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Deutsche Biathletinnen knapp geschlagen

Sport - Deutsche Biathletinnen knapp geschlagen

Trotz technischer Probleme beim Nachladen von Maren Hammerschmidt belegten die deutschen Damen Rang Zwei in der Staffel. In einem Photo-Finish kamen sie nur 0.2 Sekunden hinter den Italienerinnen an.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.12.2016, 15:09

Die deutschen Biathletinnen haben zum Abschluss des Weltcups in Hochfilzen ihren dritten Sieg im dritten Rennen nur hauchdünn verpasst. Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt, Vanessa Hinz und Franziska Preuß mussten sich in der Staffel über 4 x 6 Kilometer im Schlussspurt Italien um 0,2 Sekunden geschlagen geben. Bei den DSV-Männern lief es in der Staffel mit insgesamt 16 Nachladern weniger gut.

Rang drei ging an die Ukraine (10 Nachlader/+ 13,1 Sekunden). Das deutsche Quartett benötigte insgesamt sieben Nachlader, Italien musste gar achtmal nachladen.

Sechs Podestplätze in Hochfilzen

Damit beendeten die deutschen Skijägerinnen den zweiten Saisonweltcup mit überragenden sechs Podestplätzen. Im Sprint hatten Hildebrand, Hammerschmidt und Miriam Gössner für einen Dreifach-Erfolg gesorgt, ehe am Samstag in der Verfolgung Siegerin Laura Dahlmeier und die zweitplatzierte Hammerschmidt für ein weiteres starken Ergebnis sorgten.

Im abschließenden Teamwettbewerb wurde Laura Dahhlmeier, Schlussläuferin der WM-Goldstaffel, ebenso geschont wie Gössner. Hildebrand und Hammerschmidt hatten Probleme mit dem Nachladen und brauchten jeweils zwei Extrapatronen. Zwischenzeitlich auf Rang neun liegend brachte Hinz die Deutschen dann mit knapp elf Sekunden in Führung. Preuß ging nach dem Fehler im letzten ihren zehn Schuss fast zeitgleich mit der Italienerin Dorothea Wierer auf die Schlussrunde. Am letzten Anstieg zog sie vorbei, aber auf der Zielgeraden hatte dann Wierer das bessere Ende für sich.

DSV-Skijäger mit 16 Nachladern

Die deutschen Biathlon-Männer verpassten auch mit zwei Staffel-Weltmeistern zum Abschluss des Weltcups in Hochfilzen das Podest deutlich. In der Formation Erik Lesser, Andreas Birnbacher, Benedikt Doll und Simon Schempp lief das DSV-Quartett über
4x7,5 km nach sagenhaften 16 Nachladern nur auf den fünften Platz. Den Sieg sicherte sich Olympiasieger Russland vor Norwegen und Frankreich.

Startläufer Lesser, wie Schempp Teil der siegreichen WM-Mannschaft, benötigte insgesamt vier Nachlader. "Das war schlecht", sagte er, "ich habe mir das Trefferbild zeigen lassen, das war ja vogelwild, was ich da gemacht habe." Besser lief es auch
nicht für Routinier Birnbacher, der alle sechs Ersatzpatronen benötigte. Doll an dritter Position schoss viermal daneben ("Ich habe mal versucht, schneller zu schießen"), Schlussläufer Schempp kam nicht mehr an die Spitze heran, machte aber immerhin noch fünf Positionen gut.

Nach drei Tagen Pause steht für die Skijäger ab Donnerstag im slowenischen Pokljuka der letzte Weltcup in diesem Jahr auf dem Programm. Zu Beginn des neuen Jahres finden dann im Januar die Heimspiele in Oberhof und Ruhpolding statt.

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