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Bellingham "hat nichts Falsches gesagt"

Sportrecht-Anwalt Lehner über die Kritik des BVB-Spielers

Als "wenig souverän" empfindet Sportrecht-Experte Lehner die Anzeige gegen Jude Bellingham - zudem auch wenig aussichtsreich. Es liege keine falsche Tatsachenbehauptung vor.

Videolänge:
2 min
Datum:
05.12.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.12.2022

Bellingham hatte nach dem 2:3 seines Teams gegen den FC Bayern nicht nur die Elfmeter-Entscheidung nach Videobeweis zugunsten der Bayern in der 77. Minute, sondern auch andere Entscheidungen von Zwayer kritisiert: Im norwegischen TV-Sender "Viaplay Fotball" sagte er:

Du gibst einem Schiedsrichter, der schon in Spielmanipulationen verwickelt war, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?
Jude Bellingham

Der Fall Hoyzer vor 16 Jahren

Der 18-Jährige spielte damit auf den Schiedsrichter-Skandal um Robert Hoyzer vor 16 Jahren an. Hoyzer war nach dem 2005 aufgedeckten Wettskandal wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten ohne Bewährung verurteilt worden.

Zwayer wurde damals vom DFB rückwirkend für mehrere Monate gesperrt, weil er seinen Verdacht gegen Hoyzer nicht früher gemeldet und einmal ein 300 Euro hohes Honorar von Hoyzer angenommen haben soll. Zwayer gehörte zu den Kronzeugen gegen Hoyzer und ist mittlerweile rehabilitiert. Deshalb könnten Bellingham nun sportjuristische Konsequenzen drohen.

DFB-Kontrollausschuss prüft Schritte gegen Bellingham

"Der Kontrollausschuss wird die Äußerung des Dortmunder Spielers Jude Bellingham auf ihre sportstrafrechtliche Relevanz prüfen", sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Gremiums, am Sonntag.

Nach einem "Bild"-Bericht soll außerdem Schiedsrichter-Beobachter Marco Haase Strafanzeige gegen Bellingham und auch gegen Ex-Spitzenschiedsrichter Manuel Gräfe gestellt haben. Strafbestände seien Beleidigung, Nachrede und Verleumdung.

Auch Gräfe kritisiert Zwayer

Der Dortmunder Nachwuchsstar habe seine Äußerung "nicht aus Lebenserfahrung" getan haben können. Auch Manuel Gräfe hatte Zwayer am Samstagabend kritisiert: "Ich kann den Ärger absolut verstehen", sagte Gräfe im aktuellen sportstudio: "Die Entscheidungen sind zulasten vom BVB ausgefallen und damit leider spielentscheidend."

das aktuelle sportstudio - Rose: Niederlage "schwer zu akzeptieren" 

BVB-Coach Marco Rose und Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe erheben nach dem Bundesliga-Topspiel Borussia Dortmund gegen Bayern München schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter Felix Zwayer.

Videolänge
4 min · Sport

In Zwayers Spielleitung habe generell "die Balance nicht gestimmt", urteilte Gräfe: "Das gehört zu so einem Spitzenspiel dazu, dass ein Spitzenschiedsrichter das im Gespür hat und das auch richtig abarbeitet."

Im vergangenen Sommer hatte Gräfe dem "Zeit"-Magazin gesagt, es sei ein Witz, dass Zwayer Bundesligaspiele leite: "Wer einmal Geld angenommen und Hoyzers Manipulation ein halbes Jahr verschwiegen hat, sollte keinen Profifußball pfeifen."

Mit Material von dpa/SID

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