DFB-Frauen spielen remis gegen Norwegen

Die Höhepunkte der Partie in Chemnitz

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Deutschland hat das Länderspiel-Jahr mit einem Teilerfolg beendet. Am Dienstag trennte sich das Team von Bundestrainerin Steffi Jones von Norwegen 1:1 (1:1).

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3 min
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Video verfügbar bis 29.11.2017, 15:51

Die Gäste waren vor 6031 Zuschauern im 40. Aufeinandertreffen der beiden Teams durch Ada Hegerberg (13.) in Führung gegangen. Die europäische «Fußballerin des Jahres» nutzte einen Fehler von Josephine Henning zum überraschenden Treffer. Die beim FC Arsenal unter Vertrag stehende deutsche Abwehrspielerin machte ihren Fehler aber wett und egalisierte nach 32 Minuten per Kopf nach einem Freistoß von Dzsenifer Maroszan. Es war ihr erstes Länderspieltor. Deutschland bestimmte zwar das Spiel, konnte aus zahlreichen Chancen aber zu wenig machen.

Mit Standard zum Ausgleich

"Es war ein tolles Spiel, aber nicht unser Wunschergebnis. Aber wir können eine Menge aus dem Spiel lernen", sagte Torschützin Henning im ZDF. Im neuen weißen Trikot und mittlerweile gewohnten 4-4-2-System mit Mittelfeldraute wurde das deutsche Team bei Minustemperaturen früh eiskalt erwischt. Nach einem weiten Ball ging Innenverteidigerin Henning gegen Hegerberg zu zögerlich zu Werke, die Ex-Potsdamerin lief davon, umkurvte Torhüterin Almuth Schult und schob den Ball locker ins Tor. "Da habe ich nicht gut ausgesehen", sagte Henning.

Die deutsche Mannschaft zeigte wie zuletzt offensiv viele gute Ansätze im Kombinationsspiel, ließ aber die nötige Effektivität zunächst vermissen. So scheiterte Außenverteidigerin Anna Blässe nach einer Flanke von Alexandra Popp bei einem Kopfball aus kurzer Distanz (15.). Auf der Gegenseite verhinderte Schult gegen Lisa-Marie Utland einen noch höheren Rückstand (30.). Da aus dem Spiel heraus die Durchschlagskraft fehlte, musste ein Standard den Ausgleich bringen. Die aufgerückte Henning machte nach einem Freistoß von Spielführerin Dzsenifer Marozsan mit einem perfekt platzierten Kopfball neben den linken Pfosten ihren Fehler beim 0:1 wieder gut.

Marozsan verletzt sich

Nach der Pause ersetzte Jones Henning durch Kathrin Hendrich, die ihre Ansprüche auf einen Platz in der Startelf mit einem unaufgeregten Auftritt untermauerte. Im linken Mittelfeld kam die erstmals nominierte Carolin Simon zu ihrem ersten Einsatz im A-Team - bereits die fünfte Debütantin unter Jones. Deutschland blieb in der Neuauflage des EM-Endspiels von 2013 (1:0) weiter im Vorwärtsgang. Vor allem Anja Mittag und Svenja Huth spielten sich mit schönen Kombinationen oft in den norwegischen Strafraum, beim letzten Ball fehlte aber die Präzision.

Sorgen bereitete zudem eine Verletzung von Regisseurin Marozsan, die nach einem Zweikampf mit schmerzverzerrten Gesicht humpelnd das Feld verließ (68.). Pech hatte die nur wenige Sekunden zuvor eingewechselte Felicitas Rauch mit einem Pfostentreffer (82.). Das erste große Ziel von Silvia Neids Nachfolgerin Jones ist der neunte EM-Titel im kommenden Sommer. In der Vorrunde in den Niederlanden bekommen es die DFB-Frauen in der Vorrunde mit Schweden, Italien und Russland zu tun.

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