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Skispringer Freund Dritter, Kombinierer Frenzel Zweiter

Sport - Skispringer Freund Dritter, Kombinierer Frenzel Zweiter

Nachdem Severin Freund beim Skisprung-Weltcup in Almaty (Kasachstan) auf den dritten Platz gesprungen ist, zeigt sich Bundestrainer Werner Schuster im ZDF-Interview zufrieden.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.02.2017, 13:50

Severin Freund hat beim Skisprung-Weltcup in Almaty den 50. Podestplatz seiner Karriere gefeiert. Der Weltmeister sprang in Kasachstan mit zweimal 135 Metern auf den dritten Rang. Weltcup-Spitzenreiter Peter Prevc (SLO) kam mit Sprüngen auf 141 und 137,5 Metern zu seinem 12. Saisonsieg. Bei den Kombinierern ist Eric Frenzel in Val di Fiemme beim Sieg von Bernhard Gruber (AUT) auf Rang zwei gelaufen.

Frenzel hat damit vorzeitig den Gesamtweltcup gewonnen, sein vierter Triumph nacheinander. Der 27-Jährige kann von seinem Verfolger, dem Japaner Akito Watabe nicht mehr eingeholt werden, nachdem dieser bei noch drei ausstehenden Rennen und 203 Punkten Rückstand im zweiten Rennen am Sonntag (10 und 15 Uhr/ZDF)  nicht starten wird. Watabe konnte schon am Samstag wegen eines fiebrigen Infekts nicht antreten. Frenzel hat damit als erst zweiter Kombinierer nach dem großen Finnen Hannu Manninen (2004 bis 2007) viermal den Gesamtweltcup geholt.

Auch Prevc kurz vor Gesamt-Triumph

Prevc kann bereits am Sonntag den Gesamt-Triumph perfekt machen. Zweiter wurde Michael Hayböck (AUT), der 138 und 133 Meter weit sprang.Für die übrigen deutschen Springer reichte es bei heftigem Rückenwind nicht zu einem Top-Ten-Resultat. Stephan Leyhe wurde 15., Karl Geiger 17. und der leicht kränkelnde Andreas Wank 18.

Für Andreas Wellinger reichte es nur zum 20. Platz, Richard Freitag musste sich sogar mit Rang 25 begnügen. Markus Eisenbichler schied als 31. aus.

Kilde mit zweitem Saisonsieg

Ski-Rennläufer Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen hat beim Super-G im österreichischen Hinterstoder seinen zweiten Weltcup-Sieg gefeiert. Wie vor vier Wochen bei der Abfahrt in Garmisch gewann der 23-Jährige auch diesmal vor Bostjan Kline aus Slowenien (+0,24 Sek.).

Rang drei bei den Männern belegte Marcel Hirscher aus Österreich (+0,35), der damit seinen Vorsprung im Gesamtweltcup vor Kildes Landsmann Henrik Kristoffersen weiter ausbaute. Kristoffersen wird erst beim Riesenslalom am Sonntag (09.30/12.30 Uhr) wieder am Start stehen. Die fünfte große Kristallkugel in Serie wird für Hirscher immer wahrscheinlicher. Aus dem deutschen Team schaffte es Andreas Sander auf Rang 14, auch Klaus Brander als 19. holte Weltcup-Punkte. Nur Thomas Dreßen verpasst auf Platz 44 die Top 30.

Gut verpasst Top-15

Der Sieg der Italienerin Federica Brignone bei den Frauen war von einem möglicherweise folgenschweren Sturz von Lindsey Vonn überschattet. Die Italienerin profitierte beim Super G am Samstag in Soldeu/Andorra von völlig unterschiedlichen Bedingungen und setzte sich vor Laurenne Ross aus den USA und der Österreicherin Tamara Tippler durch. Die Sportlerinnen aus der Spitzengruppe hatten bei anhaltendem Neuschnee keine Chance auf das Podium.

Viktoria Rebensburg aus dem deutschen Team schlug sich als Siebte nach 35 Starterinnen sehr achtbar. Lara Gut aus der Schweiz verpasste dagegen die besten 15 Ränge und bleibt in der Gesamtwertung hinter Vonn auf Rang zwei.

Carina Vogt kommt nicht in Schwung

Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt (Degenfeld) hat auch beim Weltcup in Almaty enttäuscht. Die in dieser Saison formschwache 24-Jährige landete beim ersten von zwei Springen in Kasachstans früherer Hauptstadt nur auf Platz 13. Ihren 13. Sieg im 16. Saison-Wettkampf sicherte sich die Japanerin Sara Takanashi, beste Deutsche war Juliane Seyfarth (Ruhla) auf Platz neun.
Takanashi, die bereits als Siegerin im Gesamtweltcup feststand, setzte sich nach Sprüngen auf 101,0 und 103,0 m mit 252,6 Punkten vor den Österreicherinnen Daniela Iraschko-Stolz (245,3) und Jacqueline Seifriedsberger (239,2) durch. Die Ausnahme-Athletin hat damit seit der Einführung des Weltcups im Jahr 2011 43 von 78 Wettbewerben gewonnen.

Althaus auf Rang 16
Seyfarth kam nach Sprüngen auf 94,0 und 95,0 m auf 224,5 Punkte, Vogt (219,2) erreichte nach 93,0 im ersten nur noch 91,0 m im zweiten Durchgang. "Der erste Sprung war passabel, im zweiten habe ich wieder zu viel mit dem Oberkörper gearbeitet - dann wird es bei Rückenwind hier zäh", sagte Vogt im ZDF. Katharina Althaus (Oberstdorf) landete als drittbeste Deutsche auf Platz 16.


Das zweite Springen in Almaty am Sonntag (10.00 Uhr MEZ) könnte bereits der Schlusspunkt im Weltcup-Winter sein. Das für das kommende Wochenende geplante Saisonfinale im rumänischen Rasnov ist wegen Schneemangels und angekündigter zu hoher Temperaturen abgesagt worden. Ob und wo es einen Ersatz-Austragungsort geben wird, will die FIS am Montag mitteilen.

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