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Die Formel E hat einen neuen Star: Maximilian Günther

Viertes Saisonrennen in Mexiko-Stadt

Beim E-Prix von Mexiko am Samstag (Livestream ab 22:30 Uhr) zählt auch ein junger Deutscher zum Favoritenkreis: Maximilian Günther, der sich zuletzt in Santiago seinen ersten Sieg in der Formel E holte.

Maximilian Günther
Maximilian Günther
Quelle: epa

"Maxi" - so nannten ihn viele in der Motorsportszene über Jahre - schließlich war er bei seinem Aufstieg durch verschiedene Nachwuchsserien oft einer der Jüngsten. Jetzt ist er zwar auch der jüngste Formel-E-Sieger aller Zeiten, aber aus dem "Maxi" von früher ist Maximilian geworden: Maximilian Günther, immer noch erst 22 Jahre alt, aber inzwischen ein gestandener Rennsportprofi.

Mit dem BMW-Andretti-Team sicherte er sich vor knapp einem Monat, beim letzten Rennen in Santiago de Chile, seinen ersten Formel-E-Sieg, und beeindruckte auch BMW-Motorsportchef Jens Marquardt: "Das war eine außergewöhnliche Leistung. Unglaublich, wie reif und abgezockt Maximilian in seinem erst dritten Formel-E-Rennen für unser Team gefahren ist."

"Ein Traum ist in Erfüllung gegangen"

Für den Allgäuer, der nach drei Jahren Formel 3 und einer Saison in der extrem teuren GP2, in der ein Fahrer mindestens zwei Millionen Euro Sponsorengelder mitbringen muss, im Winter 2018/19 in die Formel E wechselte, bedeutete dieser erste Triumph unglaublich viel: "Für mich ist mit dem Sieg ein Traum in Erfüllung gegangen, so Günther, der anfügt: "Vor einem Jahr musste ich nach dem Rennen in Santiago meine Formel-E-Karriere unterbrechen".

Damals noch im Dragon-Team, musste er aus nie ganz durchschaubaren politischen Gründen für ein paar Rennen dem Brasilianer Felipe Nasr, Ex-Formel-1-Pilot bei Sauber, Platz machen, ehe er gegen Saisonende noch einmal die Chance bekam, sein Talent zu zeigen. Und prompt so überzeugte, dass ihn BMW als Werksfahrer für 2019/20 verpflichtete. "Jetzt, zwölf Monate später an gleicher Stelle zu gewinnen, beweist mir, dass es richtig war, weiterhin an mich zu glauben, hart an mir zu arbeiten und meinen Weg unbeirrt weiter zu gehen."

Blindes Vertrauen

Daran haben wir beide in den vergangenen Monaten sehr intensiv gearbeitet.
Maximilian Günther

Dass er sich dort in einem sehr unübersichtlichen und hektischen Rennen, das erst auf den letzten Metern entschieden wurde, durchsetzen konnte, verdankt er sicherlich einer seiner besonderen Stärken: "Ich denke, ich kann sehr gut mein eigenes Ding machen und mich auf mich selbst konzentrieren."

Aber er betont auch die wichtige Rolle des Teams: "Wir haben uns als ganzes Team einfach nur darauf fokussiert, für uns das Optimum aus der Rennsituation herauszuholen. Das ist hervorragend aufgegangen. Dazu kam die hervorragende Kommunikation mit meinem Renningenieur. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir uns schon nach der kurzen Zeit, die ich im Team bin, so gut verstehen. Daran haben wir beide in den vergangenen Monaten sehr intensiv gearbeitet. Wir vertrauen uns blind.“

Ziel - der Meistertitel

Von Anfang an kam er im BMW-Andretti-Team sehr gut zurecht - und ist ein wichtiger Baustein für den guten Saisonstart der bayerisch-amerikanischen Truppe: Schon beim Saisonauftakt in Riad hatte er ja beim Sieg seines Teamkollegen Alexander Sims ja eigentlich als Zweiter auf dem Treppchen gestanden, ehe es nachträglich wegen eines Kommunikationsproblems eine Zeitstrafe gab und er auf Rang elf zurückversetzt wurde. Jens Marquardt kann vor dem Rennen in Mexiko jedenfalls eine sehr positive Zwischenbilanz ziehen: "Insgesamt können wir nach zwei Siegen und zwei Pole-Positions in drei Rennen sowie Platz eins in der Teamwertung mit dem Saisonstart hochzufrieden sein."

Für Günther geht es jetzt darum, „den Weg, den wir eingeschlagen haben, konsequent weiterzugehen. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren, unsere Hausaufgaben machen und dadurch im Saisonverlauf immer besser werden." Wozu das dann am Saisonende reiche, das müsse man abwarten. Mittel- und langfristig ist sein Ziel aber klar: der Meistertitel in der Formel E. "Das muss nicht in dieser Saison passieren, aber generell ist das der Anspruch, den ich an mich habe."

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