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Hungrig auf neue Erfolge

Ski Alpin: Thomas Dreßen will wieder angreifen

Am Wochenende starten die Speedfahrer in Lake Louise in den Alpinen Skiweltcup. Für Thomas Dreßen (24) geht es sowohl in der Abfahrt (Sa., 20:15 Uhr) als auch beim Super-G (So., 20 Uhr) um eins: er will und muss die Sensationsleistungen aus der Vorsaison bestätigen.

Thomas Dreßen
Thomas Dreßen
Quelle: ap

Die Berge, ein Motorrad, ein Rennrad, Hunde, Skistiefel, Hanteln und Bilder mit seiner Freundin - so präsentiert sich Thomas Dreßen auf der Fotoplattform Instagram. Nach seinem Kitzbühel-Abfahrtssieg im Vorjahr hätte er seinen Sommer auf zahlreichen Abendveranstaltungen und Promi-Events verbringen können, wollte er aber nicht. Stattdessen genoss der bodenständige 24-Jährige seine Zeit mit Freundin Birgit, seiner Familie und seinen Freunden.

Renntaxi als Belohnung

Ein paar Termine mehr, hätten aber schon auf seiner Agenda gestanden, gesteht Dreßen. Allerdings sei das mehr ein „Hindürfen“ als ein „Hinmüssen“ gewesen. Der Motorsportfan vergnügte sich als Gast bei der DTM (Norisring, Spielberg) und bei der Formel 1 (Spielberg). „Das war ein Bonus statt ein Muss“, erzählt Dreßen und setzt in seinem breiten Tiroler Dialekt hinterher: „De san voi cool, jeder durft’ mal Renntaxi fahren.“ In Lake Louise gibt er selbst wieder Gas. Dass die (Sport-) Öffentlichkeit weitere Erfolge erhofft, weiß er. „Mir ist klar, dass die Erwartungshaltung von außen anders ist. Aber ich höre nie auf diese Dinge, sondern auf die Trainer und mein engstes Umfeld“, so Dreßen. Im Anschluss an die so erfolgreiche vergangenen Saison mit neun Top-Ten-Plätzen im Weltcup führte er mit dem Trainerteam ein Gespräch. Das Ergebnis war schnell gefunden: Die Herangehensweise wird sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren nicht ändern. „Die Motivation ist eher größer, weil ich weiß, dass es ist nicht nur ein Traum ist, sondern, dass ich diese Platzierungen wirklich schaffen kann“ sagt Dreßen.

Dreßen will nachlegen

Bezeichnet man ihn im Gespräch als Kitzbühelsieger, unterbricht der gebürtige Mittenwalder sofort und stellt klar, dass er sich selbst nie so nennen würde. Aber sein Sieg auf der legendären Streif ist nun mal Fakt. Auch, dass vor ihm mit Sepp Ferstl (64) nur ein einziger Deutscher am Hahnenkamm triumphieren konnte, steht schwarz auf weiß geschrieben. Dreßen ist sich dessen bewusst. Aber er weiß auch, dass er kein One-Hit-Wonder werden will: „So toll Kitzbühel war, es ist vorbei. Und ich habe keine Lust, dass es ein einmaliger Geschichtsbuch-Eintrag wird, da soll noch etwas kommen. Wenn du einmal gewonnen hast, willst du es wieder, weil es einfach geil ist. Dafür muss man hart arbeiten, das machen die Anderen genauso.“

Erster Fingerzeig in Lake Louise

Die Anderen, das sind beispielsweise die Oldies Aksel Lund Svindal (35) aus Norwegen und der Schweizer Beat Feuz (31). Beide dekoriert mit Medaillen und Weltcupsiegen, aber eben ohne Kitzbühel-Trophäe. Besonders in Svindals Fall ist dieser „Makel“ ein Mitgrund, der ihn trotz Knieproblemen und vielen Weltcupjahren nach wie vor antreten lässt. Wie die Form der Konkurrenz ist, darüber macht sich Dreßen keine Gedanken. Ebenso wenig zählen Trainingsergebnisse oder sein Abschneiden bei zwei Rennen im Laufe des Chile-Trainingslagers des Deutschen Skiverbands. „Das werden wir alles in Lake Louise sehen“, so Dreßen. „Davor kann keiner sagen, ob er um Siege mitfährt oder nicht.“

Neben Dreßen schickt DSV-Cheftrainer Mathias Berthold Josef Ferstl (29), Andreas Sander (29), Dominik Schwaiger (27) und Manuel Schmid (25) an den Start.

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