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Italien nicht bei der WM dabei - Schweden jubelt

Fußball - WM-Qualifikation

Der viermalige Weltmeister Italien hat erstmals seit 1958 wieder eine WM-Endrunde verpasst. Die Azzurri kamen im Play-off-Rückspiel gegen Schweden nicht über ein 0:0 hinaus und sind im kommenden Sommer in Russland nur Zuschauer.

Italienische Nationalspieler nach der verpassten WM-Qualifiaktion
Italienisches Fußball liegt nach dem WM-Aus am Boden. Quelle: EPA

Das Drei-Kronen-Team hatte durch einen 1:0-Erfolg im Hinspiel den Grundstein zu seiner insgesamt zwölften und ersten WM-Teilnahme seit 2006 gelegt. Vor elf Jahren waren die Skandinavier im Achtelfinale an Gastgeber Deutschland gescheitert.

Hitzige Atmosphäre

In der aufgeheizten Atmosphäre des legendären San Siro von Mailand übernahmen die Gastgeber von Trainer Gian Piero Ventura schnell die Initiative und drängten auch ohne den gelbgesperrten Spielmacher Marco Verratti auf den frühen Führungstreffer. Ciro Immobile war einer der Aktivposten, vergab jedoch seine besten Möglichkeiten (40. Minute/64.). Auch seine Kollegen machten es nicht besser, bis zur Pause reichte es trotz klarer Vorteile beim Ballbesitz nicht zum Treffer.

Die Schweden kamen hingegen nur sehr selten aus der eigenen Hälfte heraus und mussten früh einen Schock verkraften. Mittelfeldspieler Jakob Johansson, Siegtorschütze im Hinspiel, wurde nach 19 Minuten ausgewechselt, nachdem er sich ohne Fremdeinwirkung verletzt hatte. Nach einer halben Stunde hatten die Azzurri um Torwart-Legende Gianluigi Buffon Glück, als Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz (Spanien) ein Handspiel von Andrea Barzagli im Strafraum nicht ahndete. Emil Forsberg von RB Leipzig beschwerte sich und sah die Gelbe Karte.

Alle stürmen mit - selbst Buffon


Trotz eines Nasenbeinbruchs stand Leonardo Bonucci bei den Italienern in der Abwehr und trieb das Spiel an. Während sich die Gäste immer mehr zurückzogen und überhaupt nichts mehr für die Offensive taten, scheiterten Giorgio Chiellini (58.) sowie Stephan El Shaarawy (87.) und ließen die Tifosi auf den Rängen schier vezweifeln. In der Schlussphase standen alle Italiener inklusive Buffon in der gegnerischen Hälfte und drängten auf das Tor - doch auch das brachte nicht mehr den ersehnten Treffer.

Für Italiens 39 Jahre alte Torwart-Legende Buffon, der seine sechste WM-Teilnahme verpasste, war das 175. Länderspiel auch sein letztes. "Ich entschuldige mich in meinen und im Namen der Mannschaft. Diese Niederlage wird natürlich Auswirkungen haben. Für mich persönlich ist es traurig, so die Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden", sagte der Keeper mit Tränen in den Augen. Der Play-off-K.o. dürfte auch für Nationaltrainer Gian Piero Ventura Folgen haben, über seine Ablösung spekulieren die italienischen Medien bereits seit Wochen.

Letztes Playoff-Spiel am Dienstag


Italien hat bislang an 18 Weltmeisterschaften teilgenommen und - wie Deutschland - vier Mal den Titel geholt, zuletzt 2006. In der Qualifikation für Russland reichte es in der Gruppenphase hinter Spanien in den vergangenen Monaten nur zum zweiten Platz. Gegen die Iberer setzte es im September ein 0:3. Der 14. und letzte WM-Teilnehmer aus Europa wird am Dienstag in der Partie zwischen Irland und Dänemark ermittelt. Das Hinspiel war 0:0 ausgegangen.

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