DFB-Team gewinnt den Confed Cup

Confed Cup: 1:0-Sieg im Finale gegen Chile

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Die deutsche Nationalmannschaft hat zum ersten Mal den Confed Cup gewonnen. Im Finale in St. Petersburg setzte sich der Weltmeister gegen Südamerika-Champion Chile mit 1:0 (1:0) durch.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.01.2018, 17:43

Den Siegtreffer erzielte Lars Stindl in der 20. Minute. Der Neu-Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach profitierte von einem fatalen Ballverlust des ehemaligen Hamburgers Marcelo Diaz am eigenen Strafraum. Timo Werner eroberte den Ball, bediente Stindl, der dann ohne Mühe zu seinem dritten Turniertreffer einschob. Werner gewann mit ebenfalls drei Toren und dazu zwei Vorlagen den Goldenen Schuh als bester Offensivakteur. Bundestrainer Joachim Löw gelang ein Jahr vor der WM in Russland das Kunststück, auch ohne seine Promi-Weltmeister in nur vier Wochen ein Team von internationalem Format zu entwickeln.

Probleme zu Beginn


Löw hatte aus dem 1:1 beim Duell mit den Chilenen in der Gruppenphase seine Lehren gezogen und seine Startelf diesmal etwas offensiver formiert. Werner kam für Abräumer Emre Can ins Team, in der Abwehr ersetzte Antonio Rüdiger den Bayern-Neuzugang Niklas Süle. Doch wie zehn Tage zuvor offenbarte die DFB-Auswahl zu Beginn erneut bedenkliche Abwehrschwächen und lud die Chilenen durch leichte Fehler zu Chancen ein. Nach einem missglückten Pass von Stindl rettete Rüdiger in höchster Not gegen den Leverkusener Charles Aranguiz, den anschließenden Schuss von Arturo Vidal entschärfte Marc-André ter Stegen (3.).


In der ersten Viertelstunde gelang den Deutschen kaum etwas in der Offensive, obwohl sie diesmal eigentlich selbst mehr das Geschehen bestimmen wollten. Das Team von Trainer Juan Antonio Pizzi versäumte es jedoch, seine anfängliche Überlegenheit in eine Führung zu verwandeln. Nach ter Stegens leichtem Patzer, als er einen Vidal-Schuss zu kurz nach vorn abwehrte, traf der umworbene Arsenal-Topstar Alexis Sanchez den Ball nicht richtig (19.). Im Gegenzug zeigte das DFB-Team dann, wie eiskalte Chancenverwertung geht und ging mit 1:0 in Führung.

Chilenen in Geberlaune


Die Chilenen reagierten wütend, doch mit der Führung im Rücken stabilisierten sich die Löw-Schützlinge und ließen nun weniger zu. Rudy profilierte sich erneut als ruhiger Gestalter in der Zentrale, auch Leon Goretzka fand immer besser in die Partie. Der Schalker hatte vor der Pause zweimal das 2:0 auf dem Fuß. Zunächst verzog er nach Rudys feinem Zuspiel (36.), dann scheiterte er aus spitzem Winkel an Claudio Bravo (45.). In beiden Fällen waren am Tag der Geschenke wieder dicke Patzer der Chilenen vorausgegangen.

In ihrem dritten Finale nacheinander nach den Titeln bei der Copa América 2015 und 2016 konnten die Südamerikaner in dieser Phase ihrem eigenen Anspruch auf den nächsten Triumph nicht gerecht werden. Dagegen nährte das deutsche Perspektivteam kurz nach dem EM-Erfolg der deutschen U21 mit ihrem beherzten Auftritt die Hoffnungen auf weitere Großtaten bei der WM im kommenden Jahr.

Hitzige Szenen nach der Pause


Nach der Pause stemmte sich das DFB-Team erfolgreicher als zu Beginn gegen den Versuch der Chilenen, Druck aufzubauen. Kapitän Julian Draxler hatte nach feinem Solo Pech, dass sein Schuss noch abgefälscht wurde (55.). Kurz darauf zofften sich die Bayern-Profis Vidal und Joshua Kimmich, beide sahen Gelb und verzichteten danach auf einen versöhnlichen Handschlag. Dabei hatten sich die beiden Münchner nach dem Gruppenspiel noch zum Wiedersehen im Finale verabredet. Und es blieb hitzig. Nach Gonzalo Jaras Ellbogenschlag gegen Werner griff der Videoschiedsrichter ein, doch der serbische Referee Milorad Mazic beließ es nach dem Studium der Bilder bei Gelb - eine fragwürdige Entscheidung.


Mit Wut im Bauch warfen die Chilenen nun noch einmal alles nach vorn. Rudy rettete gegen Alexis Sanchez (73.), dann parierte ter Stegen einen Schuss von Eduardo Vargas (74.). Löw sah, dass sein junges Team immer mehr in Bedrängnis geriet und brachte Can als Stabilisator anstelle von Werner (79.). Noch einmal musste ter Stegen sich bei Aranguiz' Schuss strecken (80.). Angelo Sagal schoss kurz darauf über das leere Tor (84.), ehe wieder ter Stegen einen Freistoß von Sanchez hielt (90.+5).

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