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Freund mit Schanzenrekord, Prevc Saisonbester

Sport - Freund mit Schanzenrekord, Prevc Saisonbester

Die Siegerehrung des Skispringens in Almaty/ Kasachstan mit Peter Prevz (Platz 1), Severin Freund (Platz 2) und Daniel Andre Tande (Platz 3).

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.02.2017, 13:50

Skispringer Peter Prevc hat in Almaty den Doppelschlag geschafft und erstmals den Gesamtweltcup gewonnen. Der 23-Jährige setzte sich vor Weltmeister Severin Freund durch und sicherte sich bereits sechs Springen vor Saisonende die große Kristallkugel. Das Saisonfinale im Viererbob entschied Maximilian Arndt für sich und hat damit zum zweiten Mal den Sieg in der Gesamtwertung errungen.

Der 28-jährige Arndt setzte sich am Königssee vor dem Österreicher Benjamin Maier und Zweier-Weltmeister Francesco Friedrich durch. Nico Walther (beide Oberbärenburg) belegte den vierten Platz, als bester Allrounder des Winters gewann er damit die kombinierte Weltcup-Wertung aus Zweier und Vierer.


Arndt gewann damit nach 2014 erneut die Kristallkugel in der Königsklasse. In dieser Saison stand er bei jedem Viererweltcup auf dem Podest und holte drei Siege. Ausgerechnet die WM vor einer Woche in Igls wurde aber zur großen Enttäuschung, in Österreich belegte Titelverteidiger Arndt nur den siebten Platz.

Prevc, der Überflieger

Peter Prevc
Peter Prevc, der Überflieger der Saison Quelle: Reuters/Shamil Zhumatov

Als erster Springer der Geschichte hat Prevc damit in einer Saison den Gesamtweltcup, die Vierschanzentournee und die Skiflug-WM gewonnen. Mit seinem 13. Saisonsieg egalisierte er zudem die Bestmarke des Österreichers Gregor Schlierenzauer aus der Saison 2008/09. Nach Sprüngen auf 139,5 und 139,0 m lag Prevc mit 325,9 Punkten deutlich vor Freund (137,0+141,5/314,3), der wie bei seinem dritten Platz am Samstag auf das Podest sprang und in seinem zweiten Versuch einen Schanzenrekord aufstellte. Es war Freunds elfte Top-3-Platzierung in diesem Winter. Dritter wurde der Norweger Daniel Andre Tande (310,9).


Im Gesamtweltcup hat Prevc nicht mehr aufholbare 619 Punkte Vorsprung vor Freund, der ihm im Vorjahr noch die Kristallkugel vor der Nase weggeschnappt hatte - damals waren beide Kontrahenten punktgleich, Freund hatte allerdings mehr Siege auf dem Konto.
Richard Freitag (Aue) zeigte sich nach Platz 25 am Samstag deutlich verbessert und wurde Sechster (294,6). Team-Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) sprang als Zehnter (280,3) ebenfalls in die Top 10.


Stephan Leyhe (Willingen), im ersten Springen als 15. zweitbester Deutscher, überzeugte mit einen starken elften Platz (275,3). Karl Geiger (Oberstdorf) als 20. (260,9), Markus Eisenbichler (Siegsdorf) als 21. (259,8) und Andreas Wank (Hinterzarten) als 27. (252,7) schafften es zudem in die Weltcup-Punkteränge.

Neureuther vergibt Podest-Chance

Felix Neureuther
Felix Neureuther Quelle: reuters

Felix Neureuther hat beim zweiten Weltcup-Riesenslalom in Hinterstoder/Österreich seine gute Ausgangsposition nicht nutzen können. Im Finale fiel der Partenkirchner von Rang zwei auf den sechsten Platz zurück. Auch im ersten Riesenslalom am Freitag hatte er Rang sechs belegt.

"Wenn man Zweiter nach dem ersten Lauf ist, dann will man unbedingt mehr, die Ausgangsposition war überragend", sagte Neureuther im ZDF enttäuscht.
Alexis Pinturault aus Frankreich gewann auch das zweite Rennen, diesmal vor Marcel Hirscher (Österreich) und Henrik Kristoffersen (Norwegen). Hirscher baute seinen Vorspung im Gesamtweltcup vor Kristoffersen auf 283 Punkte aus.


Auch für Neureuthers Teamkollegen lief es nicht wunschgemäß. Stefan Luitz (Bolsterlang) fiel im zweiten Lauf von Rang fünf auf Rang neun zurück, Fritz Dopfer (Garmisch) von Rang zehn auf Platz 21. Benedikt Staubitzer (Mittenwald), am Freitag hervorragender Elfter, hatte als 37. ebenso wie Dominik Schwaiger (Königssee/46.) das Finale verfehlt.

Ihle Vierter
Eisschnellläufer Nico Ihle ist bei der Sprint-WM in Südkoreas Hauptstadt Seoul hauchdünn am Podest vorbeigelaufen. Der 30-Jährige aus Chemnitz zeigte am Wochenende seinen besten Saisonwettkampf, musste sich im Vierkampf über zweimal 500 m und 1000 m mit 140,620 Punkten aber mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Zum Niederländer Kai Verbij und Bronze (140,420) fehlten Ihle nach vier Läufen umgerechnet nur zwei Zehntelsekunden.


"Es ist schon schade, aber ich möchte nicht hadern. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit dem vierten Platz. Wenn mir das jemand vor der WM gesagt hätte, hätte ich das sofort in Kauf genommen", sagte Ihle.

Rückschlag am Sonntag
Nach sehr guten Zeiten am Samstag erlitt der Olympiavierte Ihle am Sonntag über 500 m einen ersten Rückschlag. Durch einen nicht optimalen Lauf in 35,36 Sekunden fiel er vom dritten auf den sechsten Platz der Gesamtwertung zurück und stand im abschließenden 1000-m-Rennen unter Druck. "Ich habe mir gedacht, ich mache es nochmal spannend. Ich bin sehr zuversichtlich, ich fühle mich nicht so schlecht", sagte Ihle dem ZDF.


Doch auch über die lange Sprintdistanz knüpfte der Sachse in 1:10,27 Minuten nicht ganz an die starke Zeit des Vortags an (1:10,15) und musste sich am Ende mit "Blech" begnügen. Gold ging wie im Vorjahr an den Russen Pawel Kulischnikow (139,245 Punkte), der den über 1000 m doppelt erfolgreichen Niederländer Kjeld Nuis (139,995) auf Platz zwei verwies.

Seriensiegerin Takanashi
Sara Takanashi eilt im Skisprung-Weltcup der Damen weiter von Sieg zu Sieg. Am Sonntag feierte die Japanerin im kasachischen Almaty ihren 14. Saisonsieg, nachdem sie bereits am Samstag gewonnen hatte. Die bereits als Weltcup-Gesamtsiegerin feststehende Takanashi kam auf 96,5 und 102 Meter und verwies wie am Samstag die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz auf Platz zwei. Dritte wurde die Slowenin Maja Vtic. Die Amerikanerin Nita Englund flog im zweiten Durchgang bei längerem Anlauf auf 103,5 Meter und verbesserte damit Takanshis bisherigen Schanzenrekord um einen halben Meter.

Olympiasiegerin Carina Vogt belegte Rang sechs und zeigte sich damit zufrieden. Sie sprang auf 95 und 95,5 Meter. Katharina Althaus, die in dieser Woche bei den Junioren-Weltmeisterschaften zwei Medaillen gewonnen hatte, belegte Rang 13.

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