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"Haben kompakt und giftig verteidigt"

Fußball | Champions League

Bayer Leverkusen hat mit dem 2:1-Sieg gegen Atletico Madrid seine Minimalchance auf das Achtelfinale der Champions League gewahrt. Kevin Volland, Trainer Peter Bosz und Torwart Lukas Hradecky im Interview.

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Bayern München - Olympiakos Piräus
Gegen Olympiakos Piräus jubelt der FC Bayern spät über einen 2:0-Erfolg.
Quelle: dpa

Mit drei Punkten liegt Leverkusen in der Gruppe D zwar weiter auf dem letzten Platz, hat aber nur noch vier Zähler Rückstand auf die zweitplatzierten Madrilenen. Spitzenreiter bleibt Juventus Turin (10), Lokomotive Moskau ist punktgleich mit Bayer Dritter. Für Trainer Peter Bosz war es in seinem zehnten Champions-League-Spiel mit Borussia Dortmund und Bayer der erste Erfolg.

Leverkusen überlegen, am Ende hält Hradecky den Sieg fest

Leverkusen ging durch ein kurioses Eigentor von Thomas (41.) in Führung, Kevin Volland (55.) traf zum 2:0 für den Gastgeber, ehe Alvaro Morata (90+4.) der späte Anschlusstreffer für Atletico gelang, das den ersten Vergleich in Madrid 1:0 gewonnen hatte. Die Partie beendete die Werkself nach einer Roten Karte gegen Nadiem Amiri (84.) zu zehnt. Leverkusen spielt noch in Moskau (26. November) und gegen Juventus Turin (11. Dezember). Trotz des erlösenden Sieges vor 28.160 Zuschauern ist für die Werkself auch noch das komplette Aus im Europapokal möglich. Um Rang drei und damit das Überwintern in der Europa League abzusichern, ist in drei Wochen in Moskau ein Sieg nötig, um nach dem 1:2 im Hinspiel den direkten Vergleich zu gewinnen.

Bayer war von Beginn an überlegen und hatte mehr Ballbesitz. Chancen gegen die cleveren Spanier gab es lange Zeit aber kaum. Offensiv fiel Atletico fast das gesamte Spiel über wenig ein. Erst als die Gastgeber in der Schlussphase in Unterzahl waren, traf Morata gegen Leverkusens Torwart Lukas Hradecky. Der konnte kurz nach dem Treffer zum 2:1 in höchster Not wieder gegen Morata den Ausgleich verhindern.

Befreite Münchner Elf? Fehlanzeige!

Die Bayern zeigten zuvor drei Tage nach der Trennung von Trainer Niko Kovac eine eher uninspirierte Vorstellung. Erst Robert Lewandowski brach mit seinem 21. Saisontreffer im 17. Pflichtspiel den Bann (69.). Kurz vor dem Schlusspfiff erhöhte der eingewechselte Ivan Perisic (89.) auf 2:0.

Wer von den 70.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena eine nach dem Trainerwechsel befreite Münchner Elf erwartet hatte, sah sich getäuscht. Benjamin Pavard traf in der enttäuschenden ersten Halbzeit den Pfosten (45.), in der zweiten Hälfte war wieder einmal auf "Lewy" Verlass. Für den erhofften Prestigesieg im Bundesliga-Kracher gegen den BVB am Samstag bedarf es jedoch einer gehörigen Steigerung.

Erstmals seit acht Spielen wieder zu Null

Immerhin stand gegen allerdings sehr schwache Griechen erstmals nach acht Begegnungen die Null. Auch unter Flick litt das Bayern-Spiel an den bekannten Mängeln: Der Offensive fehlte die Struktur, den Spielern oft das Verständnis untereinander. Trotz statistischer Überlegenheit strahlten die Bayern wenig Gefahr aus, im Zentrum fehlte Kreativität. Wenigstens stand die neu formierte Defensive bei den wenigen Prüfungen sicher. Insgesamt drängte sich der aber Verdacht auf, dass die Bayern mehr brauchen als nur einen Trainer.

Das ganz große Bewerbungsschreiben für ein dauerhaftes Engagement von Flick auf der Bayern-Bank war die Begegnung jedenfalls nicht. Bei der Suche nach dem neuen Trainer will sich der Meister "nicht unter Druck setzen lassen", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. "Wir werden in Ruhe einen Trainer aussuchen, der unserer Meinung nach der richtige ist", so der Bosnier. "Wir werden dir richige Entscheidung treffen."

Flick stellt um, Verein will sich Zeit nehmen

Flick setzte derweil in punkto Aufstellung klare Zeichen: Drei personelle Umstellungen nahm der 54-Jährige im Vergleich zum 1:5 in Frankfurt vor. Am markantesten war die Maßnahme, die unter Kovac gesetzten Künstler Philippe Coutinho und Thiago auf die Bank zu setzen. Im Abwehrzentrum ersetzte Javi Martínez den gegen Borussia Dortmund gesperrten Jérôme Boateng. Dazu wurde Joshua Kimmich wie im Nationalteam ins Mittelfeld vorgezogen.

Quelle: sid, dpa

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