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Freund stark, Prevc stärker

Sport - Freund stark, Prevc stärker

Skispringer Severin Freund ist in Innsbruck erstmals auf das Podest gesprungen, hat aber nur noch minimale Chancen auf den ersten deutschen Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee seit 14 Jahren.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 02.01.2017, 17:34

Severin Freund ist in Innsbruck erstmals auf das Podest gesprungen, hat aber nur noch minimale Chancen auf den ersten deutschen Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee seit 14 Jahren. Als Zweiter musste er erneut dem überragenden Slowenen Peter Prevc den Vortritt lassen.

Nach Sprüngen auf 122,5 und 128 Meter vor 22.000 Zuschauern am ausverkauften Bergisel lag Freund 11,1 Punkte hinter seinem Rivalen, der auf 125 und 132 Meter kam. Prevc nimmt damit einen Vorsprung von fast 20 Punkten vor Freund zum Finale in Bischofshofen mit. Andreas Wellinger kam als Sechster zu seinem besten Saisonergebnis. Andreas Wank auf Platz neun und Richard Freitag als Zehnter komplettierten das gute deutsche Abschneiden.

Schuster mit Freund zufrieden

"Severin hat sich hier ziemlich gut geschlagen. In Anbetracht der Umstände war das gigantisch", sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF über den Oberstdorf-Sieger, der kurz vor dem Wettkampf in der Probe noch gestürzt war: "Ich bin sehr stolz auf ihn. Nach so einem Sturz muss man sich erst einmal einen Telemark trauen." "Er macht das schon extrem souverän", lobte unterdessen Freund seinen Rivalen. "Um die Tournee zu gewinnen, braucht es jetzt ein Wunder. Oder ein Unglück. Aber das wünsche ich keinem", sagte der Bayer.

Der Österreicher Michael Hayböck (247,5) musste sich zwei Tage nach Platz zwei in Garmisch-Partenkirchen mit dem fünften Rang begnügen. Da auch Titelverteidiger Stefan Kraft (231,9) nur Elfter wurde, schwinden die Chancen auf den erhofften achten Austria-Sieg in Folge auf ein Minimum. Prevc geht somit als großer Favorit in den letzten Wettbewerb an diesem Mittwoch. "Ich denke, ich kann auf diesem Level weitermachen", sagte der Weltcup-Spitzenreiter. "Aber es wird hart in Bischofshofen."

Wechselnde Winde

Vorjahressieger Richard Freitag hatte Pech mit dem Wind. "Meine Sprünge haben nicht gepasst, ich war ein bisschen zu verkrampft", sagte der Sachse. Punkte sammelte zudem Stephan Leyhe (Willingen) auf Platz 21. Leer gingen dagegen Karl Geiger (Oberstdorf/31.) und Michael Neumayer (Oberstdorf/39.).

Das gleiche Schicksal ereilte wie schon in Oberstdorf den zweimaligen Tournee-Sieger Gregor Schlierenzauer aus Österreich und überraschend auch Klingenthal-Sieger Daniel-Andre Tande aus Norwegen.

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