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Die Tops und Flops der Saison

Formel 1 - Saison-Fazit

Alle wichtigen Entscheidungen sind vor dem letzten Saison-GP in Abu Dhabi (Zusammenfassung, So., 17:10 Uhr in der SPORTreportage) bereits gefallen – Zeit für einen Rückblick auf die Saison 2018 – mit den Tops und Flops des Jahres.

Mercedes feiert Konstrukteurs-WM
Mercedes feiert Konstrukteurs-WM
Quelle: reuters

Tops - was richtig gut lief

Mercedes: Fünf Fahrer- und fünf Konstrukteurs-Weltmeistertitel in Serie – das sagt eigentlich alles: Mercedes ist und bleibt das Top-Team der Formel 1. Der Mannschaft um Teamchef Toto Wolff gibt de Erfolg in fast allem recht – auch wenn das ein oder andere gerade bei den Fans nicht so gut ankommt: Die komplette Fixierung auf Superstar Lewis Hamilton zum Beispiel, durch die der zweite Fahrer, Valtteri Bottas, von Anfang an zum Statisten und Wasserträger degradiert ist und auch dann nicht gewinnen darf, wenn er es ausnahmsweise einmal aus eigener Kraft könnte. Aber das System funktioniert – und macht Hamilton immer stärker.

Lewis Hamilton: Eine Saison ohne Fehler, im entscheidenden Moment immer in der Lage, das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen, mit dem fünften WM-Titel mit Juan-Manuel Fangio gleichgezogen: Der 33-jährige ist derzeit der absolute Superstar der Formel 1. Nicht nur auf der Strecke, sondern auch daneben: Hamilton mit seinem Talent zur Show, seinen prominenten Musikfreunden, seiner eigenen Modelinie erreicht viel mehr Fans als alle anderen derzeitigen Formel-1-Piloten.

Sauber: Sauber war das Überraschungsteam des Jahres 2018– gerade nach dem Rausschmiss des umstrittenen Technikchefs Jörg Zander ging es vorwärts, so dass sich die bisherigen Hinterherfahrer sicher im Mittelfeld etablieren konnten. Die Position zu halten, wird nicht einfach für die neue Fahrerpaarung Kimi Räikkönen und dem nächsten Ferrari-Junior nach Leclerc, Antonio Giovinazzi.

Charles Leclerc: Der Ferrari-Junior, inzwischen 21 Jahre alt, lieferte bei Sauber in seinem Debüt-Jahr in der Formel 1 eine sehr starke Leistung ab – und wurde mit der Beförderung zum Ferrari-Werksfahrer neben Sebastian Vettel belohnt. Der Monegasse sagt jetzt schon selbstbewusst: „Ich gehe nicht zu Ferrari, um hinter Vettel die Nummer zwei zu sein.“

Die Flops - das lief schlecht

Ferrari in der Boxengasse

Ferrari: 2018 war eine Enttäuschung: Weil man, obwohl technisch im Gesamtschnitt über die Saison gesehen, wahrscheinlich zumindest einigermaßen auf gleichem Niveau wie Mercedes, mit zeitweisen Ausschlägen zur einen oder anderen Seite, am Ende doch sehr früh keine Chance mehr auf den Titel hatte. Durch viele eigene Fehler, innere Unruhe, merkwürdige Strategieentscheidungen, die dann irgendwann auch bei Sebastian Vettel Wirkung zeigten und dessen Fehlerquote erhöhten. Viele würden auch Vettel unter „Flops“ einordnen – angesichts der internen Umstände bei Ferrari und einiger sehr starken Leistungen in Rennen wie Melbourne, Bahrain, Silverstone oder Spa, um nur einige zu nennen, wäre das aber unfair.

McLaren: Einst ein großes Traditionsteams – jetzt im absoluten Nirgendwo. Der Wechsel vom angeblich „schuldigen“ Honda-Motor zu Renault brachte überhaupt nichts, eher im Gegenteil: McLaren rutschte im Vergleich zum Vorjahr noch weiter ab. Jetzt verliert man auch noch Superstar Fernando Alonso, der sich in Abu Dhabi aus der Formel 1 verabschiedet. Carlos Sainz jr. und Youngster Lando Norris stehen 2019 vor einer schweren Aufgabe, vor allem, weil niemand so recht zu wissen scheint, wo die Grundprobleme eigentlich liegen.

Williams: Das mit Abstand schlechteste Auto im kompletten Feld – da half auch der Mercedes-Motor nichts mehr. Finanzielle Probleme seit Jahren tragen auch nicht gerade dazu bei, effektive Entwicklungsarbeit möglich zu machen. Und ob die Rückkehr von Robert Kubica, die jetzt in Abu Dhabi bestätigt wurde, nach acht Jahren Formel-1-Pause und mit dem Handicap einer nur zu 40 Prozent funktionsfähigen rechten Hand, Williams wirklich weiterbringen wird, muss sich auch erst zeigen.

Das FIA-Strafenreglement: Immer wieder kam es 2018 zu relativ unverständlichen und sinnlosen Strafen gegen einige Fahrer, während andere, zum Teil wesentlich gefährlichere Situationen ungeahndet blieben. Das Problem: In dem Versuch, für jede mögliche Situation eine exakte Vorgehensweise vorzuschreiben, wurde die Formel 1 in den letzten Jahren überreglementiert, dass kein Raum mehr für gesunden Menschenverstand in der Anwendung der Regeln bleibt.

Daten und Fakten zur Saison

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