Sie sind hier:

Heim-WM als nächster Entwicklungsschritt

DEB-Team im Training

DEB-Präsident Franz Reindl ist angetreten, um das deutsche Eishockey nach vorne zu bringen. Seine Reformen zeigen Wirkung. Die Heim-WM (5. bis 21.5.) ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die das DEB-Team wieder näher an die Weltspitze heran b...

Datum:
04.05.2017
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar
Eishockey-WM 2010 auf Schalke
77.803 Eishockey-Fans auf Schalke sahen 2010 den DEB-Sieg über Favorit USA (2:1).
Quelle: imago

Wer dabei war, als die Eishockey-Weltmeisterschaft zuletzt in Deutschland gastierte, schwärmt noch heute davon. "2010 war ein gutes Jahr mit großartigen Erinnerungen", sagt etwa der damalige DEB-Angreifer John Tripp. Nicht zuletzt erinnert er sich an den Zuschauer-Weltrekord im Eishockey, "die Erfahrung auf Schalke vor fast 78.000 Zuschauern". Genau 77.803 Fans kamen damals zum Auftaktspiel der Eishockey-WM. Und passend zu der Rekordkulisse schaffte die deutsche Auswahl auch noch einen 2:1-Sieg über Favorit USA.

Der deutschen Mannschaft gelang bei der WM 2010 überhaupt Herausragendes. Als großer Außenseiter erreichte das DEB-Team sensationell das Halbfinale. Doch es folgte ein Sommer der schlechten Nachrichten: Mit den Frankfurt Lions und den Kassel Huskies mussten zwei DEL-Teams wegen Finanzproblemen die Liga verlassen, weitere Klubs wie die traditionsreichen Kölner Haie blickten zeitweise in den Abgrund. Ernüchterung statt WM-Euphorie.

Aus Versäumnissen gelernt

DEB-Präsident Franz Reindl
DEB-Präsident Franz Reindl mit dem WM-Puck.
Quelle: dpa

Glaubt man dem heutigen DEB-Präsidenten Franz Reindl, lag das jedoch nicht allein an den finanziellen Turbulenzen der Klubs: "Damals wurde versäumt, Nutzen aus der WM zu ziehen. Es fehlte an langfristigen Konzepten, das geweckte Interesse an der Sportart Eishockey in Deutschland zu festigen." Reindl versichert: "Diesmal sind wir vorbereitet."

Tatsächlich präsentiert sich das deutsche Eishockey 2017 in einem anderen Zustand als bei der letzten WM in Deutschland vor sieben Jahren. Unter anderem legte der seit drei Jahren amtierende DEB-Präsident Reindl die jahrzehntelangen Streitigkeiten mit der Profiliga bei und integrierte die vormals unabhängig organisierten Profivereine wieder in den Verband. Diese zahlen nun Mitgliedsbeiträge an den DEB, der damit nicht nur seine Finanznöte beseitigte, sondern auch massiv in die Ausbildung des Eishockey-Nachwuchses in ganz Deutschland investieren konnte.

Fokus auf Eishockey-Nachwuchs

Ein umfassendes Programm mit dem Titel "Powerplay 2026" soll dafür sorgen, dass die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft mittelfristig als ernsthafter Medaillenkandidat zu Weltmeisterschaften fährt. Angesichts der notorischen Streitigkeiten und der Reformunfähigkeit im deutschen Eishockey wurden die Reindl-Maßnahmen auch schon als "Revolution" bezeichnet.

"Die Änderungen waren notwendig", findet Ex-Nationalspieler Tripp, der aus seinem Geburtsland Kanada ein ungleich professionelleres Ausbildungssystem kennt: "Die Zeit mit den jungen Spielern gut zu nutzen, kann einen positiven Effekt auf die nächsten Generationen junger Eishockeyspieler haben."

Unter Sturm läuft es

Auch bei der Besetzung des Bundestrainerpostens bewies Reindl Geschick und gewann vor knapp zwei Jahren den ehemaligen NHL-Star Marco Sturm als neuen Chefcoach. Seither läuft es beim DEB-Team: Im Vorjahr gelang der Einzug ins WM-Viertelfinale und auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2018 meisterte die deutsche Auswahl.„Marco Sturm findet den richtigen Weg“, so Reindl. „Er bindet herausragende Spielerpersönlichkeiten aus der NHL,  DEL und andere in die Nationalmannschaft ein und formt aus ihnen eine kompakte Mannschaft.“ 

Nun ist es an den Spielern, die große Chance zu nutzen, die die Heim-WM (5. bis 21. Mai) für den Eishockeysport in Deutschland bietet. Auf eine Wiederholung des Halbfinal-Einzugs von 2010 wagt Reindl jedoch derzeit noch nicht zu hoffen: „Das Viertelfinale wäre ein Traum, realistisch gesehen wird das hart.“

Eishockey-WM in Köln und Paris

Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.