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Deutsche Handballer ziehen ins Halbfinale ein

Handball-WM: Kroatien - Deutschland 21:22

Die deutschen Handballer haben erstmals seit zwölf Jahren das Halbfinale bei einer WM erreicht. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop besiegte Kroatien in ihrem zweiten Hauptrundenspiel in Köln 22:21 (11:11) und sicherte sich vorzeitig die T...

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 20.01.2020

Im abschließenden Hauptrundenspiel gegen Europameister Spanien am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) geht es um den Gruppensieg. Bester Werfer der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) vor 19.250 Zuschauern war Fabian Wiede mit sechs Toren. Zuletzt stand das DHB-Team beim Titelgewinn 2007 bei einer WM unter den besten Vier. Durch den deutschen Sieg steht auch Titelverteidiger Frankreich im Halbfinale. Das DHB-Team hat durch den Halbfinaleinzug zudem einen Platz bei einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2020 sicher.

Bitteres WM-Aus für Strobel

Einziger Wermutstropfen beim umjubelten Sieg war die schwere Verletzung von Spielmacher Martin Strobel. Der 32-Jährige vom Zweitligisten HBW Balingen-Weilstetten zog sich einen Kreuz- und Innenbandriss im linken Knie zu und fällt für den Rest der WM aus.

Prokops Team kompensierte den bitteren Ausfall mit viel Leidenschaft, großem Kampfgeist - und einer immer besser werdenden Abwehr. »Hinten auskotzen, dann können wir immer noch wechseln», forderte der Coach in einer Auszeit während des ersten Durchgangs. Tatsächlich wurde es für Kroatiens Weltklasse-Leute wie Domagoj Duvnjak und Luka Stepancic im weiteren Verlauf immer schwieriger, Lücken im deutschen Defensivblock zu finden.

Mangelnde Konzentration

Dennoch blieb die hochspannende Partie eng, weil es nach dem Verlust von Strobel zum Teil ordentlich im deutschen Angriff haperte.

Das lag aber weniger am Spielaufbau, sondern an der teils mangelhaften Konzentration. Kapitän Uwe Gensheimer oder Rechtsaußen Patrick Groetzki, die beide einen schlechten Abend erwischten, vergaben aus teils besten Situationen und verpassten dadurch eine höhere Führung für die deutsche Mannschaft.

Zudem kassierte die DHB-Auswahl zum Teil unnötige Zeitstrafen und verschaffte den Kroaten somit immer wieder Überzahlsituationen.

Nach der überraschenden Pleite gegen Brasilien am Vortag war bei den Kroaten jedenfalls in weiten Teilen nichts von einer Verunsicherung zu spüren. Stattdessen entwickelte sich die erwartete Partie auf Augenhöhe. Ein Großteil der anwesenden Fans ignorierte seine Sitzplätze und stand angesichts der Dramatik fast während der kompletten Partie. Und sie sahen eine deutsche Mannschaft, die immer wieder ihre Führung auf zwei oder mehr Tore hätte ausbauen können - aber diese Chancen auch immer wieder leichtfertig liegen ließ.

Abwehrbollwerk hält stand

Aber das deutsche Abwehrbollwerk stand. Und je länger das Spiel dauerte, desto mehr steigerte sich auch die Offensive. «Hinten entscheiden wir dieses Spiel!», betonte Prokop in einer Auszeit Mitte des zweiten Durchgangs. Tatsächlich stand die Abwehr meist sicher. Aber die Chancenverwertung blieb katastrophal.

Kroatien - Deutschland 21:22 (11:11)
Kroatien: Sego, Stevanovic - Strlek (4), Karacic (4/1), Sipic (3), Stepancic (2), Duvnjak (2), Musa (2), Horvat (2), Mandic (1), Vrankovic (1)
Deutschland: Wolff (Kiel), Heinevetter (Berlin) - Wiede (Berlin/6), Gensheimer (Paris/4/2), Pekeler (Kiel/3), Böhm (Hannover/2), Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen/2), Häfner (Hannover/2), Fäth (Rhein-Neckar Löwen/2), Wiencek (Kiel/1), Weinhold (Kiel), Groetzki (Rhein-Neckar-Löwen), Drux (Berlin), Strobel (Balingen), Musche (Magdeburg), Lemke (Melsungen).
Schiedsrichter: Hjeding/Hansen (Dänemark)
Zeitstrafen: 4:5
Siebenmeter: 1/2:2/3
Zuschauer in Köln: 19.250 (ausverkauft)

Ergebnisse und Tabellen

Handball-WM 2019

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