Die Mischung macht's!

Ein Aus- und Rückblick mit SPORTreportage-Mann Norbert König

Vor 45 Jahren flimmerte die erste SPORTreportage über die Mattscheibe. Viele Gesichter prägten bis heute die Sendung. Norbert König ist eines von ihnen. Er moderiert im Wechsel mit Rudi Cerne und Kristin Otto das fast schon Kult gewordene Format.


SPORTreportage.zdf.de: Wie hat sich die Sendung im Laufe der Jahre verändert?


Norbert König: Ich bin jetzt seit rund 20 Jahren im Boot - und muss sagen, aus dem manchmal etwas beschaulich dahin segelnden Dampfer ist ein flotter Katamaran geworden. Das betrifft natürlich in erster Linie das optische Erscheinungsbild - aber auch die Qualität und Tiefenschärfe der aktuellen Beiträge und der Hintergrundberichte haben sich erheblich verbessert.


SPORTreportage.zdf.de: Was ist das Erfolgsrezept? Woran liegt es, dass sich die SPORTreportage über mehr als vier Jahrzehnte halten kann?



König:
Wir sind sozusagen das einzige Serviceteam im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das bundesweit eine Rundumversorgung mit dem Sonntagssport anbietet. Ein verlässlicher Partner, um binnen fünfzig Minuten das Wichtigste vom Tage zu erfahren, nicht nur von den Topsportarten, sondern auch von Disziplinen, die sonst nicht ausreichend im Rampenlicht stehen. Dazu Buntes, Hintergründiges, Kurioses - eine abwechslungsreiche Palette - so wie der Sport eben ist in seiner Vielfalt.


SPORTreportage.zdf.de: Was war Ihr persönliches Highlight in 45 Jahren SPORTreportage?


König: Da kann ich kein einzelnes herauspicken. Herausheben würde ich nach Studium der Sendeprotokolle: zahllose Hintergrundstories unserer Filmemacher, diverse Ausgaben vom "Sport aus aller Welt", mitreißende Reportagen und mit kochend heißer Nadel gestrickte Last-Minute-Beiträge. Meine persönliche Höchstleistung war gewiss die nahezu perfekte koordinative Körperbeherrschung bei der plastischen Live-Darstellung des hochkomplizierten America's Cup-Modus mit kleinen Kunststoff-Booten auf dem Studio-Tisch im Höchsttempo.


SPORTreportage.zdf.de: War es schon immer ein Berufsziel, ein Wunsch oder ein Traum, die SPORTreportage zu moderieren?



König: Als Steppke habe ich mir mal ausgemalt, das "aktuelle sportstudio" zu moderieren. Das habe ich ja tatsächlich auch dreizehn Mal gemacht - um dann festzustellen, dass mein Zuhause als Moderator doch eher beim Live-Sport vor Ort und eben in der SPORTreportage und im Nachrichtenstudio ist.


SPORTreportage.zdf.de: Was ist Ihre Lieblingssportart?


König: Aktiv Tischtennis, Fußball und Dauerlauf - beruflich Biathlon, Leichtathletik und Fechten.


SPORTreportage.zdf.de: Wie sehen Sie die Zukunft der Sendung? Wie wird sie sich entwickeln?


König: Wir haben im Jahr 2010 ganz gegen den allgemeinen Trend anscheinend Stammgäste hinzu gewonnen - nicht nur deshalb ist mir nicht bange. Das Grundkonzept stimmt, hin und wieder wird es ein Face-Lifting geben - und wenn ich dem dann auch irgendwann zum Opfer falle, werde ich der SPORTreportage als (Stamm-) Zuschauer treu bleiben.

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