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D-Tour 2019 mit Starbesetzung

Rad-Rundfahrt am Freitag und Sonntag in SPORTextra

Wenn zwei Sieger der Tour de France und der Vierte der abgelaufenen Frankreich-Rundfahrt ihre Visitenkarte bei der Deutschland-Tour abgeben, verdeutlicht das den gestiegenen Stellenwert des Wettbewerbs. Das ZDF überträgt zunächst am kommenden Freitag die 2. Etappe live ab 16 Uhr.

Emanuel Buchmann
Hat die Tour de France auf Rang vier beendet: Emanuel Buchmann

Schon im zweiten Jahr nach der Wiederauflage der Deutschland Tour erlebt die kleine Rundfahrt eine große Aufwertung. Die Tour-de-France-Sieger Vincenzo Nibali (2014) und Geraint Thomas (2018, 2019 Platz 2) sind ebenso dabei wie der Tour-Vierte in diesem Jahr, Emanuel Buchmann mit seinem deutschen Spitzenteam Bora Hansgrohe. Die D-Tour präsentiert ein Weltklasse-Feld. Dabei verläuft sie nur über vier Etappen von Hannover bis nach Erfurt über Halberstadt, Marburg, Göttingen und Eisenach. 30 Jahre nach dem Mauerfall führt die neue D-Tour durch vier Bundesländer und dabei zweimal über die frühere innerdeutsche Grenze.

Anspruchsvolle Etappen

Der ehemalige Radprofi Fabian Wegmann hat als Streckenchef keine schweren aber durchaus anspruchsvollen Etappen geplant. So führen die von ihm geplanten Kurse in den Zielorten Göttingen, Eisenach und Erfurt jeweils über Schlussrunden durch die Innenstädte, was die Rennen im Finale schwer macht und den Zuschauern ein besonderes Spektakel bieten wird, weil immer wieder Fahrer attackieren werden.

Nur im ersten Zielort Halberstadt wird es wohl zu einem Massensprint kommen. Dort muss sich die deutsche Sprinthoffnung Pascal Ackermann dann gegen Tour-de-France-Etappensieger wie Caleb Ewen und Alexander Kristoff durchsetzen - und dabei hat ihm Teamkollege Emanuel Buchmann seine volle Hilfe zugesagt.

Für einen Kletterer wie Buchmann ist die D-Tour zu leicht. Meist handelt es sich um Sprint-Anstiege, ideal für aggressive Fahrer wie Julien Alaphilippe. Der Weltranglisten-Erste aus Frankreich hatte mit seinem Fahrstil im Juli nicht nur seine Landsleute begeistert, sondern auch die vermeintlich bessere Kletterkonkurrenz verblüfft. Er fuhr zwei Wochen im Gelben Trikot und wurde am Ende Fünfter.

Ackermann zählt zum Favoritenkreis

Ein ähnlicher Fahrertyp wie der Franzose ist der Pfälzer Pascal Ackermann, der in diesem Jahr nicht nur zwei Etappen beim Giro d'Italia sondern als erster Deutscher auch die Punktwertung dort gewonnen hat und das sogar nach einem schweren Sturz.

Damit hat der 25-Jährige seine Klasse nachhaltig bewiesen und darf zu den Favoriten für die zweite D-Tour gezählt werden. Schon im vergangenen Jahr wurde Nils Politt Zweiter, wie auch in diesem Jahr beim schweren Klassiker Paris-Roubaix.

Der Kölner Politt vom Team Katusha Alpecin kann den zweiten Anlauf auf den Sieg starten, während der letztjährige Dritte, der Berliner Maximilian Schachmann, nach seinem bei der Tour de France erlittenen Mittelhandbruch noch nicht wieder einsatzfähig ist.

Auch der Sieger 2018, Matej Mohoric, fehlt. Aber dafür ist Vincenzo Nibali diesmal Kapitän im Bahrein Merida Team. Das Team Sunweb präsentiert mit Lennard Kämna die nächste deutsche Rundfahrt-Hoffnung. Der erst 22-Jährige aus Bremen hat bei zwei Tour-Etappen mit den Plätzen vier und sechs sein Potential bewiesen.

Insgesamt haben 15 Pro-Tour-Teams gemeldet, obwohl parallel zur Rundfahrt in Deutschland die spanische Vuelta rollt. Das liegt auch an der Aufwertung des Rennens durch den Weltverband in die HC-Klasse. Insgesamt treten 22 Teams mit je sechs Fahrern an. Ausrichter ist mit der ASO der Veranstalter der Tour de France. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wird es diesmal ein noch hochwertigeres Rennen geben. Und auch das Zuschauerinteresse scheint weiter zu wachsen, weil eine neue Fahrergeneration drauf und dran ist, eine neue deutsche Welle im Radsport in Schwung zu bringen.

Neuer ZDF-Experte

Für das ZDF erstmals bei der Deutschland-Tour dabei ist Experte Marcel Kittel: Der 31-Jährige aus Erfurt hat gerade seinen Rücktritt mit der Begründung erklärt, dass er den körperlichen Belastungen und dem psychischen Druck nach einem Jahrzehnt im Profi-Radsport nicht mehr gewachsen sei. Von 2013 bis 2017 war er der Sprinterkönig auf der Straße.

Der erfolgreichste deutsche Etappenjäger hat allein 14 Mal Spurtentscheidungen bei der Tour de France gewonnen, darunter 2013 auch die prestigeträchtige Schlussetappe nach Paris. In Frankreich war er "Le Kaiser", in Deutschland dagegen verlief seine großartige Karriere im Schatten der Doping-Affären um das Team Telekom mit Tour-Sieger Jan Ullrich. Marcel Kittel, der im November erstmals Vater wird, will nun Wirtschaftswissenschaften studieren. Am Samstag, 23 Uhr, ist er außerdem zu Gast im aktuellen sportstudio.

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