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Die letzte Chance für Christian Prokop

Handball - EM-Qualifikation

Für Christian Prokop beginnt mit den EM-Qualifikationsspielen gegen Israel und den Kosovo eine entscheidende Saison. Es dürfte für den Handball-Bundestrainer nach der enttäuschenden EM die letzte Chance sein, das Potenzial des Teams zu entfalten.

Christian Prokop (Handball-Bundestrainer), aufgenommen am 04.01.2018 in Stuttgart
Bewährungschance: Handball-Bundestrainer Christian Prokop
Quelle: dpa

Selten war die Leistungsfähigkeit der deutschen Handball-Nationalmannschaft so schwierig einzuschätzen wie vor dieser WM-Saison. Gibt es einen Schulterschluss oder ein erneutes Desaster? Zeigt die Mannschaft Teamgeist oder kommt es zum endgültigen Bruch?

Hanning fordert Leistung und Leidenschaft

Nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2016 wurden alle Ziele verpasst, offenkundig war der Riss zwischen Mannschaft und Bundestrainer Prokop bei der EM im Vorjahr. Die Kritik prasselte von allen Seiten auf den international unerfahrenen Coach: Kaderplanung, Umgang mit den Spielern, ein Konzept das nicht zum Team passte, manche Entscheidung am Spielfeldrand. Die Rufe nach einer Trainerentlassung waren vehement und laut.

Der DHB, allen voran Bob Hanning, der eigenwillige Leistungssportchef, hielt an Prokop fest, überzeugt von dessen Fachwissen. Nach der offenen und ehrlichen Analyse, wie Hanning betont, fordert er vor dem Spiel gegen Israel (Mittwoch, ab 18:45 Uhr im zdfsport.de-Livestream): "Mehr Leistung, mehr Leidenschaft, mehr Erfolg und eine 100-prozentige Bereitschaft der Mannschaft und uns allen drum herum."

Hohe internationale Qualität

Sportlich ist das Potential der Nationalmannschaft noch immer von hoher internationaler Qualität, die Ansage von Axel Kromer (Vorstand Sport im DHB) bei der WM im Januar um die Medaillen mitkämpfen zu wollen, sicher die richtige Ansage. Fakt ist aber, dass gerade die Führungsspieler momentan in ihren Vereinen nicht stabil Leistung abrufen. "Es sind längst nicht alle in Topform", so Hanning. Umso mehr wird das gefordert sein, was die einstigen, so erfolgreichen "Bad Boys" und das Trainerteam nach dem Neuanfang leben müssen: Teamgeist, Kampfkraft, Einheit auch außerhalb der Halle, Zusammenhalt des gesamten Spieler- und Betreuerstabes.

Christian Prokop steht dabei im Mittelpunkt. Er wird den Nachweis erbringen müssen, ein Team formen, fördern und zu Höchstleistungen antreiben zu können. Der 39-jährige Handballlehrer hat den Kader umgebaut, sechs Spieler sind für die EM-Qualispiele gegen Israel und Kosovo nominiert, die bei der EM 2018 nicht dabei waren.

Prokop holt zwei Erfahrene zurück

Die größte Veränderung nimmt Prokop auf der Spielmacherposition Rückraum Mitte vor. Mit Niclas Pieczkowski aus Leipzig, der zur EM verletzt war und dem 32-jährigen Martin Strobel, Europameister von 2016, kehren zwei erfahrene, taktisch kluge Aufbauspieler zurück. Hinzu kommt mit Tim Suton vom TBV Lemgo (22 Jahre / 6 Länderspiele) eine Nachwuchskraft, die auch auf der linken Rückraumposition eingesetzt werden kann.

Christian Prokop erwartet von seiner Mannschaft, dass sie hoch engagiert und voll konzentriert in den Auftakt der WM-Saison startet. Die 19 Akteure des nominierten Kaders um Kapitän Uwe Gensheimer, das Torhütergespann Heinevetter und Wolff, die Abwehrriesen Lemke und Wiencek müssen auf dem Weg zu dieser richtungweisenden WM im eigenen Lande von Beginn an als kampfstarke Einheit auftreten.

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