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Auftakt mit einer spektakulären Mischung

Biathlon-Weltcup startet am Sonntag mit Mixed-Staffeln

In Pokljuka starten die Biathleten am Sonntag (12.30 und 14 Uhr / ZDF) wieder mit zwei Mixed-Wettbewerben in die Saison. Dabei könnte es zu einer Mini-Revanche für das knapp verpasste olympische Edelmetall kommen. Schon gewiss ist: Die Teams sind prominent besetzt.

Biathlon, Olympia 2018: Arnd Peiffer verliert Endspurt um Platz 3 gegen Dominik Windisch (Italien).
Olympia 2018: Arnd Peiffer verliert Endspurt um Platz 3 gegen Dominik Windisch (Italien).
Quelle: reuters

Wenn Erik Lesser an den gemeinsamen Wettstreit von Männlein und Weiblein im Biathlon denkt, schießt ihm automatisch das Single-Mixed in den Kopf. Im Gegensatz zur Mixed-Staffel, bei der jedes Team jeweils zwei Frauen und zwei Männer ins Rennen schickt, treten bei dieser gemischten Variante nur Duos an.

Für Deutschland waren das beim Start in den vergangenen Winter die Münchnerin Vanessa Hinz und der Thüringer Lesser, die in Östersund zusammen auf Rang zwei liefen.

Starker Mann, starke Frau

"Ich finde, das ist ein schöner Wettkampf", sagt der 30-jährige Lesser, äußert aber vor dem Saisonauftakt in Pokljuka im Gespräch mit zdfsport.de zugleich den Wunsch: "Der Modus könnte vielleicht noch verändert werden - hin zu dem beim Biathlon auf Schalke, wo nach jeder Runde gewechselt wird."

Das mache die Sache noch rasanter, und der Unterhaltungswert ist nach Lessers Ansicht gerade für das Single-Mixed ein echter Trumpf.

"Jede Nation bekommt es hin, einen starken Mann und eine starke Frau zu präsentieren", argumentiert der Verfolgungs-Weltmeister von 2015: "Deshalb ist es ein enges Feld und immer sehr spektakulär. Und wenn etwas spektakulär ist, kannst du damit viel mehr Zuschauer anziehen. Und je mehr Zuschauer da sind, desto cooler ist es, zu laufen."

Ganz abgesehen davon, dass die hohe Gewichtung des Schießens ihm als sicheren, schnellen Schützen in aller Regel zugutekomme.

Olympische Irritationen

Speziell bei den Vierer-Besatzungen sind mittlerweile alle Nationen dazu übergegangen, tatsächlich ihre aktuell Leistungsfähigsten ins Rennen zu schicken.

"Das hat sich so etabliert, beim Single-Mixed vielleicht noch nicht ganz so sehr wie bei der Mixed Staffel. Wobei man aber auch da zusieht, dass die Besten starten - wenn es von der Zeitstruktur her passt", erklärt Männer-Bundestrainer Mark Kirchner, der weiß: "Gerade die Mixed-Staffel ist ein vollwertiger Wettkampf geworden - mit den Medaillen, die es dafür bei Olympia und bei Weltmeisterschaften gibt."

Bei den Spielen in Pyeongchang hätte das gemischte Quartett des DSV beinahe einen Satz Bronzemedaillen abbekommen. Doch Schlussläufer Arnd Peiffer wurde beim Zielsprint durch einen Spurwechsel von Dominik Windisch irritiert, schlitterte schließlich 0,3 Sekunden nach dem Italiener als Vierter über den Strich.

Fader Beigeschmack vergessen

Der anschließende Einspruch des DSV wurde abgeschmettert, Peiffers Teamkollegin Laura Dahlmeier reagierte hierauf etwas zwiegespalten. Windisch hätte wohl auch ohne den Spurwechsel Bronze geholt, meinte die Doppel-Olympiasiegerin vom Februar zwar. "Aber", so die Garmischerin, "es bleibt ein fader Beigeschmack".

Für Peiffer selbst, in Südkorea Olympiasieger im Sprint geworden, schmeckt neuneinhalb Monate danach längst nichts mehr seltsam. Auch wenn er schon bei der Heim-WM 2012 in Ruhpolding den möglichen Sieg der deutschen Mixed-Staffel vergeben hatte, weil er damals die ungewohnt hoch stehende Märzsonne unterschätzte.

Peiffer ohne Vorbehalte

Schnee von vorvorgestern, winkt der lange Niedersachse ab und erwähnt stattdessen fröhlich: "Ich hab‘ zwei Mal eine schlechte Mixed-Staffel gemacht - und, ich glaube, 18 gute. Deswegen sehe ich das relativ entspannt. Ich laufe die Mixed-Staffeln nach wie vor gerne, habe da keine Vorbehalte."

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