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Abt will in Rom gewinnen

Formel E - ePrix in Rom

Zwei Siege hat der Deutsche Daniel Abt in seiner Formel-E-Karriere bislang holen können. Am Samstag in Rom will der Audi-Pilot nachlegen (Das Qualifying ab 11:45 Uhr im zdfsport.de-Livestream / Das Rennen ab 15:45 Uhr im ZDF). Es wäre sein erster Sieg in dieser Saison, der ihn im Kampf um die Meisterschaft ein gutes Stück nach vorn katapultieren würde.

Daniel Abt im Audi in Santiago de Chile
Daniel Abt im Audi in Santiago de Chile
Quelle: reuters

Wem es in einem Thriller nicht packend genug zugehen kann, wer auf Spannung steht, keinem Nervenkitzel aus dem Weg geht und den Anspruch stellt, dass der Verlauf eines richtig guten Buches unvorhersehbar sein muss, der ist in diesem Jahr bei der Formel E genau richtig.

Europa-Auftakt in Rom

Sechs Rennen sind in der mittlerweile fünften Saison der ersten vollelektrischen Rennserie absolviert: Sechs Rennen, in denen es sechs verschiedene Fahrer nach ganz oben auf das Podium schafften. Dass diese aus sechs verschiedenen Teams kommen, macht die Sache nur noch reizvoller. Für Audi, den Titelverteidiger der Teamwertung, fuhr Lucas di Grassi in Mexiko bereits als Erster über die Ziellinie. Sein Teamkollege Daniel Abt will es ihm nun nachmachen.

In Rom feiert die Formel E ihren Europa-Auftakt. Zum zweiten Mal erst macht die Rennserie Stopp in der „ewigen Stadt“. Gesucht wird dabei der erste Fahrer, der auch ein zweites Rennen für sich entscheiden kann oder eben Fahrer Nummer sieben, der die unglaubliche Bilanz weiter ausbaut.

Holt sich Nissan den ersten Saison-Sieg?

Man weiß aber nie, was in der Formel E passiert.
Daniel Abt

„Es ist auf jeden Fall der Plan, das Rennen zu gewinnen“, blickt Daniel Abt im ZDF-Interview voraus. „Man weiß aber nie, was in der Formel E passiert. Sie ist unberechenbar, das ist aber gerade das Schöne für die Zuschauer.“

Über Langeweile können sich die Zuschauer definitiv nicht beschweren. So unterschiedlich die bisherigen Sieger sind, so abwechslungsreich waren auch die bisherigen Rennverläufe. Was sicherlich auch damit zu tun hat, dass in allen sechs Rennen ein anderer Fahrer von der Pole startete. Zuletzt war es Oliver Rowland im Nissan e.dams. Der 26-Jährige ist so etwas wie die Überraschung der Saison. Eigentlich sollte Alexander Albon sein Cockpit vor der Saison bekommen, doch wechselte dieser kurzfristig in die Formel 1. Glück für Rowland. Und der Brite nutzte seine Gelegenheit.

Zwei neue Gesichter in Rom

An der Seite von Sebastien Buemi, dem Fahrermeister der ersten Formel-E-Saison, entwickelte sich Rowland schnell, so schnell, dass er im chinesischen Sanya erstmals von ganz vorn ins Rennen ging. Am Ende sprang ein starker zweiter Platz heraus und damit sein erstes Karrierepodium. In Italien zählt er deswegen zum großen Favoritenkreis auf den Triumph. „Wir haben mit unserem Simulator große Fortschritte gemacht“, spricht Rowland über seine Vorbereitung. „Je mehr Meilen wir machen, desto genauer wird es. Es ist ein sehr wertvolles Instrument, um mich auf die nächsten Rennen vorzubereiten, weil ich ein Rookie bin und für mich die Strecken alle neu sind.“

Neu ist auch der Name, der an diesem Samstag auf dem zweiten Jaguar erscheinen wird, weil Alex Lynn das Cockpit von Nelson Piquet Jr. übernimmt. So richtig überraschend kam die Maßnahme des britischen Rennstalls nicht: Zwar gelang es Piquet in der allerersten Formel-E-Saison den Titel zu holen, doch zuletzt überzeugten seine Leistungen längst nicht mehr. In der vergangenen Saison bereits der Fahrer mit den meisten Ausfällen, holte der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters nur in zwei der vergangenen 13 Rennen Punkte - zu wenig für die Ansprüche des Raubkatzen-Teams.

Was macht der amtierende Champion?

Zwar nicht vollends neu, dafür aber zurück ist Max Günther. Der Deutsche wird wieder im Dragon Platz nehmen, nachdem er die letzten drei Rennen sein Cockpit an Felipe Nasr abtreten musste. Nasr, bekannt von seiner Formel-1-Zeit im Sauber, tritt in der Sportwagen-Meisterschaft in Long Beach an und steht deswegen in Italien nicht zur Verfügung. Damit könnte es für Günther die letzte Chance in dieser Saison sein, um seinem Konto Punkte hinzuzufügen.

Drei Wochen liegt mittlerweile der letzte ePrix zurück, den Jean-Eric Vergne als Sieger verließ. Der Franzose, der als erster Pilot die Fahrermeisterschaft in diesem Jahr verteidigen möchte, hatte endlich mal wieder Grund zum Jubeln. 20 Rennen in Folge war Vergne in die Punkte gefahren, ehe durch sein unverschuldetes Aus Anfang des Jahres in Chile dieser Serie ein Stopp-Schild verpasste wurde. Zwei weitere enttäuschende Ergebnisse folgten für den DS-Techeetah-Piloten, doch nun hat er seine persönliche Pechsträhne beendet und befindet sich wieder in Lauerstellung. Nur acht Punkte hat Vergne Rückstand auf den Meisterschaftsführenden, den BMW-Fahrer Antonio Felix da Costa.

Hochspannung garantiert

Sowieso können nach dem siebten Lauf der Saison gleich elf Fahrer Rom als Spitzenreiter verlassen. Soweit die Theorie. Doch die Praxis hat gezeigt, dass man sich in dieser Saison auf gar nichts verlassen kann - wie in einem echten Thriller eben.

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