Stürmt für Potsdam und Slowenien: Lara Prasnikar

Mit der Nationalelf tritt sie zum Auftakt der WM-Quali gegen DFB-Frauen an

Lara Prasnikar spielt für Turbine Potsdam und für die slowenische Nationalmannschaft – mit unterschiedlichem Erfolg. Beim Bundesligaklub kämpft sie um einen Stammplatz. Im Auswahlteam ist die junge Stürmerin schon eine Größe.

Lara Prasnikar in Aktion.
Lara Prasnikar Quelle: imago

Es ist bereits die zweite Saison, in der Lara Prasnikar für Potsdam spielt. In nächster Zeit wird sich viel entscheiden. Die 19-Jährige Slowenin wechselte vor einem Jahr von ZNK Rudar Skale in die brandenburgische Landeshauptstadt. Sie wurde gut aufgenommen, hat eine schöne Wohnung gefunden und begann kürzlich mit einem Ökonomie-Fernstudium in Slowenien. Lara fühlt sich wohl. Das ist das Private.

Nationaltrainer setzt auf Jugend und Erfahrung

Sportlich läuft es für sie beim traditionsreichen und oft erfolgreichen Bundesliga-Klub allerdings noch nicht nach Plan. „Zu meinen ersten Einsätzen in der Bundesliga kam ich erst spät zur Rückrunde der vergangenen Saison. Das soll und muss sich nun ändern. Ich will mehr von Anfang an auflaufen“, gibt sich die hochgewachsene Nationalstürmerin angriffslustig.

Im Team des slowenischen Frauen-Nationaltrainers Damir Rob ist Lara Prasnikar seit zwei Jahren erste Wahl. Rob setzt gleichermaßen auf die Jugend wie auf internationale Erfahrung. Beides kann Prasnikar vorweisen. „Unser Team wird immer besser. Viele von uns spielen im Ausland und dort auf einem hohen Niveau. Diese Qualität bringt die Nationalmannschaft nach vorne“, erklärt die Offensivspielerin. Die aktuellen slowenischen Auswahlspielerinnen kicken in Italien, Österreich, Schweden, Ungarn und - wie Lara Prasnikar – in Deutschland.

Slowenien klarer Außenseiter gegen DFB-Frauen

Trotzdem macht sie sich vor dem ersten WM-Qualifikationsspiel in Ingolstadt gegen Deutschland (Samstag, 14 Uhr/ZDF ab 13:45 Uhr) keine großen Illusionen: „Wir sind der klare Außenseiter.“ Der slowenische Frauenfußball wird allenfalls als zweitklassig eingeordnet. Auf der FIFA-Weltrangliste steht das kleine Land derzeit auf Rang 58 (Deutschland zzt. 2.) . „Wir haben nur eine Liga mit zehn Mannschaften und keine sportliche Infrastruktur. Der Zuschauerschnitt liegt bei 100. Das ist natürlich überhaupt kein Vergleich zum professionellen Frauenfußball in Deutschland“, erklärt Prasnikar die prekäre sportliche Situation in ihrer Heimat.

Immerhin hat sich bereits eine slowenische Nationalspielerin einen Namen gemacht: Mateja Zver kickt beim österreichischen Erstligisten St. Pölten, gilt als äußerst talentiert und ist so etwas wie der Star im slowenischen Nationalteam. Hoffnung macht Zvers Stürmerkollegin Lara Prasnikar die Wahl ihres Landsmanns Aleksander Ceferin zum UEFA-Präsidenten im September 2016. „Vielleicht bringt das endlich den Schub für den Frauenfußball in Slowenien“, sagt die Nationalstürmerin in fast fließendem Deutsch.

DFB-Frauen in der WM-Qualifikation

Unterstützung vom Papa

Lara trägt übrigens einen großen slowenischen Fußballernamen: Ihr Vater, Bojan Prasnikar, ein ehemaliger jugoslawischer Fußballspieler, war von 2007 bis 2009 Trainer des damaligen Bundesligisten Energie Cottbus. Zudem betreute er mehrmals die slowenische Männer-Nationalmannschaft. Wann immer es geht, besucht er die Bundesliga-Spiele von Turbine im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion. „Er hilft mir und unterstützt mich“, betont Lara.

Seine Tochter bekam Bojan Prasnikar in der ersten Elf von Potsdam in dieser Spielzeit allerdings noch nicht zu sehen. Potsdams Trainer Matthias Rudolph ist jedoch fest davon überzeugt, dass sich das schon bald ändern wird. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie in der Bundesliga-Mannschaft aufläuft. Sie ist ballsicher, technisch stark, zielstrebig und kann gut schießen“, zählt der Trainer im Gespräch mit zdfsport.de die vielfältigen Qualitäten seiner Nachwuchsstürmerin auf. Die will Lara Prasniakar nur zu gerne auch am Samstag gegen Deutschland zeigen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.