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Wehen Wiesbaden glaubt an seine Chance

Gegen Ingolstadt müssen die Hessen eine Heimniederlage wettmachen

Nach dem ersten Relegationsspiel um den letzten freien Platz in der 2. Fußball-Bundesliga hat der FC Ingolstadt die klar besseren Karten. Doch beim SV Wehen Wiesbaden regiert die Zuversicht, die 1:2-Heimniederlage noch wettmachen zu können. Das ZDF zeigt das Rückspiel ab 18 Uhr live.

Ingolstadts Paulsen (l.) und der Wehener Schäffler im Zweikampf.
Ingolstadts Paulsen (l.) und der Wehener Schäffler im Zweikampf.
Quelle: dpa

Daniel-Kofi Kyereh hat mit seinem Tor die Hoffnung beim SV Wehen Wiesbaden am Leben gehalten. Der eingewechselte Stürmer traf im Relegationshinspiel in Wiesbaden gegen Zweitligist FC Ingolstadt mit der letzten Aktion des Spiels zum Anschluss. „Das Tor gibt uns ein positives Gefühl“, sagt Kyereh. Auch wenn am Dienstag (18:15 Uhr, live im ZDF) die „Schanzer“ nach dem 2:1 (1:0)-Auswärtssieg die bessere Ausgangslage haben.

Der Glaube lebt

Der Glaube an den Aufstieg lebt beim hessischen Fußball-Drittligisten aber nach wie vor. „Wir wollen unsere eigene Geschichte schreiben“, sagt Trainer Rüdiger Rehm, mit dem Erfolg und Kontinuität zum SVWW zurückgekehrt sind. Der 40-Jährige übernahm den SVWW im Februar 2017 auf den vorletzten Tabellenplatz und führte sein Team sicher zum Klassenerhalt. In seiner ersten vollen Saison mit den Hessen schrammte er knapp an Relegationsplatz drei vorbei, den sich sein Team dieses Jahr mit 70 Punkten sicherte. So viele Zähler hatte der SVWW, der die „Ewige Tabelle“ der Dritten Liga anführt, in dieser Klasse noch nie geholt.

Doch der „Drittliga-Dino“ will mehr und zurück in die Zweite Liga. Dort spielte der SVWW zwischen 2007 und 2009 – also vor zehn Jahren. „Die erste Saison war sehr erfolgreich. Im zweiten Jahr gab es dann aber viele schwere Momente“, erinnert sich der damalige Trainer Christian Hock zurück, der damals in der Winterpause gehen musste. Im Jahr 2013 kehrte Hock zum SVWW zurück, kümmerte sich zunächst um die Jugend und ist mittlerweile Sportdirektor. Zudem sprang er auch als Interimstrainer ein. „Kontinuität war lange Zeit ein Fremdwort“, sagt Hock.

Mit Rehm geht es bergauf

Am sportlich bedrohlichsten war die Saison 2015/2016, als erst am letzten Drittligaspieltag durch ein Tor von Alf Mintzel in der 94. Minute die Rettung gelang. Mit der Verpflichtung von Rehm ging es dann aber sportlich bergauf. Zwicken müsse er sich aufgrund dieser Entwicklung aber nicht, sagt Mintzel, der mit 325 Spielen  so etwas wie der „Mister Dritte Liga“ ist. „Das ist kein Zufall. Wer uns beobachtet, weiß, wie hart wir jeden Tag arbeiten.“ Im Saisonendspurt wurde diese Arbeit auch zunehmend von den Zuschauern anerkannt, auch wenn der Saisonschnitt von gut 3100 Fans definitiv ausbaubar ist.

Doch die Säulen sind beim SVWW intakt. „Wir sind gerüstet. Wir wollen diese neu entfachte Euphorie jetzt nutzen“, sagt Geschäftsführer Nico Schäfer, der seit zweieinhalb Jahren im Amt ist. Derzeit wird das Stadion erweitert, sodass in Zukunft gut 15.000 Fans in die Brita-Arena passen und damit eine Anforderung für die Zweite Liga erfüllt ist. Namensgeber der Arena - in die der damalige SV Wehen nach dem Zweitligaaufstieg umzog und sich in SV Wehen Wiesbaden umbenannte - ist das Unternehmen der Familie Hankammer. Der im September 2016 verstorbene Heinz Hankammer engagierte sich jahrzehntelang als Erster Vorsitzender beim Verein. Heute ist sein Sohn Markus Hankammer, der nach Siegen auch Mal auf dem Rasen mit dem Team feiert, Präsident.

Auswärtssiege als Warnung

Nur allzu gerne würde der SVWW auch in Ingolstadt feiern. „Wir wissen, zu was wir auswärts im Stande sind“, sagt Rehm, dessen Team in dieser Saison auf fremden Plätzen – beispielsweise beim 5:2 in Karlsruhe oder dem 4:1 in Halle – starke Gegner bezwungen hat. Klar ist: Der SVWW muss in Ingolstadt zwei Mal treffen. Ein 1:0-Sieg würde aufgrund der Auswärtstorregelung nicht reichen. Ein 3:2-Erfolg dagegen schon. Mit diesem Ergebnis hat der SVWW in der Rückrunde in Cottbus, Braunschweig, Großaspach und Uerdingen bereits vier Mal gewonnen. Der FC Ingolstadt wird gewarnt sein.

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