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WM-Traum geplatzt: DEB-Team unterliegt Tschechien

Tschechiens Dominik Kubalik (l) und Deutschlands Moritz Seider (m) am Deutschen Tor am 23.05.2019 in Bratislava, Slowakei

Die WM-Reise für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist zu Ende. Das DEB-Team unterlag im Viertelfinale Tschechien mit 1:5.

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23.05.2019
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Der Traum von der ersten WM-Medaille seit 66 Jahren ist für das DEB-Team geplatzt. Leon Draisaitl und Co. sind bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei im Viertelfinale ausgeschieden. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft um den NHL-Star verlor in der ersten K.o.-Runde 1:5 (0:0, 1:1, 0:4) gegen den zwölfmaligen Titelträger Tschechien.

"Wir sind leider zu ungeduldig geworden und haben blöde Gegentore kassiert", sagte Yannic Seidenberg, der noch kein positives WM-Fazit ziehen wollte: "Klar waren die Siege schön, aber wir wollten heute den nächsten Schritt gehen, daher sind wir jetzt enttäuscht." NHL-Verteidiger Korbinian Holzer bilanzierte: "Es ist bitter, denn ich glaube, es war viel mehr drin."

Beste WM-Platzierung seit 2010

Kleiner Trost: Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes beendete das erste Turnier mit dem neuen Bundestrainer Toni Söderholm auf Platz sechs und erreichte damit die beste Abschlussplatzierung seit dem Halbfinaleinzug bei der Heim-WM 2010. Fünf Siege hatte sie zuletzt 1983 errungen. "Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir waren heute nicht weit entfernt", sagte Draisaitl.

Der Münchner Frank Mauer erzielte das Tor für die deutsche Mannschaft (38.), in der noch elf Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 standen. Jan Kovar (34.) hatte die Tschechen in Führung gebracht, Jakub Voracek (45.), Dominik Kubalik (52.), Ondrej Palat (54.) und erneut Kovar (60.) besiegelten das deutsche Viertelfinal-Aus - auf die erste WM-Medaille seit Silber 1953 muss die DEB-Auswahl weiter warten.

Heimspiel-Atmosphäre

Angefeuert von 5.000 Landsleuten unter den 9.085 Zuschauern begann der zwölfmalige Weltmeister mit viel Angriffsdruck. NHL-Torwart Philipp Grubauer bekam sofort viel Arbeit und hatte Glück, als Kovar das leere Tor nicht traf (2.). Die deutsche Mannschaft brauchte gut zehn Minuten, um sich vom Dauerdruck zu befreien. Dann hatte Draisaitl das Führungstor auf dem Schläger, scheiterte aber allein vor Torwart Patrik Bartosak (13.).

Auch im zweiten Drittel hatten die Tschechen zunächst mehr vom Spiel, Grubauer rettete mit einer Glanzparade gegen Ondrej Palat (32.). Zwei Minuten später schlenzte Kovar den Puck über Grubauers Stockhand ins Netz. Nach einem Fehler von Bartosak schaltete der Kölner Frederik Tiffels am schnellsten und legte für Mauer zum Ausgleich auf. Im Schlussdrittel trafen nur noch die Tschechen durch Voracek, Kubalik, Palat und Kovar.

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