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Mit drei Neuen ins neue Länderspiel-Jahr

Fußball - Nationalmannschaft

Mit den drei Neulingen Maximilian Eggestein, Niklas Stark und Lukas Klostermann startet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ins Jahr 2019. Das gab Bundestrainer Joachim Löw auf einer Pressekonferenz in Frankfurt bekannt.

Videolänge:
41 min
Datum:
15.03.2019

Zehn Tage nach der überraschenden Ausmusterung der Münchner Ex-Weltmeister Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller nominierte der Bundestrainer Hertha-Verteidiger Stark, den Leipziger Abwehrspieler Klostermann und den Bremer Mittelfeldspieler Eggestein in sein 23-köpfiges Aufgebot.

Zum Länderspielauftakt 2019 trifft die deutsche Nationalmannschaft am kommenden Mittwoch in einem Testspiel in Wolfsburg auf Serbien. Vier Tage später folgt in Amsterdam gegen die Niederlande der schwere Auftakt in der EM-Qualifikation. Weitere Gruppengegner sind Nordirland, Weißrussland und Estland.

Ohne Götze, Hector und Rudy

Der Leipziger Defensiv-Spezialist Marcel Halstenberg, der sein Länderspiel-Debüt schon im November 2017 gegen England (0:0) gab, kehrt nach langer, auch durch Verletzung bedingter Pause ins Aufgebot zurück. Der angeschlagene Julian Draxler von Paris Saint-Germain fehlt.

Auf den Kölner Zweitligaspieler Jonas Hector, der sich zuletzt mit einem grippalen Infekt plagte, und den Schalker Sebastian Rudy verzichtet Löw. Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach soll trotz einer Muskel-Blessur am Montag anreisen, wenn Löw seinen Kader in Wolfsburg zwei Tage vor dem Serbien-Spiel versammelt.

Das Aufgebot im Überblick

Kritik an Ausmusterung befremdlich

Ich finde es befremdend, wenn manche über Respekt und Wertschätzung urteilen, obwohl sie gar nicht beim Gespräch dabei waren.
Joachim Löw

Zudem reagierte Löw auf die Kritik an der Ausbootung der Münchner Weltmeister mit Unverständnis. "Wir haben sie nicht verbannt, und sie haben nichts verbrochen", sagte Löw. "Ich finde es befremdend, wenn manche über Respekt und Wertschätzung urteilen, obwohl sie gar nicht beim Gespräch dabei waren. Zeit ist auch kein Indikator für die Qualität eines Gesprächs." Löw sprach weiterhin von "allerallergrößter Wertschätzung und Dankbarkeit" gegenüber Jerome Boateng, Thomas Müller und Mats Hummels.

"Emotional ist mir das wahnsinnig schwer gefallen. Diese Spieler sind mir auch als Menschen enorm wichtig." Er habe mit allen nochmals "in aller Ruhe telefoniert". Dabei hätten Müller und Hummels ihm mitgeteilt, dass sie trotz Löws Ansage "weiter zur Verfügung stehen". Am Dienstag vergangener Woche hatte Löw den Bayern-Weltmeistern eröffnet, dass er die Zukunft der Nationalmannschaft ohne sie plant. Das bekräftigte er am Freitag. Nach anfänglichem Lob für seine Konsequenz gab es Kritik von vielen Seiten am Stil - unter anderem von Müller und Bayern-Verantwortlichen, aber auch von den Nationalspielern Leon Goretzka und Joshua Kimmich.

mit Material von dpa, sid

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