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Riskante Reizpunkte vor dem letzten Tango

In seinem letzten Jahr in Hoffenheim wird Julian Nagelsmann zum Neustart gezwungen. Bewusst setzt er deshalb provozierende Reizpunkte. Dass seine Strategie aufgehen kann, muss der Coach ausgerechnet im Saison-Eröffnungsspiel bei Meister Bayern München (live im ZDF) beweisen.

Julian Nagelsmann
Julian Nagelsmann Quelle: dpa

Matthias Sammer findet eine gewisse Portion Draufgängertum durchaus sympathisch. Wie sonst sollte man sein Plädoyer für Julian Nagelsmann deuten.

Der jüngste Bundesligatrainer muss nach dem Triumph, direkt die Champions League erreicht zu haben, gefühlt ein halbes Dutzend guter Kicker ersetzen und spricht mutig davon, jetzt am liebsten Meister werden zu wollen.

Dass der inzwischen 31 Jahre alte Nagelsmann eine „lahme Ente“ sein soll, nur, weil er für 2019 seinen Wechsel zu RB Leipzig ankündigte, findet Sammer jedenfalls so übertrieben wie die Horror-Szenarien, die mancher an die Wand malt, wenn es um Nagelsmanns letzte Saison im Kraichgau geht.

Sammers Treueschwur

Der, so Sammer, leiste Unglaubliches. Jetzt vom Titel zu sprechen, zeuge von Mut und sei „richtig und wichtig.“ Dann leistete Sammer, immerhin wichtiger Berater des Liga-Konkurrenten aus Dortmund, eine Art Treueschwur. „Ich werde jeden attackieren, der diesen Mut kritisiert“, sagte Sammer und setze ein ähnliches Ausrufezeichen wie der von ihm gepriesene Trainer.     

Dem war zuletzt die Aufmerksamkeit auf die Nerven gegangen, die sich auf ihn allein als Wunderknaben fokussierte. Wohl deshalb setzte er mit der „Titelankündigung“ bewusst einen Kontrapunkt.  Zuerst war Nagelsmann bei Bayern München im Gespräch, dann meldete sich Champions League-Sieger Real Madrid. Mehr Hype geht kaum.          

Alles auf eine Karte

Spielorganisation und Gruppendynamik seien wichtig, also die Spieler und nicht er, konterte Nagelsmann. Dabei schien es ihm egal, dass ihm das nicht alle abnehmen wollten. Er aber meinte es genauso. Dritter Platz vergangene Saison. Was bleibt da anderes übrig, als eine „Kampfansage“ zu riskieren.

Bewusst stellt Nagelsmann allen bösen Prophezeiungen energiegeladene Schaffenskraft entgegen. Voller Elan gehe der TSG Coach ans Werk, obwohl mit Mark Uth (14 Tore/Schalke 04) und Serge Gnabry (10 Tore/Bayern München) zwei Schlüsselfiguren gingen und verbliebene Stützen wie Kerem Demirbay, Nadiem Amiri und Dennis Geiger länger verletzt ausfallen.   

Aber es gibt auch die guten Nachrichten. Kapitän Kevin Vogt, der WM-Zweite Andrej Kramaric und Pavel Kaderabek verlängerten langfristig. Ein untrügliches Zeichen, die TSG lebt sagt Manager Alex Rosen. Wie die Sache ausgeht, weiß auch Nagelsmann nicht. Und ja, ein Absturz ist möglich. Aber es kann auch anders laufen. Besser.

Der Trainer will noch mehr

Sich über die Bundesliga-Platzierung erneut für die Königsklasse zu qualifizieren wird enorm schwer, in der aktuellen Campions League Saison drohen die schwersten denkbaren Gegner für den Königsklassen-Neuling aus Hoffenheim. Aber aufgeben, nur weil die Umstände schwierig werden?

Die Bundesliga-Trainer 2018/19

Es muss vorwärts gehen findet Nagelsmann, egal wie und ein Trainer hat sich Erwartungen zu stellen und muss selbst den Ehrgeiz haben, aus „wenig“ viel zu machen.  Nagelsmann will Gruppen-Dritter werden und Spuren hinterlassen.

Transparenz findet er bei allem Risiko wichtiger als zu taktieren, um für den Fall des Misserfolges gewappnet zu sein. Vorwürfe, bekam Nagelsmann in Hoffenheim wegen seiner prompten Wechsel-Ankündigung  nach Leipzig nicht zu hören. Das, befand Offensivkraft Amiri, sei allemal besser als Geheimnistuerei. So wisse jeder woran er sei. Hoffenheim bekommt irgendwann einen neuen Trainer. Bis dahin setzt Julian Nagelsmann mit einer „neuen“ Mannschaft fast alles auf eine Karte.

Fr, 21.09.2018
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