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Mann gegen Mann in Alta Badia

Parallel-Riesenslalom

Nebeneinander statt nacheinander: Parallel-Riesenslalom ist bei den Athleten ausgesprochen beliebt. Marcel Hirscher zum Beispiel hat vor dem Rennen heute in Alta Badia (ab 18.30 Uhr im zdfsport.de-Livestream) ein Spezialtraining absolviert.

Marcel Hirscher
Marcel Hirscher will es auch in der neuen Disziplin des Parallel-Riesenslaloms wissen. Quelle: reuters

Von der Ferne aus gesehen, kann es nur ein Fußballstadion sein, was an der Bergflanke in grelles Licht getaucht ist. Wir sind im kleinen Skiort Stern im Hochabteital, besser bekannt als Alta Badia. Doch das Stadion hier ist eine Piste, die berühmte Gran Risa. Im unteren Teil ist sie mit hohen Flutlichtmasten eingerahmt.

Der Sieger kommt weiter - wie beim Tennis

Der Aufwand  gilt einem neuen Wettbewerb, dem Parallel-Riesenslalom, der olympisch werden soll. Dieser Wettbewerb kann abends ausgetragen werden und das Publikum kann besser mitfiebern als bei klassischen Skirennen, weil die Konkurrenten im K.o.-Modus gegeneinander fahren. Der Sieger steigt in die nächste Runde auf - wie bei einem Tennisturnier.

Marcel Hirscher, Triumphator im Traditions-Riesenslalom am Sonntag, hat ein  Spezialtraining absolviert. Auf der heimischen Reiteralm wurde für den sechsmaligen Gesamtweltcupsieger aus Österreich eine Startrampe installiert, damit er besser aus dem Gate kommt.

Schnelle Reaktion gefordert

Bei den zwei Rennen, die 2015 und 2016 ebenfalls in Alta Badia ausgetragen wurden, war Hirscher jeweils in der ersten Runde ausgeschieden. Der Start ist wichtig, denn wenn das Klapptor fällt, müssen die Athleten reaktionsschnell anschieben.

Auch sonst ist der Wettbewerb speziell. Es wird Mann gegen Mann gefahren auf einem kurzen Hang, der mit zwei Sprüngen gespickt ist. Die Torabstände sind ungewöhnlich, nicht so eng wie beim Slalom und nicht so weit, wie beim Riesenslalom. Trotzdem betonen die meisten Athleten, dass sie Spaß an dieser neuen Disziplin im Weltcup haben, die auch im Slalom ausgetragen wird.

Snowboarder als Vorreiter

Denn normalerweise starten alpine Skifahrer in ihrem Sport immer nacheinander, was eine gewisse Eintönigkeit mit sich bringt. Snowboarder kämpfen schon lange in Parallel-Wettbewerben gegeneinander. Schon vor einem halben Jahrhundert fuhren Skifahrer gegeneinander Sieger aus. Der Weltverband strich das Format damals aus dem Programm, aus heutiger Sicht ist das nicht mehr nachvollziehbar.

Der Qualifikationsmodus ist allerdings umstritten. Denn neben den besten 16 der Riesenslalom-Weltrangliste und den vier Besten in der Gesamtweltcupwertung , dürfen die Schnellsten aus dem ersten Durchgang des Riesenslaloms am Sonntag das Feld auffüllen.

Besser: Ein Quali-Rennen

Sinnvoll wäre ein Qualifikationsrennen am frühen Nachmittag. Das wäre gerecht, denn die besten Riesenslalomfahrer sind nicht automatisch die Besten im Duell gegeneinander. Deshalb können Favoriten kaum benannt werden.

Vorjahressieger Cyprien Sarrazin aus Frankreich hatte noch keine weitere Top-Platzierung erzielt, fuhr unbekümmert und besiegte im Finale Olympiasieger Carlo Janka aus der Schweiz. Vor zwei Jahren besiegte Kjetil Jansrud Landsmann Axel Lund Svindal. Beide Norweger sind Abfahrtsspezialisten, aber beide können mit Druck besser umgehen als viele Konkurrenten.  Der Ausgang der dritten Auflage dieses neuen Wettbewerbs ist völlig offen.

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