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Erfüllte Träume, Watsch'n und verrücktes Wetter

Alpine Ski-WM in Are | ZDF live

Acht Tage der Ski-WM in Are sind vorbei. Die erste Woche gehörte den Speed-Spezialisten, in der zweiten Woche dominieren die Techniker, den Auftakt bildet heute das Team-Event (ZDF ab 15.55 Uhr). Zeit für ein Halbzeit-Resümee.

Die Sieger der WM

Süßer Abschied

Alle haben die Daumen gedrückt, jeder hat es ihm gegönnt. Und der liebe Ski-Gott hat die Hoffnungen erfüllt:

Aksel Lund Svindal (36 Jahre) hat in seinem letzten Karriere-Rennen, der Abfahrt, eine Silber-Medaille abgeräumt und seine WM-Bilanz auf fünf Gold-, zwei Silber- und zwei Bronze-Medaillen hochgeschraubt. Das lädierte Knie des Norwegers hat ein letztes Mal seinen Dienst erfüllt.

Auch Lindsey Vonn (34) fuhr im angekündigten Abschiedsrennen aufs Podest: Bronze in der Abfahrt. Die Star-Läuferin hielt, was ihr Image verspricht: Ein spektakulärer Sturz, bunte Instagram-Bildchen, Sex-Talk und Hündchen Lucy in einem Kinderskianzug.

Bittere Enttäuschung

Wieder Vierte. Wieder keine Medaille. Wieder eine vergebene Chance. Viktoria Rebensburg und die Großereignisse, das passte zuletzt nicht mehr so richtig.

Die 29-Jährige landete im Super-G auf dem Holzrang, genau wie im Super-G von St. Moritz (2017) und im Olympia-Riesenslalom von Pyeongchang (2018).

Ihr Rückstand zu Gold betrug 0,07 Sekunden, zu Bronze 0,02 Sekunden. Der Kommentar der Kreutherin sagte alles: "Ja, scheiße."

Große Überfliegerin

Bisher hat Mikael Shiffrin nur den Super-G gewonnen. Das liegt in erster Linie daran, dass sie auf die Kombination - sie wäre dort Goldfavoritin gewesen - freiwillig verzichtete.

Stattdessen flog die US-Amerikanerin zum Training ins norwegische Trysil, um sich optimal auf den Riesenslalom und den Slalom vorzubereiten. Läuft alles normal, gewinnt sie noch zwei Mal Gold. Sie stünde dann bei sechs WM-Titeln - mit nur 23 Jahren.

Schöne Überraschung

Völlig aus dem Nichts kam die Super-G-Silbermedaille des Franzosen Johan Clarey nicht, immerhin ist er schon in Kitzbühel Zweiter geworden. Vor einem Jahr war der Oldie (38) von solchen Ergebnissen aber meilenweit entfernt.

Nach dem Trainingstod seines Team- und Zimmerkollegen David Poisson war Clarey völlig von der Rolle. "Ich habe gelebt wie ein Geist", sagte er dem Onlineportal "ledauphine". "Es war ein zu schrecklicher Winter und so konnte ich mich nicht vom Rennsport verabschieden." Mission geglückt.

Deutsche Bilanz

Fest eingeplant hatte der DSV eine Medaille in der ersten Wochen nicht, möglich wäre sie gewesen (siehe Rebensburg). Auch Josef Ferstl zeigte im Super-G (6.) eine starke Leistung, schwächelte aber in der Abfahrt, genau wie die DSV-Damen.

Alpinchef Wolfgang Maier bezeichnete die Ergebnisse von Rebensburg (11.), WM-Debütantin Michaela Wenig (12.) und Medaillenanwärterin Kira Weidle (13.) als "Watsch'n". Linus Straßer traute man in der Kombination aufgrund seiner schwachen Slalomform wenig zu - dass er am Ende als Fünfter die Medaillen genau deshalb nur um 0,34 Sekunden verpasste, passte ins Bild.

Die Aussichten der zweiten Woche: Im Team sind die Chancen gering. Für Stefan Luitz ist im Riesenslalom alles möglich, allerdings hat er sich eben erst von einer Schulterverletzung erholt. Rebensburg muss im Riesenslalom ihren Großereignis-Fluch überwinden. Sollte der DSV vor dem Wochenende ohne Edelmetall dastehen, wird’s eng: Felix Neureuther hat im Slalom maximal Außenseiterchancen.

Verrücktes Wetter

Über die kalten Temperaturen von bis zu minus 20 Grad beklagte sich niemand, der Wind und der Nebel machten den Organisatoren hingegen mehr Probleme. Die Abfahrt, die Königsdisziplin der WM, konnte bei den Damen und Herren nur verkürzt gefahren werden.

Neu ist das nicht: in den vergangenen sechs Jahren wurde keine Abfahrt bei einem Großereignis auf seiner vorgesehenen Strecke ausgetragen. Immerhin: Das Schlimmste ist überstanden, die Technikdisziplinen sind weniger wetteranfällig.

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