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Der Parcours ist der Star

Das Deutsche Spring-Derby in Hamburg startet zur 90. Auflage

Ein ausverkauftes Haus und beste Stimmung ist Tradition beim Deutschen Spring-Derby in Hamburg, das am Sonntag (16 Uhr/ZDF) unter dem Motto steht: Wer schafft den 158. Null-Fehler-Ritt auf diesem Parcours, der weltweit seinesgleichen sucht.

Deutsches Springderby in Hamburg am 05.05.2016
Mit 1250 Metern ist der Parcours von Hamburg-Kleinflottbeck besonders lang
Quelle: dpa

"Das wird mal Pulvermanns Grab", riefen die norddeutschen Zuschauer, als der Erfinder des deutschen Springderbys, Eduard F.Pulvermann, beim Training an diesem von ihm erfundenen Hindernis 1920 stürzte. Nicht nur diese Kombination, sondern auch der mächtige Wall, die zwei irischen Wälle - oder die Eisenbahnschranken - sind Aufgaben, die von den weltbesten Reitern alljährlich im Hamburger Derby-Park überwunden werden wollen. Nicht selten sah man die Kapitulation der Erfahrensten ihrer Zunft. Unvergessen das weiße Taschentuch, das Ludger Beerbaum oben auf dem Wall schwenkte, nachdem sein Partner unter ihm den Abstieg verweigerte.

Parcours gilt als der schwerste der Welt

Deutsches Spring-Derby: Der Parcours in Klein Flottbek hat sich nicht geändert.
Deutsches Spring-Derby: Der Parcours in Klein Flottbek hat sich nicht geändert.
Quelle: kincsem grafik 5/17

Es sind Hindernisse, die die Reiter und Pferde das ganze Jahr nicht zu sehen bekommen, dazu eine einzigartige Linienführung mit nur einem einzigen Richtungswechsel. Mit einer Länge von 1250 Metern ist der Parcours mehr als doppelt so lang als ein gewöhnlicher Großer Preis bei den hochdotierten Turnieren. Dieser Parcours gilt als der schwierigste der Welt. Es sind Spezialisten im Sattel und auf vier Beinen, die sich dieser Herausforderung seit 1920 stellen.

Mittlerweile gibt es einige Derby-Pferde, die speziell auf diesen einen Tag hin trainiert werden. Nach drei Siegen in den letzten Jahren, die von nichtdeutschen Reitern erzielt wurden, hofft man diesmal wieder auf einen heimischen Erfolg.

Die Chancen stehen gar nicht schlecht. Gleich zwei Frauen wollen es versuchen: Janne-Friederike Meyer Zimmermann möchte es vor heimischem Publikum in Hamburg Klein Flottbek erneut versuchen, nachdem sie sich zuvor schon mehrfach im Vorderfeld platzieren hatte können.

Sandra Auffahrth, Vielseitigkeits-Weltmeisterin von 2014, ging im vergangenen Jahr erstmals mit ihrem Derbyspezialisten "La Vista" in Hamburg an den Start und begeisterte die Zuschauer mit einem Null-Fehler-Ritt. Erst im Stechen musste sie sich geschlagen geben, am Ende immerhin Rang drei beim ersten Versuch. Sie will in diesem Jahr ganz vorne landen.

Experten von der Insel

Aber auch mit dem Derby-Sieger Andre Thieme, der schon dreimal das Kunsstück vollbrachte, ist zu rechnen. Und nicht zu vergessen die Experten für diese Prüfung, die aus Großbritannien jährlich nach Hamburg kommen, wie der Vorjahresbeste Matthew Sampson.

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