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"Unsere Nationalmannschaft war stets sauber"

Russischer Teamarzt vor der WM-Auslosung im ZDF-Interview

Der Chefarzt der russischen Fußball-Nationalelf spricht kurz vor der WM-Auslosung im ZDF-Interview über die Fitness der Mannschaft und wehrt sich gegen neuerliche Doping-Anschuldigungen. Dabei erlaubt sich Eduard Bezuglov - seit 2012 zuständig - auch Spitzen gegen den DFB.

Eduard Bezuglov, russischer Mannschaftsarzt
Eduard Bezuglov, russischer Teamarzt seit 2012

Zdfsport.de: Wie ist es um den physischen Zustand der Auswahl ein halbes Jahr vor der WM bestellt?

Eduard Bezuglov: Hinsichtlich verletzter Spieler sieht die Situation bei uns derzeit - Gott sei Dank - gut aus. Alle Spitzenspieler der Mannschaft, die im Verlauf der Saison Verletzungen erlitten, befinden sich jetzt in einem guten Zustand. Bis zur Winterpause sind nur noch zwei Spieltage in der Premierliga zu bestreiten. Ich hoffe, dass alle gesund über die Runden kommen. Und wenn die Spieler im März zusammengezogen werden, wo sie gegen Spitzenmannschaften spielen werden, befinden sie sich unter der Obhut von Ärzten, durchlaufen eine gute physische Betreuung.

zdfsport.de: Rechnen Sie noch mit Ausfällen?

Bezuglov: Derzeit gibt es keine solchen Befürchtungen, dass wir solche Ausfälle bekommen wie dies gegenwärtig für die Auswahl Deutschlands der Fall ist. Und ich hoffe, dass dies auch so bleiben wird.

zdfsport.de: In den letzten Tagen gab es neue Informationen, wonach auch im russischen Fußball gedopt worden sei. Was ist dran an den Vorwürfen?

Bezuglov: Ich kann verantwortungsvoll erklären, dass es seit 2012, seit dieser Zeit bin ich in der Sbornaja, keine solchen Problemen gegeben hat. Es gab, gibt und es wird keine Probleme mit Doping bei uns geben. Ich kann das für die Nationalelf erklären. Und was die veröffentlichten Liste angeht, ich weiß natürlich nicht, wer diese erstellt hat, doch unsere Nationalmannschaft war stets sauber.

zdfsport.de: Wie kommen die Vorwürfe dann zustande?

Bezuglov: Wir sind mehrfach überprüft worden. Wobei wir nicht in Russland getestet worden sind, sondern in einem Lausanner Labor. Übrigens, auch die UEFA hat keine Fragen an uns in diesem Bezug. Die FIFA hat keine entsprechenden Fragen an uns. Wir stehen in einem ständigen Briefwechsel. Die Clubs wurden mehrfach überprüft. In diesem Jahr haben die Clubs seit September schon über 100 Proben abgegeben. Und sie alle wurden in England und nicht in Russland überprüft. Und sie alle haben sich als sauber erwiesen. Es gab da  keine Probleme.

Und für mich ist es ehrlich gesagt überraschend, zu hören, dass es im russischen Fußball irgendwelche Probleme gibt. Und vor allem aus dem Munde von Vertretern des DFB. Mir scheint, dass sie selbst genug Handlungsbedarf haben. Zumal wir selbst mit unseren eigenen Problemen ins Reine kommen können.

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