Deutsche Speedfahrer stark wie lange nicht mehr

Können Sander, Ferstl und Dressen auch in Gröden auftrumpfen?

Das hat es seit einem Vierteljahrhundert nicht gegegen: Mit Andreas Sander, Josef Ferstl und Thomas Dressen mischen gleich drei deutsche Speedfahrer in der alpinen Weltspitze mit. Kein Zufall, sondern Ergebnis harter, gezielter Arbeit.

Thomas Dressen
Thomas Dressen Quelle: dpa

Die drei Deutschen fahren um Top-Ten-Platzierungen auch im Super-G zum Auftakt des Gröden-Klassikers im 50. Jubiläumsjahr. Sie sind inzwischen auch mental stark genug mit dem Druck umzugehen. Cheftrainer Matthias Berthold hatte dort Schwächen erkannt und selbst eine sportpsychologische Ausbildung absolviert. Sein  Vier-Jahres-Plan sieht für diese Olympiasaison erstmals Podestplätze vor.

Dressen das größte Talent

Das ist Thomas Dressen in Beaver Creek schon gelungen, als Dritter der Abfahrt hinter den Besten der Besten, Aksel Lund Svindal und Beat Feuz. Dressen ist das größte Talent seit Florian Eckert, der 2001 WM-Bronze holte und 2005 Teamweltmeister wurde. Auch im Super-G hat der sich 23-Jährige aus Mittenwald in den ersten beiden Rennen schon klar verbessert. Die Plätze 10 und 14 stehen aus Beaver Creek und Lake Louise zu Buche.

In Kanada wurde Josef Ferstl 14., in den USA Zehnter. Dort, in Beaver Creek, schaffte es Andreas Sander auf Platz 9. Der DSV erntet jetzt die Früchte der guten Trainerarbeit in den letzten vier Jahren. Behutsam hat Speedcoach Christian Schwaiger die Fahrer aufgebaut. Die Ergebnisse belegen eine stetige Verbesserung des Trios. Nächster Schritt: Top Five.

Wellblechartige Wellen

Das hat Andreas Sander letztes Jahr mit Platz fünf auf der Langkofel-Piste, der berühmten Sasslong, schon geschafft - sein bisher bestes Weltcup-Resultat. Im Super-G sind die "Platzelche" aus Norwegen, Svindal, Kjetil Jansrud und Aleksander Aamodt Kilde, die Favoriten. Sie haben in den vergangenen fünf Jahren immer gewonnen.

Zu weiteren Siegkandidaten zählen die Österreicher Max Franz, Matthias Mayer und Hannes Reichelt sowie die Italiener Dominik Paris, Peter Fill und Christof Innerhofer bei ihrem Heimrennen auf der Sasslong. Im Super-G werden die berühmt-berüchtigten Kamelbuckel umfahren, aber auf der eisigen Ciaslat-Wiese warten wellblechartige Wellen, insgesamt 17 technische Tücken, die den Athleten alles abfordern.  

Perfekte Bedingungen

Der Start liegt auf 2000 Meter, das Ziel in St. Christina knapp 600 Meter tiefer. Nach einem kurzen Wärmeeinbruch Anfang der Woche ist die Piste jetzt in perfektem Zustand, beste Voraussetzungen für ein spannendes Rennen. Am Sonnabend folgt der Abfahrtsklassiker, dann mit den Kamelbuckeln. Der letzte Deutsche Weltcup-Abfahrtssieg liegt 13 Jahre zurück. Damals gewann Max Rauffer auf der Sasslong mit der Startnummer 13. Glück gehört bei allem Können auch dazu und es wird Zeit, dass auch das Glück mal wieder auf der Seite eines Deutschen ist.

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