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Eisenbichler zündet spät

Skispringen - Raw-Air-Tour

Der dreimalige Weltmeister Markus Eisenbichler kommt bei der Raw Air-Tournee in Norwegen wieder in Topform. Nach einem zweiten Platz am Montag in Lillehammer will er am Abend (17:10 live im ZDF) wieder angreifen – genau wie die fliegenden Frauen um Mixed-Weltmeisterin Katharina Althaus.

Markus Eisenbichler im Interview
Markus Eisenbichler im Interview
Quelle: ZDF

Es sind auch für das Skispringen außergewöhnliche Tage. Am Montag wurde bekannt, dass zwei Personen aus dem Umfeld der derzeit laufenden Raw-Air-Tournee in Norwegen wegen des Verdachts auf eine Corona-Infektion in Quarantäne geschickt wurden. Außerdem erreichte die Skisprung-Szene die Nachricht, dass die Skiflug-Weltmeisterschaft in der kommenden Woche im slowenischen Planica ohne Zuschauer stattfinden wird.

Bestes Ergebnis des gesamten Winters

Es gab an diesem Montag aber auch sportlich Außergewöhnliches zu erleben. Beim Nachholspringen für das wegen Nebel und Sturm ausgefallene Sonntag-Event von Oslo landete Markus Eisenbichler sensationell auf Platz zwei. Eigentlich sollte das für einen dreimaligen Weltmeister der vergangenen Saison kein überraschendes Ergebnis sein, doch für den Mann aus Siegsdorf war es das bislang mit Abstand beste Resultat des gesamten Winters. Und die Vorfreude auf das nächste Einzelspringen am Dienstag in Lillehammer (17 Uhr/live im ZDF) war deshalb umso größer.

„Ich hatte bislang eine ziemlich miese Saison. Deshalb bin ich über den zweiten Platz mehr als glücklich. Mein erster Sprung war eine echte Granate, mein zweiter ein bisschen zu aggressiv. Aber ich hoffe, jetzt läuft‘s wieder“, kommentierte Eisenbichler, nachdem er nach der Landung einen lauten Glücksschrei losgelassen hatte. Zwar verpasste der Mann aus Siegsdorf den Sieg um winzige 0,4 Punkte hinter dem Slowenen Peter Prevc – aber das war ihm ziemlich egal. „Ich hoffe, dass das der Knotenlöser für Markus war und wir in den kommenden Tagen noch viel Freude an ihm haben werden“, kommentierte Bundestrainer Stefan Horngacher.

Gute Erinnerungen an Planica

Neben dem Springen in Lillehammer am Dienstag stehen bei der spektakulären Raw-Air-Tournee in Norwegen mit 16 Wertungssprüngen binnen 10 Tagen in dieser Woche nämlich noch das Springen in Trondheim und zwei Skifliegen auf der Weltrekord-Schanze von Vikersund auf dem Plan. Und nächste Woche folgt mit der Skiflug-WM der absolute Saisonhöhepunkt. Bei dem Flugkünstler Eisenbichler in dieser Form zu den Mitfavoriten gehören dürfte – schließlich hat er auf einer Lieblingsschanze in Planica im vergangenen Winter seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert und den deutschen Rekord von 248 Metern aufgestellt.

Es gibt also gute Gründe für die Skisprung-Fans, sich auf den Weltcup heute in Lillehammer und die kommenden Tage zu freuen. Zumal es mit dem am Montag in Lillehammer auf Platz drei gelandeten Stephan Leyhe und Constantin Schmid zwei weitere deutsche Anwärter für Topresultate gibt. Leyhe liegt in der Gesamtwertung der Raw Air-Tournee aussichtsreich auf Platz drei. Ausnahmetalent Schmid, der nach den ersten drei Sprüngen in Oslo stolz das Trikot des Gesamt-Spitzenreiters der Raw Air getragen hatte, ist Siebter. Eisenbichler hat hier keine Chance mehr, weil er nicht für das Teamspringen von Oslo nominiert worden war. Für den Sieg bei der Tour in Norwegen gibt es 60.000 Euro Extra-Preisgeld.

Ernüchterung bei Geiger

Der eigentliche deutsche Vorflieger Karl Geiger hatte vor dem Start der Raw Air noch mit dem Gesamtweltcup-Sieg geliebäugelt. Doch nachdem er am Montag in Lillehammer mit Platz 19 sein schwächstes Saison-Resultat erlebte, sind die Chancen im Duell mit dem Österreicher Stefan Kraft auf ein Minimum gesunken. 138 Punkte Rückstand auf den stabilen Skiflug-Weltrekordler scheinen bei höchstens 300 noch zu vergebenden Punkte bis Sonntag einfach zu viel zu sein. „Karl kommt einfach nicht so ins Springen, wie er sollte. Er macht sich zu viele Gedanken“, kommentierte Horngacher. Trotzdem besteht noch die Hoffnung auf eine Party mit einer großen Kristallkugel am Sonntag: In der Nationenwertung hat Deutschland mit 5113 Punkten die Führung vor Österreich (4959) übernommen.

Auch die „fliegenden Frauen“, die heute in Lillehammer (20 Uhr) ihr zweites Springen bei dieser Raw Air-Tournee absolvieren, bieten spannenden Sport. Katharina-Althaus liegt in der Zwischenwertung der Tour auf Platz drei in Schlagdistanz zur norwegischen Spitzenreiterin Maren Lundby. Althaus hatte sich im vergangenen Winter zur Weltmeisterin gekrönt – im Mixed-Wettbewerb mit einem gewissen Markus Eisenbichler…

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