Sie sind hier:

Dahlmeier gewinnt Verfolgung - DSV-Adler holen Teamsieg

Sport - Dahlmeier gewinnt Verfolgung - DSV-Adler holen Teamsieg

Mit einer starken Laufeistung nach dem letzten Schießen hat sich Laura Dahlmeier den Sieg im Verfolgungsrennen gesichert. Sie gewann in Ruhpolding vor der Tschechin Gabriela Soukalova.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 08.01.2017, 20:19

Nach dem Sprint-Sieg von Franziska Hildebrand hat Laura Dahlmeier nachgelegt und beim Biathlon-Heimweltcup in Ruhpolding das Verfolgungsrennen gewonnen. Die Männer kamen dagegen nicht in die Top Ten. Lindsey Vonn hat im Ski Alpin den nächsten Rekord gebrochen. In Willingen holten sich die DSV-Adler den Teamsieg mit nur einem Durchgang.

Dahlmeier feierte in Ruhpolding nach einer glänzenden Vorstellung den fünften Weltcuperfolg ihrer Karriere. Nach Rang vier im Sprint lief die 22-Jährige über zehn Kilometer mit 7,3 Sekunden Vorsprung vor der Tschechin Gabriela Soukalova auf den ersten Platz. Dritte wurde die Italienerin Dorothea Wierer (53,6 Sekunden zurück).

Willenskraft war entscheidend

Dahlmeier sicherte sich diesen Sieg vor allem durch ihre Willenskraft. Kurz vor dem Ziel überholte sie Soukalova auf der Abfahrt und ließ sich diesen kleinen Vorsprung auch nicht mehr nehmen. "Es war ganz schön hart, auf der letzten Runde war es ein brutaler Fight. Ich hätte mir gewünscht, dass ich auf der Couch sitze und mir das im Fernsehen hätte anschauen können", sagte Dahlmeier nach dem Biathlon-Krimi und stellte fest: "Ich bin so happy über meinen ersten Sieg in Ruhpolding."

Sprint-Siegerin Franziska Hildebrand konnte nicht ganz an die Leistung vom Freitag anknüpfen und wurde nach insgesamt vier Schießfehlern Neunte. Drittbeste deutsche Ahtletin war Vanessa Hinz auf dem 29. Rang. Miriam Gössner wurde 38., Maren Hammerschmidt kam auf Rang 42, Luise Kummer auf Platz 51.

Ohne Schempp geht nicht viel

Die deutschen Biathleten haben hingegen sogar die Top Ten verpasst. Der Sprint-Neunte Andreas Birnbacher lief als Bester auf Rang 15 und hatte nach zwei Schießfehlern 1:07,2 Minuten Rückstand auf Überraschungssieger Simon Eder. Der Österreicher holte sich seinen dritten Weltcupsieg. Zweiter über die 12,5 Kilometer wurde am Samstag vor 9000 Zuschauern in der Chiemgau-Arena Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade aus Frankreich vor dem Tschechen Michal Slesinger.

Simon Schempp
Zum Zuschauen verdammt: Simon Schempp Quelle: imago

Zweitbester deutsche Skijäger war Arnd Peiffer. Nach drei Strafrunden lag er als 28. gleich 2:12,8 Minuten zurück. Verfolgungs-Weltmeister Erik Lesser wurde 34., Daniel Böhm beendete das Rennen auf Rang 37. Das Duo wartet damit weiter auf die WM-Qualifikation. Ob der derzeit beste deutsche Biathlet Simon Schempp am Sonntag im Massenstart an den Start geht, entscheidet sich erst am Sonntag kurz vor dem Rennen (12:15 Uhr). Man wolle "noch die Nacht abwarten, ob sich der Zustand entscheidend verbessert", teilte der DSV mit. "Zuschauen und dann noch ausgerechnet beim Heimweltcup tut doppelt weh", schrieb Schempp auf seinem Facebook-Profil.

DSV-Skispringer gewinnen Abbruchspringen

Die deutschen Skispringer Severin Freund, Andreas Wellinger, Andreas Wank und Richard Freitag posieren vor dem Wettkampf in Willingen (Hessen).
Das siegreiche Team von Willingen Quelle: Arne Dedert/dpa

Ein überragender Severin Freund hat Deutschlands Skispringer beim Heim-Weltcup in Willingen zum ersten Teamsieg seit sechs Jahren geführt. Mit einem Superflug auf 149 Meter krönte der Weltmeister am Samstag einen starken Auftritt des DSV-Quartetts, das Norwegen in dem wegen zu starken Windes im zweiten Durchgang abgebrochenen Wettbewerb hauchdünn hinter sich ließ. "Das ist eine ganz coole Geschichte. Wir kommen voran, die Mannschaft ist gut aufgestellt", sagte Bundestrainer Werner Schuster.


Mit 538,6 Punkten verwiesen Andreas Wank, Andreas Wellinger, Richard Freitag und Freund die starken Norweger um 0,6 Punkte auf Rang zwei. Zum Lohn gab es rund 28 000 Euro Siegprämie. Dritter wurde Österreich (506,2). Slowenien mit Vierschanzententourneesieger Peter Prevc lag als Vierter mehr als 50 Punkte zurück.

Vonn zieht mit Moser-Pröll gleich

Einen weiteren Rekord sicherte sich indessen Speed-Queen Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerin gewann die Sprint-Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee und zog durch ihren 36. Weltcup-Sieg in dieser Disziplin mit Annemarie Moser-Pröll auf Rang eins der ewigen Bestenliste gleich.

Insgesamt holte Vonn am Samstag in Österreich den 72. Weltcup-Sieg ihrer Karriere und baute diese Bestmarke weiter aus. Rang zwei ging mit einer Sekunde Rückstand an Larisa Yurkiw aus Kanada, Dritte wurde Cornelia Hütter aus Österreich. Viktoria Rebensburg verbesserte sich in dem in zwei Durchgängen ausgetragenen Wettkampf von Rang neun noch auf Platz sechs.

Weltcupsieg für Wendl/Arlt

Ein bisschen besser machte es das Rodel-Doppel Tobias Wendl und Tobias Arlt im lettischen Sigulda. Das Duo holte sich den Sieg und damit die Führung in der Gesamtwertung. Die Olympiasieger und Weltmeister profitierten dabei von einem Missgeschick der nationalen Konkurrenten Toni Eggert/Sascha Benecken, die durch einen Sturz im ersten Lauf die Chance auf eine gute Platzierung vergaben.

Rang zwei sicherten sich die Letten Oskars Gudramovics/Peteris Kalnins vor Peter Penz und Georg Fischler aus Österreich. Die Winterberger Robin Geueke/David Gamm belegten nur den 19. Platz, Eggert/Benecken wurden noch als 21. gewertet.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet