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Freund beendet Frust-Tournee - Kraft Favorit am Bergisel

4-Schanzentournee - Springen in Innsbruck

Sport - Freund beendet Frust-Tournee - Kraft Favorit am Bergisel

Für Severin Freund endete die ohnehin verkorkste Vierschanzentournee im Krankenbett. Lokalmatador Stefan Kraft indes möchte am Bergisel unbedingt siegen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 04.01.2018, 05:30

Markus Eisenbichler ist nach Freunds Ausstieg Deutschlands größte Hoffnung in Innsbruck. Für den Wettkampf in Innsbruck (14.00 Uhr) sind jedoch ein Wintereinbruch und Windböen vorhergesagt - auf Skispringer und Fans wartet beim traditionellen Heimauftritt der Österreicher ein Geduldsspiel.

Im Kampf um die Gesamtwertung gilt der Fokus den beiden letzten Startern. Der österreichische Quali-Sieger Stefan Kraft (134,5 Meter) und der Gesamtführende Kamil Stoch aus Polen, der die Qualifikation erneut ausgelassen hatte, treffen im direkten Duell aufeinander.

Schnupfen bedeutet das Aus

Der Schnupfen gab Severin Freund den Rest: Gesundheitlich und sportlich stark angeschlagen hat der Skisprung-Weltmeister die Reißleine gezogen und seine ohnehin verkorkste 65. Vierschanzentournee vorzeitig beendet. Als am Mittwoch in Innsbruck der Kampf um den Gesamtsieg in die heiße Phase ging, lag der 28-Jährige bereits daheim im Bett, um fit für die WM zu werden.

"Ich habe mich am Dienstag von Sprung zu Sprung schlechter gefühlt und mich im Hotel von unserem Teamarzt untersuchen lassen. Der diagnostizierte einen grippalen Infekt und hat mir eine Pause und Ruhe verordnet", sagte Freund. Der Niederbayer hatte zuvor in der Qualifikation für das Bergisel-Springen mit einem Hüpfer auf 116,5 m nur den 47. Platz belegt.

Chancenlos in Innsbruck

Freund hatte als 22. der Gesamtwertung ohnehin keine Chance mehr auf eine Topplatzierung gehabt, daher stieg er bei seiner zehnten Tournee-Teilnahme erstmals freiwillig vorzeitig aus. "Das ist zwar bitter, aber da es in der Saison noch einiges zu holen gibt, wäre es unklug, nicht auf den eigenen Körper zu hören", sagt er. Ende Februar beginnt in Lahti die nordische Ski-WM, in Finnland geht der DSV-Adler als Titelverteidiger an den Start.

Ob Freund bis dahin in Medaillenform kommt, erscheint allerdings fraglicher denn je. Bedingt durch seine Hüft-Operation im Frühjahr, Folge eines Sturzes vor genau einem Jahr in Innsbruck, musste er sich zuletzt mit Platzierungen um Rang 20 begnügen. Bundestrainer Werner Schuster hatte schon in Garmisch-Partenkirchen angedeutet, seinem Vorflieger möglicherweise eine Weltcup-Pause zu verordnen, damit Freund Zeit zum Trainieren hat.

Wettkampfpause verordnet

Für die Tournee jedenfalls reichten Freunds Kräfte nicht mehr. Am Dienstagmorgen hatten sich die ersten Anzeichen auf den beginnenden Infekt gezeigt, nach der Qualifikation erbrachte ein Arztbesuch Gewissheit. "Ich habe Severin eine Wettkampfpause verordnet und die Abreise aus dem Teamhotel empfohlen", sagte DSV-Mannschaftsarzt Dr. Mark Dorfmüller: "Leistungssport auf höchstem Niveau macht unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn."

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