Aus Erfahrung entspannt

Synchronspringen: Hausding/Klein wollen WM-Medaille

Paralleltraining an verschiedenen Orten ist für die Synchronspringer Sascha Klein und Patrick Hausding ein alter Hut. Nun will sich der Aachener Klein (31) an der Seite seines Berliner Mitstreiters mit einer WM-Medaille endgültig vom Turm verabschieden.

Sascha Klein und Patrick Hausding
Sascha Klein und Patrick Hausding Quelle: imago

Die Olympischen Spiele in Rio liegen zwar schon elf Monate zurück, den Wasserspringer Sascha Klein aber verfolgen sie bis heute. Mit seinem langjährigen Synchronpartner Patrick Hausding schrammte er in Brasilien haarscharf an Bronze vorbei. „Das war schon relativ bitter“, erinnert sich Klein im Gespräch mit zdfsport.de und betont: „Letztlich hat mir diese Erfahrung großen Antrieb gegeben, noch mal einen Wettkampf dranzuhängen.“

Späte Entscheidung

Dieser eine Wettkampf ist die Konkurrenz vom 10-Meter-Turm, am Montag werden in dieser Disziplin die WM-Medaillen verteilt. Weil er selbst bald 32 wird, mittlerweile Vater eines 18 Monate alten Jungen ist und auch seine Frau Franziska neben der Organisation des Familienlebens in ihrem Job als Controllerin eingespannt ist, hat Klein lange mit sich gerungen, das nach Rio verkündete Karriereende noch mal rückgängig zu machen.

Nach einem ausgedehnten Urlaub mit Lebensgefährtin und Kind in einem Häuschen an der holländischen Nordseeküste hielt er sich zunächst mit Trockentraining fit. Erst Mitte Dezember fiel schließlich die Entscheidung, im Frühjahr gemeinsam mit Hausding an der World Series teilzunehmen.

Von 16 auf 24

Das Erfolgs-Duo aus Deutschland, Olympia-Zweite von Peking und Weltmeister 2013, wurde an vier Stationen und in der Gesamtwertung Zweiter. „Solche guten Ergebnisse hatte ich nicht erwartet“, gesteht Klein, der mit seiner kleinen Familie in Aachen lebt, aber für den Dresdner SC springt. Und der Entschluss, die WM in Budapest als nun endgültigen Abschluss seiner Sportlerlaufbahn anzugehen, war gefallen

Ein weiteres Sensations-Gold wie vor vier Jahren in Barcelona möchte der gebürtige Eschweiler im Wettstreit mit den übermächtigen Chinesen zwar nicht ausschließen. Realistischer aber ist sein Wunsch: „Ich will auf jeden Fall eine Medaille – und würde mich über Bronze genauso freuen wie über Silber.“ Deshalb hat er sein wöchentliches Trainingspensum im Vergleich zum vergangenen Herbst von 16 auf 24 Stunden gesteigert – und bekommt zwischendurch immer mal Besuch aus Berlin.

Besuch aus der Hauptstadt

Eingeflogen aus der Hauptstadt kommt dann der dreieinhalb Jahre jüngere Sprungkollege Hausding. Nach einer knappen Dekade Turm-Partnerschaft kennen sich die beiden aus dem Effeff, neben dem getrennten Training am jeweiligen Standort müssen sie ihr Programm aber zumindest sporadisch auch mal in derselben Halle einstudieren. Vor ihrem olympischen Silber-Coup 2008 trafen sie sich alle drei Wochen zum gemeinsamen Üben, seitdem ist der Rhythmus noch gemächlicher geworden.

„Er ist im Januar und Februar für jeweils zwei Tage zu mir nach Aachen gekommen. Da haben wir dann unsere Serie vor der World Series trainiert“, erzählt Sascha Klein. Ein weiteres Treffen in der Kaiserstadt gab es dann Anfang Juli, zur Einstimmung auf die WM. „Die drei bis vier Übungseinheiten zusammen reichen uns, um uns abzustimmen“, sagt Gastgeber Klein und fügt mit einem entspannten Lachen hinzu: „Bei der World Series hat das schon ganz gut funktioniert. Und ich wüsste nicht, warum es jetzt anders sein sollte.“

Wasserspringen im ZDF

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