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Keller zu Frauenfußball - und Fans bei Männer-EM

Der DFB-Präsident im Interview

Die Bundesligen und die großen Vereine müssen mehr für den Frauenfußball tun, fordert DFB-Präsident Fritz Keller. Bezüglich EM-Spiele in München vor Fans ist er zuversichtlich.

7 min
7 min
13.04.2021
13.04.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.04.2022

DFB-Präsident Fritz Keller sieht gute Chancen für EM-Spiele in München mit Fans im Stadion. Voraussetzung für eine Zulassung von 20 Prozent der Gesamtkapazität sei allerdings eine entsprechende Lage der Corona-Pandemie. "So wie die Politik das mit den Impfungen verspricht, müsste das möglich sein. Da bin ich zuversichtlich, dass wir die vier Spiele hinbekommen", sagte Keller am Dienstag im ZDF am Rande des Fußball-Länderspiels der DFB-Frauen gegen Norwegen (3:1).

Zunächst erwarte er aber eine entsprechende Zusage durch die bayerische Landesregierung, so Keller weiter.

Wir brauchen einfach die Möglichkeit, wie es die UEFA gefordert hat, dass, wenn die pandemische Lage es erlaubt, wir es mit 20 Prozent hinbekommen. Es ist nicht unser Ziel, dass wie bei Dublin die Spiele möglicherweise in eine andere Stadt vergeben werden.
DFB-Präsident Fritz Keller

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wird am Montag die Entscheidung über das EM-Format (11. Juni bis 11. Juli) in ursprünglich zwölf Ländern treffen. München, Dublin, Rom und Bilbao konnten bislang eine teilweise Zulassung von Zuschauern nicht garantieren. Doch genau diese fordert UEFA-Chef Aleksander Ceferin von den Austragsungsstädten.

Keller will Professionalisierung des Frauenfußballs

Was die Entwicklung des Frauenfußballs angeht, will DFB-Präsident Fritz Keller den deutschen Profifußball langfristig zu einer Förderung des Frauenfußballs verpflichten.

Es muss irgendwann eine Verpflichtung sein, dass jeder Verein der ersten drei Ligen im Verhältnis zum Umsatz in den Frauenfußball investieren muss.

Diese Vorgabe könne beispielsweise Teil der Lizenzierung werden. Das große Ziel seien professionelle Strukturen. "Es muss langfristig irgendwann Teil der Lizenzierung sein, dass ein bestimmter Betrag in die Frauen gehen muss. Es geht nicht, dass man das halbtags macht.

Die Frauen müssen irgendwann die Möglichkeit haben, das hauptberuflich auszuüben
DFB-Präsident Fritz Keller

Besonders auf Klubebene müsse der Frauenfußball in seiner Breite gestärkt werden. Es könne nicht nur Vereine geben, die "Spielerinnen aufkaufen und dann eine Profimannschaft bilden. Mit Geld ist es immer einfacher", sagte Keller, der namentlich die "reichen Vereine" Bayern München und VfL Wolfsburg nannte.

von dpa, sid, ZDF

Sport - DFB-Frauen besiegen Norwegen 

Die DFB-Frauen haben das Testländerspiel in Wiesbaden gegen Norwegen 3:1 (2:1) gewonnen. Dabei war die deutsche Elf bereits kurz nach dem Anpfiff in Rückstand geraten.

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