Biathlon: Dahlmeier triumphiert - Schempp Zweiter

Sport - Biathlon: Dahlmeier triumphiert - Schempp Zweiter

Ganz im Zeichen des Wintersports mit der Biathlon-Verfolgung der Damen, Skispringen aus Nischni Tagil, dem deutschen Herren-Zweierbob und dem Riesenslalom mit Felix Neureuther.

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2 min
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Video verfügbar bis 13.12.2016, 00:10

Die deutschen Biathletinnen sorgen weiter für Furore. Einen Tag nach dem Dreifach-Erfolg im Sprint gab es beim Weltcup in Hochfilzen einen Doppel-Sieg in der Verfolgung. Diesmal gewann Laura Dahlmeier. Simon Schempp musste sich einen Tag nach seinem Sprint-Erfolg im Verfolgungsrennen von Hochfilzen nur von Martin Fourcade geschlagen geben.

Simon Schempp
Simon Schempp Quelle: AP Photo/Kerstin Joensson

Schempp hatte nach den 12,5 Kilometern einen Rückstand von 7,5 Sekunden auf den Franzosen. Der 27-Jährige musste zwar nur einmal in die Strafrunde. Fourcade leistete sich zwei Schießfehler, setzte sich aber dennoch durch. Dritter wurde der Russe Anton Schipulin. In die Top Ten kam als Neunter auch Andreas Birnbacher. Schempp hatte das Sieg-Double in der letzten und vorletzten Saison beim Weltcup in Antholz geschafft.

"Ein perfekter Tag"

"Es ist ein Traum, ein perfekter Tag für mich", sagte Laura Dahlmeier. Die 22-Jährige hatte nach den zehn Kilometern 13,3 Sekunden Vorsprung vor Maren Hammerschmidt. Die Winterbergerin war schon am Vortag als Zweite hinter Franziska Hildebrand urplötzlich ins Rampenlicht gestürmt.  "Ich hätte nicht gedacht, dass es wieder so gut läuft", sagte die 26-Jährige nach ihrem neuerlichen Klasserennen. "Es ist wichtig, dass ich gemerkt habe, dass ich es wieder schaffen kann."

Laura Dahlmeier wunderte sich über sich selbst. "Vor ein paar Wochen hätte ich das nicht geglaubt", befand sie. Nach ihrem dritten Weltcup-Sieg spielte sie auf die verkorkste Vorbereitung wegen ihrer gesundheitlichen Probleme an. "Ich wusste, die Ausgangsposition ist gut, aber dass es so aufgegangen ist, ist schon erstaunlich." Die Sprint-Sechste musste einmal in die Strafrunde, gewann aber mit einem komfortablen Vorsprung vor Hammerschmidt.

Hildebrand vergeigt letztes Schießen

"Ich habe versucht, von Anfang an mein Rennen zu machen. Ich wollte schnell aufschließen. Das ist mir gut gelungen", beschrieb Dahlmeier ihre Strategie bei ihrem zweiten Saison-Rennen. "Ich habe versucht, mich beim letzten Schießen nicht kirre machen zu lassen."

Sprint-Siegerin Franziska Hildebrand dagegen vergab ihren möglichen Doppelschlag und den Sprung ins Gelbe Trikot der Weltcup-Spitzenreiterin beim letzten Schießen. Da leistete sich die 28-Jährige ihren zweiten Fehlschuss. Sie wurde deshalb am Ende  Vierte hinter Gabriela Soukalova. Die Tschechin verteidigte damit auch ihre Spitzenposition im Gesamt-Weltcup.

Gössner: "Muss zufrieden sein"

Miriam Gössner, am Vortag noch Dritte, beendete ihr tolles sportliches Comeback nach langer gesundheitliche Leidenszeit nach vier Strafrunden mit Platz 15. "Die vier Fehler sind grundsätzlich egal. Wenn ich weiß, wo ich herkomme, muss ich zufrieden sein", sagte die Garmischerin. Wie gut die Form der deutschen Skijägerinnen ist, zeigte Franziska Preuß als Elfte. Vanessa Hinz beendete das engste Verfolgungsrennen auf Platz 29. Für das Staffelrennen am Sonntag hat Damen-Bundestrainer Gerald Hönig die Qual der Wahl.

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