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Denise Herrmann will die Kurve kriegen

Biathlon-Weltcup in Hochfilzen | Frauen-Sprint am Donnerstag live im ZDF

Beim Einstieg in ihren dritten Biathlon-Winter hatte die frühere Langläuferin Denise Herrmann mit Problemen zu kämpfen. Auf der zweiten Station in Hochfilzen will sie es nun besser machen – die erste Gelegenheit bietet der Frauen-Sprint am Donnerstag (14 Uhr/ZDF).

Denise Herrmann
Denise Herrmann
Quelle: dpa

Ein wenig nostalgisch wird Denise Herrmann beim Gedanken an den letzten Winter schon. Zum Einstieg in den Biathlon-Weltcup gewann sie in Östersund damals gleich Sprint und Verfolgung – auch, weil sie sich auf Lehrgängen zuvor immer wieder mit Laura Dahlmeier hatte messen können. Nach einer Zwangspause wegen ihres geschwächten Immunsystems steigt die Doppelolympiasiegerin von Pyeongchang diesmal erst im Januar in die Saison ein – und die 29-jährige Herrmann seufzt im Gespräch mit zdfsport.de: „Sie fehlt uns schon. Genau wie Maren Hammerschmidt.“

Konkurrenz belebt das Geschäft

Je mehr Gute dabei sind, desto höher ist das Gesamtniveau – und man kommt einfach immer unter Zugzwang.
Denise Herrmann

Ihre zehn Monate jüngere Ruhpoldingerin Trainingskollegin unterzog sich im Herbst einer Fuß-OP. Im DSV-Aufgebot für den Weltcup in Hochfilzen steht Hammerschmidt ebenso wenig wie Vorzeigekraft Dahlmeier. „Es ist immer besser, wenn alle da sind. Konkurrenz belebt das Geschäft. Und je mehr Gute dabei sind, desto höher ist das Gesamtniveau – und man kommt einfach immer unter Zugzwang“, betont Herrmann, die bei den Rennen im Pillerseetal nun unbedingt die Kurve kratzen will.

Beim Auftakt im slowenischen Pokljuka blieb die blonde Sächsin wie die meisten ihrer Teamkolleginnen – positive Ausreißer waren Franziska Preuß und die Debütantin Anna Weidel – klar unter ihren Möglichkeiten. Als 62. im Sprint verpasste sie sogar die Verfolgung, in der schnellsten Biathlon-Disziplin drängt die frühere Langläuferin deshalb nun auf Wiedergutmachung.

Abstecher nach Oberhof

„Auf den kurzen Distanzen habe ich prinzipiell schon meine extremen Stärken“, findet Herrmann, die allerdings weiß: „Langlaufsprint und Biathlonsprint sind zwei grundlegend verschiedene Dinge. Im Biathlon sind das 7,5, im Langlauf nur 1,5 km – da dauert das ja nur drei Minuten. Das ist schon ein extremer Unterschied. Aber klar, bei meinem Wechsel von den Spezialisten dachte ich mir schon: Sprints im Biathlon, das wird bestimmt geil.“

Man lernt ja nie aus – aber ich habe jetzt schon ein paar mehr Werkzeuge im Gepäck als in den letzten Jahren.
Denise Herrmann

In Pokljuka war’s weniger toll, umso besser soll es jetzt in Hochfilzen werden. Im Sommer machte Denise Herrmann für ihre persönliche Weiterentwicklung schon mal einen Abstecher nach Oberhof, zum früheren Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig, der nun als Schießcoach für alle Biathlonteams des DSV zuständig ist.

Schattenseite des Traumsommers

„Eins-zu-Eins-Situationen mit Laufband und all die Dinge zu trainieren, die man dort nutzen kann, das gibt mir immer sehr viel“, sagt Herrmann – die in der Vorbereitung allerdings ein Grundproblem hatte: „Es war einfach ein Traumsommer, in dem du quasi gar nicht auf die Windfahne gucken musstest. Da konntest du nicht sagen: Heute möchte ich mal bei ein paar Böen trainieren. Du hast dich hingelegt, losgeschossen und getroffen.“

Die sonnigen Erinnerungen sind Vergangenheit, doch der Mut hat Denise Herrmann nach dem schwierigen Auftakt auf der Hochebene Pokljuka nicht verlassen. „Ich weiß inzwischen etwas besser, was auf mich zukommt, was ich an welcher Stelle zu tun oder zu lassen habe“, sagt die Skijägerin vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal. Und fügt hinzu: „Man lernt ja nie aus – aber ich habe jetzt schon ein paar mehr Werkzeuge im Gepäck als in den letzten Jahren.“ Umso mehr darf man nun darauf gespannt sein, was sie nach ihrem jüngsten Griff in die Werkzeugkiste für die Rennen in Hochfilzen so zu Tage befördert hat.

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