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Wehrlein: "Ich muss noch einiges lernen"

Formel E: Neuling feiert Premiere in Marrakesch

Premiere für Pascal Wehrlein: Am Samstag startet der Ex-Formel-1-Pilot im marokkanischen Marrakesch (16 Uhr im zdfsport.de-Livestream) zum ersten Mal in der Formel E.

Pascal Wehrlein
Pascal Wehrlein
Quelle: reuters

Den Saisonauftakt vergangenen Dezember in Saudi Arabien musste Pascal Wehrlein noch auslassen, da sein Mercedes-Vertrag noch bis Jahresende lief und er aus Stuttgart nach seiner offiziellen Trennung im Herbst 2018 auch keine vorzeitige Freigabe erhielt. Deshalb also erst jetzt in Marrakesch das Debüt mit dem indischen Mahindra-Team ´- einen großen Nachteil sieht Wehrlein in dem verpassten ersten Rennen aber nicht: "Ich stand auch da die ganze Zeit über mit dem Team in Kontakt, habe alle Daten und alle Infos bekommen. Und manchmal ist es sogar auch nützlich, so ein Rennen im Fernsehen zu verfolgen, da bekommt man doch auch einiges über Strategie-Details mit, die ja in der Formel E sehr wichtig sind."

Ausführliche Vorbereitung im Simulator

Auch im Simulator des Teams im britischen Banbury hat sich Wehrlein ausgiebig auf Marrakesch einstellen können: "Ich fühle mich gut vorbereitet. Das lief alles sehr gut, ich mag die Strecke dort, es gibt einige Überholmöglichkeiten."

Auch der dritte Platz seines Teamkollegen Jerome d´Ambrosio im Auftaktrennen stimmt ihn optimistisch: "Mahindra ist ein innovatives, tolles Team. Ich habe mich riesig gefreut, dass Jerome in Riad die Werksteams ärgern konnte und Dritter wurde. Das zeigt unser Potenzial. Wir haben offensichtlich eine gute Basis, auf die wir aufbauen können."

Unter Druck setzt er sich aber deshalb nicht: "Ich bin ein Neuling in der Formel E. Das heißt, ich muss noch einiges lernen, und es ist Luft nach oben."

Für die Fans noch im Schatten der Formel 1

Zumindest im öffentlichen Interesse bei den Fans steht die Formel E immer noch deutlich im Schatten der Formel 1. Für die Automobilhesteller gilt das alledings ja nicht mehr - sie sehen die Elektro-Rennserie als perfekte Technik- und Marketing-Spielwiese für die Zukunft.

Audi, BMW, Jaguar und Nissan zum Beispiel sind jetzt schon dabei, Mercedes und Porsche werden nächstes Jahr offiziell kommen.

Formel E kein Rückschritt, sondern neue Chance

Deshalb sieht es auch Wehrlein nicht als Rückschritt an, statt seines eigentlichen Traumziels Formel 1 jetzt erst einmal hier unterwegs zu sein: Die Formel E sei eine neue Chance für ihn, sagt er.

"Sie ist die Serie, die am meisten wächst, und der Ort, wo man sich für die Zukunft positionieren will. Das Level der Fahrer ist sehr hoch, im Durchschnitt ist das Fahrerfeld das stärkste im gesamten Motorsport. Als Pilot kann man auf den Stadtkursen noch den Unterschied machen - mehr als in der Formel 1. Die Autos der neuen Generation haben einen großen Sprung in Sachen Leistung und Speed gemacht. Ein Sieg ist mittlerweile viel wert."

Letztes Jahr trat er ja, ein bisschen notgedrungen aus Mangel an Alternativen nach dem Formel-1-Aus, noch einmal für Mercedes in der DTM an. Aber da hatte er, zumindest für sein Gefühl, mit dem Meistertitel 2015 eigentlich schon alles erreicht: "Meine Zukunft liegt ganz klar im Formelsport, und die Formel E ist eine der attraktivsten Serien in diesem Bereich."

Wehrlein: "Man muss mit der Zeit gehen"

Was für ihn sehr wichtig ist: "Das Auto fährt sich auch wirklich wie ein Formel-Auto - auch wenn die Motorgeräusche fehlen." Ein bisschen ist er ja schon noch ein Kind des traditionellen Motorsports, groß geworden mit dem Sound von Benzinmotoren, "aber man muss halt mit der Zeit gehen. Elektromobilität wird immer wichtiger, und die Formel E ist professioneller Motorsport."

Den Kontakt zur Formel 1 wird der 24-Jährige, letztes Jahr noch dritter Fahrer bei Mercedes, aber dort eher fünftes Rad am Wagen ohne wirkliche Chance, noch einmal weiter zu kommen, ja trotzdem nicht verlieren.

Simulatorfahrer bei Ferrari

Eher im Gegenteil: Wehrlein soll 2019 Simulatorfahrer bei Ferrari werden und wurde letztes Wochenende schon in Maranello gesichtet. Ein Deal, der schon im vergangenen Herbst eingefädelt wurde, auch mit ein bisschen Hilfe von seinem gutem Kumpel Sebastian Vettel.

Womit Vettel jetzt einen Vertrauten in seiner Nähe hat - und Wehrlein die Möglichkeit, sich jetzt in der ja mit Haas und Sauber eigentlich aus drei Teams bestehenden Ferrari-Welt vielleicht für die Zukunft in Position zu bringen.

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