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Zwischen Stolz und Redebedarf

Die deutsche Bilanz der Biathlon-WM fällt positiv aus

Bei der WM in Östersund ragten im deutschen Team die Medaillensammler Arnd Peiffer und Denise Herrmann heraus. Von Mittelschweden aus geht es nun weiter zum Weltcup-Finale nach Oslo – wo für die Skijägerinnen des DSV eine schöne Erfolgsserie enden könnte.

Videolänge:
1 min
Datum:
18.03.2019

Ganz am Ende musste dann doch noch mal Hand angelegt werden an Denise Herrmann. Nach ihrem dritten Platz im abschließenden Massenstart wartete Deutschlands erfolgreichste Skijägerin bei der Östersunder WM mit den anderen Medaillengewinnerinnen, der Italienerin Dorothea Wierer (Gold) und Jekaterina Jurlowa-Percht aus Russland, auf die Siegerehrung. Aber bevor es hinauf aufs Siegertreppchen ging, trat ein Offizieller vor Herrmann und zog ihr die leicht verknitterte Startnummer straff.

Herrmanns Werkzeugkiste

In den entscheidenden Momenten der Titelkämpfe im Mittelschweden war bei der früheren Langläuferin zuvor allerdings fast alles glatt gelaufen. Der vierte Platz mit der Frauenstaffel am vorletzten Tag war eine Enttäuschung, mit ihrem Triumph in der Verfolgung, Silber mit der Mixed-Staffel und Bronze im Massenstart schwang sich die 30-Jährige aber schließlich zur weiblichen Vorzeigekraft des DSV auf. Im dritten Winter nach ihrem Wechsel zum Biathlon.

„Ich habe jetzt schon ein paar mehr Werkzeuge im Gepäck als in den letzten Jahren.“
Denise Herrmann

„Es freut mich extrem, dass mir eine so gute WM gelungen ist. Und dass ich mit meiner Kraft so durchgekommen bin, zeigt, dass wir im Training ganz viel richtig gemacht haben. Darauf bin ich richtig stolz“, strahlte Herrmann, die zu Saisonbeginn im Gespräch mit zdfsport.de bereits viel Zuversicht verbreitet hatte, als sie festhielt: „Ich habe jetzt schon ein paar mehr Werkzeuge im Gepäck als in den letzten Jahren.“

Kirchners Humor

Die hat die gebürtige Sächsin, die im oberbayerischen Ruhpolding lebt und trainiert, im Jämtland nun ausgepackt und erfolgreich eingesetzt. Genauso wie Arnd Peiffer, der freundliche, kluge Oldie in der Männerabteilung des DSV: Mit Gold im Einzel und zwei Silberplaketten in den Staffeln war der 32-jährige Niedersachse sogar noch einen Tick erfolgreicher als Herrmann.

Sehr zur Freude von Mark Kirchner. „Dem Arnd hat man früher mal gesagt, er soll schnell schießen, weil er eh nichts trifft. Jetzt ist er mit Abstand der Konstanteste im Team“, fand der Cheftrainer der deutschen Biathleten ein humorvolles Lob für Peiffer, der seinerseits von einer „Super-WM“ sprach. Allein aus einem einfachen Grund: „Drei Medaillen – das war mein bestes Resultat bei einem Saisonhöhepunkt.“

Dahlmeiers Besonderheiten

Laura Dahlmeier Vierte im Einzelrennen
Laura Dahlmeier

Nach dem spätwinterlichen Highlight in Östersund, bei dem die DSV-Skijäger mit sieben Medaillen (zwei Mal Gold, zwei Mal Silber, drei Mal Bronze) etwas unter der Ausbeute bei den Titelkämpfen von 2017 in Hochfilzen (7-1-0) blieben, ging es am Montag 600 Kilometer weiter südwestlich nach Oslo. Am Holmenkollen steigt ab Donnerstag das Weltcup-Finale, auf dem Programm stehen bei den Frauen und Männern jeweils Sprint, Verfolgung und Massenstart.

Für Laura Dahlmeier, die nach ihrem Goldrausch von Hochfilzen (fünf Siege) und zum Ende einer komplizierten, von Verletzungen und Krankheiten zerrissenen nacholympischen Saison ihren zwei Bronzemedaillen von Östersund als „etwas wirklich ganz Besonderes“ bezeichnete, gibt es beim Schlusstusch in Norwegen vor allem ein Ziel: Gemeinsam mit den Teamkolleginnen die Norwegerinnen womöglich doch noch von Rang eins im Nationencup zu verdrängen.

Mehringers Ankündigung

In den letzten vier Jahren gewannen Deutschlands Biathletinnen die Mannschaftswertung jeweils. Doch während die skijägernden Herrschaften des DSV – ohne den formschwachen Simon Schempp angetreten – bei der WM ein geschlossenes Mannschaftsbild abgaben, klaffte bei den Frauen hinter Herrmann und Dahlmeier eine große Lücke. Jenseits dieses Duos war Rang 16 für Franziska Preuß im Sprint die beste Platzierung. Entsprechend kündigte Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer schon mal an: „Es gibt sicher Dinge, die wir im Frühjahr aufarbeiten müssen.“

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