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Vettel - Nummer 1 steht auf dem Spiel

Formel 1 | Großen Preis von Italien in Monza

Sebastian Vettel hat beim Heim-Grand-Prix von Ferrari in Monza vor allem eine große Aufgabe: Er muss seinen Teamkollegen Charles Leclerc schlagen, um nicht Gefahr zu laufen, teamintern zur Nummer zwei zu werden.

4. September 2019: Ferraris Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel (r.), Charles Leclerc (l.) und Teamchef Mattia Binotto in Mailand bei der Feier zum 90-jährigen Ferrari-Jubiläum.
Sebastian Vettel (r.), Charles Leclerc (l.) und Teamchef Mattia Binotto bei der Feier zum 90-jährigen Ferrari-Jubiläum.
Quelle: reuters/Flavio lo Scalzo

Ferrari feierte sich vor dem Heim-GP in Monza schon einmal selbst: Mitten in der Innenstadt, auf dem Mailänder Domplatz, mit einem Riesen-Event anlässlich des 90-jährigen Firmen-Jubiläums in diesem Jahr. Mit dabei natürlich die heutige Formel-1-Mannschaft mit Sebastian Vettel, Charles Leclerc und Teamchef Mattia Binotto, aber auch viele Stars der Vergangenheit und der Zukunft, darunter Ferrari-Junior Mick Schumacher.

Nach 2020 zählt's

Um die Zukunft ging es da auch bei Sebastian Vettel: Als er von den Moderatoren gefragt wurde, ob er denn bei Ferrari bleiben werde, schien Vettel allein schon über die Frage erstaunt: "Warum denn nicht?" Wobei er wohl davon ausging, dass es um nächstes Jahr ging. Die Frage war aber eher auf die weitere Zukunft nach 2020 gemünzt.

Akut hat Vettel freilich ein Problem: Er muss aufpassen, dass ihm Charles Leclerc nicht bald den Nummer-1-Status im Team streitig macht. Das schwache Wochenende des viermaligen Weltmeisters in Spa zusammen mit dem ersten Sieg des jungen Monegassen hat die Spekulationen ja überall neu angeheizt.

Charles ist schnell, fährt anders als ich. Da gibt es immer etwas zu lernen.
Sebastian Vettel

"Charles ist schnell, fährt anders als ich. Da gibt es immer etwas zu lernen", sagt Vettel: "Es ist wichtig, dass wir bei der Entwicklung des Autos zusammenarbeiten. Charles war in Spa stärker, das kann mir nicht gefallen. Ich hoffe, dass die Plätze in Monza vertauscht sind."

Binotto hält zu Vettel

Noch stellt sich Ferrari-Teamchef Mattis Binotto, der sich auf der Bühne in Mailand schon fast auffällig die ganze Zeit über in Vettels Nähe aufhielt, voll hinter den Deutschen: "Man muss das Gesamtbild sehen. In Hockenheim ist er ein fantastisches Rennen gefahren, in Ungarn lag er auch vor Charles. Auch in Spa war ja am Anfang auf dem Soft-Reifen der Unterschied minimal, erst dann auf dem Medium hatte er massive Probleme mit dem Reifenverschleiß."

Binotto rechnet es Vettel auch ganz besonders hoch an, dass er in Belgien half, den Sieg von Leclerc unter Dach und Fach zu bringen: "Sebastian hat sich sofort in den Dienst des Teams gestellt, als er keine eigenen Siegchancen mehr hatte. Er hat uns sehr geholfen, den Sieg von Charles sicher zu stellen. So etwas ist nicht einfach für einen Fahrer, aber er hat das super gemacht."

Der Druck steigt

Hamilton redet Leclerc stark Trotzdem - der Druck auf Vettel steigt. Mercedes-Konkurrent Lewis Hamilton singt ja auch schon Lobeshymnen auf Leclerc. "Wenn man als junger Fahrer zu Ferrari kommt, ist das immer schwierig. Wenn man dann aber immer häufiger einen vierfachen Champion im Training besiegt und auch im Rennen schneller ist, dann spricht das für sich selbst."

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve glaubt freilich daran, dass Vettel zurückschlagen kann - allerdings müsse das bald passieren: "Sebastian muss noch in dieser Saison das Zepter wieder in die Hand nehmen. Sonst wird Leclerc 2020 gleich als Nummer 1 auf den Titel angesetzt."

Ferrari leicht favorisiert

Nach den Erkenntnissen von Spa geht Ferrari in Monza als leichter Favorit ins Rennen: Die Streckencharakteristik mit den langen Geraden sollte den Roten in diesem Jahr entgegen kommen. Einen Sieg wollte Vettel den Tifosi in Mailand aber trotzdem nicht garantieren. Wobei es für ihn sowieso am wichtigsten sein dürfte, auf jeden Fall vor Leclerc zu bleiben.

von Karin Sturm

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