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Katharina Althaus springt zu Silber

Norwegerin Lundby knapp vorne

Katharina Althaus hat den deutschen Skispringerinnen die nächste WM-Medaille beschert. Die 22-Jährige musste sich im österreichischen Seefeld nach Sprüngen auf 108 und 107 Meter nur Maren Lundby aus Norwegen ganz knapp geschlagen geben.

Katharina Althaus
Katharina Althaus
Quelle: dpa

Bronze ging an die 35 Jahre alte Ex-Weltmeisterin Daniela Iraschko-Stolz aus Österreich. Juliane Seyfarth (Ruhla) verpasste als Vierte die erste Einzel-Medaille ihrer Karriere knapp, Titelverteidigerin Carina Vogt (Degenfeld) musste sich mit Rang zehn begnügen.

"Nicht verloren"


"Ich freue mich riesig, es war ganz knapp. Ich habe die Medaille gewonnen und nicht verloren", sagt Althaus, die aber auch ein bisschen der verpassten Chance nachtrauerte: "25 Zentimeter, da kann man nichts machen. Ich habe gebetet und gehofft, dass es diesmal reicht und nicht wieder der zweite Platz ist. Aber ich freue mich trotzdem."

Bundestrainer Andreas Bauer tröstete: "Es war megaspannend. Katharina kann sich überhaupt nichts vorwerfen, Maren Lundy musste alles geben, um hier heute zu gewinnen. Wir haben seit 2013 bei jedem Großereignis eine Medaille gewonnen. Das ist fantastisch."

Hauchdünner Vorsprung

Althaus segelte einen Tag nach dem deutschen Triumph im Teamspringen auf 108,0 und 107,0 m, mit 259,1 Punkten fehlte ihr nur ein Wimpernschlag zu Lundby (259,6). Im vierten Skisprung-Wettbewerb der WM in Tirol kam der Sieger somit zum ersten Mal nicht aus Deutschland.

Die am Dienstag noch so starke Ramona Straub (Langenordnach) kam nicht über den 18. Platz hinaus. Anna Rupprecht (Degenfeld), die nicht zum Gold-Vierer gehört hatte, belegte vor 4100 Zuschauern an der Toni-Seelos-Schanze den 24. Rang. Althaus, Vogt, Seyfarth und Straub hatten am Vorabend den ersten Teamwettkampf der WM-Geschichte gewonnen.

Althaus stellte im ersten Durchgang zwar mit 108,0 m den Schanzenrekord ein, musste sich wegen einer missglückten Landung aber hinter Lundby einordnen. "Das war ein wahnsinnig guter Sprung. Leider hat die Landung nicht ganz gepasst", sagte die dreimalige Saisonsiegerin.

Lundby kontert

Auch Bundestrainer Andreas Bauer war zur Halbzeit zufrieden: "Kein Vorwurf an Katharina. Dass sie bei 108 Metern den Telemark verwackelt, ist in Ordnung." Im zweiten Durchgang legte sie 107,0 m vor, dann konterte aber Lundby. Fünfte wurde Eva Pinkelnig (Österreich). Nur den sechsten Rang belegte Sara Takanashi (22).

Die Japanerin, mit 56 Siegen im Weltcup einsame Rekordhalterin, muss somit weiter auf den ersten großen Titel ihrer Karriere warten. In Seefeld wurde erst zum sechsten Mal eine Skisprung-Weltmeisterin ermittelt. 2015 in Falun und 2017 in Lahti hatte jeweils Sotschi-Olympiasiegerin Vogt die Goldmedaille gewonnen.

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