Katar: Neuer Verdacht und ein Geständnis

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Katar kommt nicht zur Ruhe. Wieder taucht der Verdacht von Schmiergeldzahlungen im Zuge der WM-Vergabe auf. Und Mohammed Bin Hammam, offenbar Strippenzieher bei der WM-Vergabe 2022, gibt zu, dass er vor der WM 2006 Geld aus Deutschland erhalten hat.

Beitragslänge:
10 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.01.2019, 17:10

Mohamed Bin Hammam hat gegenüber dem ZDF bestätigt, 6,7 Millionen Euro aus Deutschland erhalten zu haben. Diese Summe sollen Franz Beckenbauer und sein verstorbener Manager Robert Schwan im Zuge der Vergabe der WM 2006 überwiesen haben. Der Deal soll über eine Schweizer Anwaltskanzlei und eine Firma des damaligen FIFA-Funktionärs Bin Hammams abgewickelt worden sein.

Korruptionsvorwürfe

Bin Hammams Name tauchte bei den Korruptionsvorwürfen um die Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar ebenso auf wie bei den Korruptionsvorwürfen zur Vergabe der WM 2006 an Deutschland.

In der Reportage von Markus Harm äußert er sich erstmals zu diesen Vorwürfen: "Sie betreffen mich alle nicht. Das sind nur Anschuldigungen und bleiben Anschuldigungen", sagt Bin Hammam - und bestätigt den Erhalt der ominösen 6,7 Millionen Euro aus Deutschland: "Die 6,7 Millionen Euro sind auf mein Konto geflossen, ja. Aber ich würde gerne wissen, warum Deutschland mich hätte bestechen sollen, für etwas, was sie schon erhalten haben. Die Summe ist erst nach der WM-Vergabe auf meinem Konto eingegangen."

Bisher hat sich der Unternehmer in seiner Heimat Katar versteckt, Reisen ins Ausland und die Öffentlichkeit gemieden. Der DFB versucht seit Monaten vergeblich mit ihm in Kontakt zu treten, um Aufklärung in Sachen WM 2006 zu erhalten.

Hammam: Ich bin keine Ausnahme

In Markus Harms Beitrag sagt Mohamed bin Hammam zudem: "Alle Leute waren so lange in der FIFA und haben gedacht, die FIFA gehört ihnen, sie können machen, was sie wollen, was gut für sie persönlich ist - mich eingeschlossen. Ich will nicht sagen, dass ich eine Ausnahme war. Die Leute, die die größte Macht haben, denken immer sie können tun und lassen, was sie wollen".

Auf die Frage, ob er denn wisse, wofür er das Geld aus Deutschland bekommen habe, antwortet Bin Hammam: "Ich weiß es nicht. Nein, natürlich weiß ich es. Aber entschuldigen Sie - das interessiert doch nur Sie, keine anderen."

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