Italiener in zwei Wochen unter Zugzwang. Lautaro Martínez (22. Minute) und Antonio Candreva (89.) besiegelten am Mittwoch vor 60 000 Zuschauern im San-Siro-Stadion die vermeidbare Niederlage, die kaum als Mutmacher für das prestigeträchtige Revierderby am Samstag beim FC Schalke taugt.

BVB-Torwart Roman Bürki, der nach überstandener Kapselverletzung im Knie rechtzeitig fit geworden war, zeichnete sich mit einem gehaltenen Foulelfmeter in der 83. Minute gegen Martínez aus, was aber nichts nutzte. Ohne Kapitän Marco Reus, der mit grippalem Infekt in Deutschland geblieben war, sollten Julian Brandt, Thorgan Hazard und der nach seiner Suspendierung zurückgekehrte Jadon Sancho für Gefahr sorgen. Im ungewohnten 3-4-3-System hatten die BVB-Stürmer gegen die dichte Abwehr der Gastgeber aber große Mühe, ihre Schnelligkeit auszuspielen. Der 18-malige italienische Meister agierte dagegen abwartend, abgeklärt und bot kaum Raum an. Ein guter Torschuss in der ersten Halbzeit reichte Inter zur Führung.

BVB wirkte vor dem Tor ratlos

Axel Witsel bemühte sich nach der Pause darum, das Dortmunder Spiel etwas schwungvoller aufzuziehen. Am gegnerischen Strafraum aber machte sich meist Ratlosigkeit breit, erst Brandts abgefälschter 16-Meter-Schuss wurde gefährlich (65.). Inter spielte in dieser Phase mit dem Feuer und schaltete komplett auf Passivität. Favre brachte Mahmoud Dahoud für Thomas Delaney und löste zugunsten der Offensive eine Absicherung im defensiven Mittelfeld auf. Eine wirkliche Schlussoffensive jedoch gab es nicht: Pässe kamen zu selten an, Flanken waren sichere Beute der teils zwei Mailänder Viererketten im Strafraum, auch im Eins-gegen-Eins ging wenig.

In der letzten Viertelstunde durfte Brandt nach hinten rücken, wo er sich deutlich wohler fühlt. Jacob Bruun Larsen spielte nun ganz vorne. Eine große Chance vergab Sancho, der am Fünfmeterraum im Gestocher den Ball nicht traf (75.). Nach einem Foul von Hummels an Sebastiano Esposito vergab Martinez vom Elfmeterpunkt die Entscheidung. Bürki hielt den BVB im Spiel - letztlich umsonst.

RB Leipzig - Zenit St. Petersburg 2:1 (0:1)

Dank eines Traumtors von Marcel Sabitzer hat RB Leipzig seine Ergebniskrise gestoppt und kann nun wieder von der K.o.-Runde der Champions League träumen. Nach vier sieglosen Pflichtspielen drehte das Team von Julian Nagelsmann einen Rückstand gegen den russischen Meister Zenit St. Petersburg und gewann am Mittwochabend mit 2:1 (0:1). Vor 41.058 Zuschauern in der Red-Bull- Arena brachte der Ukrainer Jaroslaw Rakyzkyj die Gäste in der 25. Minute in Führung. Konrad Laimer glich aus (49.), ehe Sabitzer (59.) mit einem sehenswerten Treffer in den Winkel das 2:1 markierte. In der Tabelle der Gruppe G zog Leipzig an St. Petersburg vorbei.

Die erste Überraschung kam schon vor dem Anpfiff: Nagelsmann gab Ademola Lookman im Angriff neben Nationalstürmer Timo Werner den Vorzug. Lookman feierte damit sein Startelfdebüt in dieser Saison. Insgesamt nahm der RB-Coach vier Änderungen im Vergleich zum 1:1 gegen den VfL Wolfsburg vor: So rückten Kevin Kampl, Nordi Mukiele und Emil Forsberg in die Startelf.

Leipzig von Beginn an aktiver

Nordi Mukiele (2.v.l.) und Artem Dzyuba
Nordi Mukiele (2.v.l.) und Artem Dzyuba
Quelle: ap

Der Bundesliga-Fünfte aus Leipzig übernahm sofort die Initative. Nach nur 54 Sekunden lenkte Zenit-Keeper Michail Kerschakow einen Schuss von Laimer aus 22 Metern an die Latte. Das 1:0 verpasste auch Sabitzer (14.) ganz knapp mit einem Volleyschuss aus halbrechter Position nach einer Direktablage von Mukiele. Leipzig machte das Spiel, Zenit verteidigte mit allen Kräften. Dann erwischte es RB eiskalt: Nach einer Kopfballabwehr von Willi Orban direkt ins Zentrum zog Verteidiger Rakyzkyj volley aus 22 Metern ab - Keeper Peter Gulacsi konnte den präzisen Ball nicht halten.

Die Sachsen rafften sich schnell wieder auf, Nagelsmann trieb sein Team an: «Weiter, weiter!», rief er von der Seitenlinie. Werner wurde von Sabitzer im Strafraum bedient, drosch den Ball aber weit übers Tor (40.). Insgesamt leisteten sich die Gastgeber vor der Pause zu viele Ungenauigkeiten, die Fehlerquote im Passspiel war zu hoch. Und an der Strafraumgrenze waren die Leipziger oft mit ihrem Latein am Ende. Statt steil in die Tiefe spielten Forsberg und Co. zu oft quer.

RBL steigert sich nach der Pause

So sah sich Nagelsmann zum Wechseln gezwungen. Für die glücklosen Werner kam nach Wiederanpfiff Matheus Cunha ins Spiel. Sofort brachte er mit einem Fallrückzieher aus Nahdistanz (49.) Torgefahr. Quasi im nächsten Angriff folgte der Ausgleich durch Laimer, der nach einem Doppelpass mit Sabitzer vollendete. Das Traumtor von Sabitzer - aus 15 Metern schlug der Ball im Torwinkel ein - war der Lohn für die beachtliche Steigerung der Gastgeber nach der Pause. Der für Werner eingewechselte Brasilianer Matheus Cunha vergab in der Schlussphase zwei hochkarätige Torchancen - ein 3:1 wäre nicht unverdient gewesen.

Es war bereits das dritte Duell der beiden Mannschaften - und der zweite Leipziger Sieg. Im Achtelfinale der Europa League hatte RB am 8. März 2018 gegen Zenit mit 2:1 gewonnen; mit dem 1:1 in Petersburg machten die Sachsen danach den Einzug ins Viertelfinale perfekt. Diesmal findet das Rückspiel am 5. November in der Stadt an der Newa statt.

Liverpool, Neapel und Barca siegen

Titelverteidiger FC Liverpool hat in der Champions League im dritten Spiel den zweiten Sieg gefeiert und Platz zwei in der Gruppe E übernommen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp fertigte am Mittwochabend den Außenseiter KRC Genk in Belgien mit 4:1 (1:0) ab und hat sechs Punkte auf dem Konto. Alex Oxlade-Chamberlain brachte die Reds mit seinen Treffern in der 2. und 57. Minute auf Kurs, Sadio Mané (77.) und Mohamed Salah (87.) legten nach.

Im Parallelspiel der Gruppe setzte sich SSC Neapel mit 3:2 (1:1) bei RB Salzburg durch und verteidigte die Tabellenführung. Dries Mertens traf für die Gäste doppelt (17./64.).

In der Gruppe F ist der FC Barcelona nach einem 2:1 (1:0) bei Slavia Prag mit sieben Punkten neuer Spitzenreiter, weil Borussia Dortmund zeitgleich bei Inter Mailand mit 0:2 (0:1) verlor. Superstar Lionel Messi brachte die Katalanen mit seinem Treffer in der 3. Minute früh in Führung, Jan Boril glich für die Tschechen aus (50.), sein Teamkollege Peter Olayinka traf ins eigene Tor (57.).

Ajax Amsterdam - FC Chelsea 0:1 (0:0)

FC Chelsea hat dem Vorjahreshalbfinalisten Ajax Amsterdam in der Gruppenphase der Champions League die erste Niederlage beigebracht. Am dritten Spieltag traf Joker Michy Batshuayi (86.) kurz vor Schluss zum 1:0 (0:0) beim niederländischen Rekordmeister. Mit dem zweiten Sieg löste der Europa-League-Sieger die punktgleichen Gastgeber an der Tabellenspitze der Gruppe H ab, am Abend könnte der FC Valencia mit einem Erfolg beim Schlusslicht OSC Lille nach Punkten zu den beiden Spitzenreitern aufschließen.

Im Johan-Cruyff-Stadion hatte Chelsea zwar mehr Ballbesitz, die besseren Chancen aber zunächst Ajax: Ein Treffer von Quincy Promes (35.) zählte nach minutenlanger Videoanalyse nicht, weil der Niederländer um eine Fußspitze im Abseits stand. Edson Alvarez traf per Kopf zudem den Pfosten (54.).

Der 3. Spieltag im Liveticker

Di, 27.04.2021
Di, 27.04.2021
21:00
RM
Real Madrid
Real Madrid
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FC Chelsea
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Mi, 28.04.2021
Mi, 28.04.2021
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Di, 04.05.2021
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Mi, 05.05.2021
Mi, 05.05.2021
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