Drittes Gold für Dahlmeier

Biathlon-WM: Einzel der Damen

Laura Dahlmeier hat bei der Biathlon-WM in Hochfilzen das Einzelrennen gewonnen. Es ist ihr drittes Gold bei diesen Titelkämpfen.

Sport | ZDF SPORTextra - Viertes Rennen, dritter Sieg

Gold auch im Einzelrennen: Laura Dahlmeier dominiert die Biathlon-WM.

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Trotz eines Schießfehlers lag Laura Dahlmeier im Ziel vor der Tschechin Gabriela Koukalova (1/+24,7 Sekunden) und der fehlerfreien Italienerin Alexia Runggaldier (+1:45,6 Minuten). Es war insgesamt Dahlmeiers fünfter WM-Titel und die elfte WM-Medaille; neun davon hat sie nun in Serie gewonnen. Dies war bislang nur der Norwegerin Tora Berger (2012 bis 2013) gelungen.

"Gigantisch"

"Das ist einfach nur gigantisch, mir fehlen langsam die Worte. Ich bin total erledigt. Aber schon wieder ganz oben zu sein, ist einfach nur geil", sagte Dahlmeier"Ich muss mich bei ganz vielen Menschen bedanken, die mich unterstützen."

Nach ihrer Galavorstellung war Dahlmeier allerdings völlig ausgelaugt und musste zunächst wieder zu Kräften kommen. In der Pressekonferenz ließ sie sich zunächst entschuldigen und kam erst mit Verspätung nach. "Ich hatte Probleme mit dem Blutdruck", sagte Dahlmeier: "Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mich jetzt am liebsten ins Bett legen und die Augen zumachen."

Als Favoritin gestartet

Dahlmeier hatte die bisherigen zwei Einzelrennen des WM-Winters gewonnen und war im Vorfeld auch deshalb als Top-Favoritin auf Gold gehandelt worden. Beim Blick auf die Startlisten ließ sich aber schon erahnen, dass an diesem Tag nicht nur die sportlichen Qualitäten ausschlaggebend sein würden.

Während Dauerrivalin Koukalova als 51. in die Loipe ging, entschied sich Dahlmeier für eine sehr späte Startzeit. Als 93. von 99 Athletinnen nahm die Bayerin die 15 Kilometer in Angriff, verbunden mit der Hoffnung, dass der tückische Wind, der immer wieder ins Stadion wehte, im Laufe des Wettkampfes vollständig zum Erliegen kommen würde.

Eine ähnliche Taktik hatte schon Benedikt Doll im Männer-Sprint gewählt - am Ende sprang Gold heraus. Und Dahlmeier?

Ärmel hochgekrempelt

Sie nahm ihr Rennen bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen knapp über zehn Grad entschlossen in Angriff. Die Ärmel bis zum Ellbogen hochgekrempelt, sprang sie im tiefen Schnee die Hügel hinauf - doch schon der dritte der insgesamt 20 Schüsse verfehlte das Ziel. Eine Aufholjagd war also gefragt von der Frau, die normalerweise ihre Rennen von der Spitze aus bestimmt.

Die Bayerin gab nicht auf, arbeitete sich Position um Position nach vorne und lag vor dem letzten Schießen in Führung. Fünf Treffer, und gedanklich baumelte die Goldmedaille schon um Dahlmeiers Hals - und es gelang. Auf der Schlussrunde mobilisierte die Überfliegerin noch einmal die letzten Kraftreserven, dann war der Triumph perfekt.

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