Silber für die Motivation

Franziska Hentkes Medaille soll das DSV-Team beflügeln

Am fünften Finalabend holt Franziska Hentke die erste Medaille für die deutschen Schwimmer - das seltene Stück Edelmetall soll ihre Teamkollegen nun bei den abschließenden Wettkämpfen Rückenwind geben.

Aliena Schmidtke
Aliena Schmidtke Quelle: dpa

Ihre Silbermedaille hielt Franziska Hentke auch am nächsten Morgen noch fest in der rechten Hand. Es war das erste Stück Edelmetall für die deutschen Schwimmer in Budapest - der Erfolgstrunk mit ihrer Familie im Mannschaftshotel fiel für die Magdeburgerin allerdings trotzdem sehr spärlich aus. "Ich bin absolute Antialkoholikerin, aber einen Schluck Sekt habe ich schon getrunken“, berichtete die 28-Jährige, deren Testurteil lautete: "Zum Anstoßen war’s okay.“

Schmidtkes Rekord

Ihre vier Bahnen Schmetterling vom Donnerstagabend bildeten Hentkes persönlichen Schlusstusch bei den Wettkämpfen in der Duna Arena. Einige Teamkollegen sind in den letzten drei WM-Tagen dagegen noch im Einsatz. Zum Beispiel Aliena Schmidtke, die zwar in den USA lebt und trainiert, wie Hentke aber für den SC Magdeburg startet.

Den kurzen Sektempfang mit der Vereinskollegin im Teamquartier verkniff sich Schmidtke allerdings. Der Vorlauf über 50 Meter Schmetterling am nächsten Morgen hatte Vorrang. "Ich hab‘ ihr dann vormittags gratuliert. Sie begleitet mich ja immer zum Start“, erzählte die gebürtige Schleswig-Holsteinerin, nachdem sie in 25,73 Sekunden einen deutschen Rekord in den Pool gelegt hatte. Und es sollte noch besser kommen: Im Halbfinale verbesserte sie ihre Zeit nochmals, in 25,68 Sekunden zog sie als Sechste ins Finale am Samstagabend ein.

Exklusiv

Sport | ZDF SPORTextra - Schwimm-WM am 29.7. komplett

Die Schwimm-WM aus Budapest mit sechs Entscheidungen bei den Becken-Wettbewerben, u.a. dem 50-m-Schmetterling-Finale mit Aliena Schmidtke. Die Sendung in voller Länge kommentiert von Thomas Wark, Experte Christian Keller.

Videolänge:
121 min
Datum:

Frustrierter Heintz

Das deutsche Quartett über 4x200-Meter-Freistil verpasste das Freitags-Finale als Neunte dagegen knapp. Und anschließend kündigte der frustrierte Heidelberger Philip Heintz an, nach seinem Urlaub eine ernste Diskussion mit Chefbundestrainer Henning Lambertz führen zu wollen. Der 26-Jährige, der bei der WM-Qualifikation im Juni Weltjahresbestzeit über 200 Meter Lagen schwamm, in Budapest aber nur Siebter wurde, kritisiert die knappe Zeitspanne zwischen deutscher Meisterschaft und WM.

Vor einer eingehenden Analyse will Lambertz aber zunächst die Titelkämpfe in Ungarn zu Ende gehen lassen. Zumal er nach Franziska Hentkes Silber einen sanften Aufschwung in seinem Team spürt. Schwung mitnehmen "Aliena Schmidtkes deutscher Rekord war eine fantastische Leistung“, betonte der 46-Jährige.

Hentkes Erfolg vom Vorabend habe einige beflügelt, mutmaßte der Abteilungsleiter. Und gegenüber zdfsport.de sagte Lambertz: "Ich wünsche mir, dass wir den Schwung, den Franziska Hentke uns mitgegeben hat, hier ein bisschen mitnehmen. Dass die, die jetzt noch starten, das Gefühl haben, dass auch wir schnell sein können."

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